Die Ruinenstadt Mistras

Griechenland – Eine Perle im Herzen der Peloponnes

Die Reportage ist zu hören unter

Stimme der Steine – Poesie der Weltkulturerbestadt Mistras

http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-mosaik

 

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Stimmen der Steine

Die Ruinenstadt Mistras und ihre leise Poesie

Je mehr wir uns Sparta näherten, desto stärker wurde der Duft der Orangen. Henry Miller. Der Koloß von Maroussi.

Im Westen Spartas, fünf Kilometer entfernt, schießt ein Felskegel gen Himmel, 300 Meter hoch. An seinen steil abfallenden Hängen klammern sich die Ruinen einer Stadt: Mistras. Mistras ist ein Ort der Geister, ein lost place, ein Sehnsuchtsort für Dichter wie Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Hölderlin. Seit 1989 ist Mistras Weltkulturerbe.

Mistras liegt im Südosten der griechischen Halbinsel Peloponnes; vor der Kulisse des Taygetos, eines mächtigen Bergmassivs. Seine große Blüte erlebte Mistras zwischen zwei Kriegen. Mitte des 13. Jahrhunderts eroberten Fränkische Ritter die Gegend um Sparta und sicherten ihr Beuteland mit einer Burg ab, die sie auf die Spitze des einsamen Felskegels setzen ließen. 200 Jahre später fiel Mistras an das Osmanische Reich. Ende des 18. Jahrhundert war Mistras eine verlassene Stadt. Seither ist der Ort ein Sehnsuchtsort, geheimnisvoll und poetisch. Doch die Fundstücke, die Architektur, die Fresken, die Wege zeugen von einem materiellen und geistigen Reichtum, der nicht nur Nostalgie hervorruft. Mistras war ein spannungsgeladener Schnittpunkt zwischen Ost und West.

Mit meiner Partnerin Katerina Katsatou reiste ich ins Herz der Peloponnes, in das Tal des Flusses Eurotas. Von Sparta aus wandten wir uns gen Westen und bestiegen den 300 Meter hohen Hügel.

Die Reportage über die Reise nach Mistras ist zu hören

bei Mosaik auf WDR 3

am 6. Juli

8 Uhr.

Das ist der Link zur Sendung:

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/2016-07-06/

 

Ameisen machen Staat

Ameisen beißen. Ameisen krabbeln. Ameisen spritzen.

Ameisen hängen in Trauben am Zucker. Ameisen bevölkern Mauerritzen. Ameisen sind- naja, Ameisen sind nicht direkt Lieblingsinsekten. Ameisen sind Nomaden, Ameisen sind sesshaft. Einige halten Sklaven, andere halten nichts davon. Ameisen sind die Polizei des Waldes, aber das nützt ihnen nichts. Ameisen weichen Straßen, Rodungen, Neubaugebieten. Für Weiterleben sorgt die Deutsche Ameisenschutzwarte.

Bundesweit streifen die Ehrenamtler_innen des Vereins durch die Gegend. Sie haben ein Herz nicht einfach für Tiere, sondern für Ameisen. Und sie haben ein Problem. Der menschliche Hege-Nachwuchs bleibt aus. Vielleicht, weil Ameisen eben nicht die niedlichen bunten Käfer sind. Wer einmal vor einem Ameisennest steht, kommt nicht mehr los. Aber Achtung, Brillenträger_innen sollten Gläser im Gestell haben. Kunststoff und Ameisensäure – das geht schief. Zusammen mit Hubert Siegel und Wilfried Hofmann besuchte ich mehrere Staaten in Rheinland-Pfalz.

Die Reportage ist bei SWR 2 zu hören. Sie ist das Eröffnungsstück einer dreistündigen Sendung über Ameisen.

Sonntag, 3. Juli

9 Uhr

SWR 2 Matinee

Der Link führt zum Ameisen-Audio auf der SWR 2- Seite.

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/matinee/swr2-matinee-das-kribbelt-ameisen/-/id=660804/did=17473864/nid=660804/127l1xt/index.html

Literatur

Kirchner, Walter: Die Ameisen. Biologie und Verhalten. C.H.Beck. München 3/2014.

Weiterführende Literatur

Werber, Nils: Ameisengesellschaften. Eine Faszinationsgeschichte. S. Fischer Verlag. Frankfurt am Main 2013

 

Adressen

Deutsche Ameisenschutzwarte e.V.

Vereinigung der Landesverbände der DASW

Bundesgeschäftsstelle

Krudenburger Weg 15

46 569 Hünxe

 

Tel.: 02 858 – 909 163

info@ameisenschutzwarte.de

 

Ameisenschutzwarte Rheinland-Pfalz e.V.

Geschäftsführer: Wilfried Hofmann (Mobile: 01711792168)

 

Ameisen werden gehegt
Ameisen werden gehegt Hubert Siegel (l) und Wilfried Hofmann sind langjährige Heger bei der Deutschen Ameisenschutzwarte in Rheinland Pfalz. Sie streifen durch die Wälder, säubern die Hügel von Unkraut, siedeln ganze Schlösser um, machen Führungen, klären auf. Das Ameisennest ist ein wahres Schloss, ein Labyrinth aus Gängen und Kammern. Die Baumeisterinnen sind kahlrückige Waldameisen (Formica polyctena). Das Material besteht aus Kieseln, Zweigstücken, Harz, Fichtennadeln. Auf der Kuppe liegen die Arbeiterinnen. Sie tanken Sonne und tragen die Wärme in das dunkle, feuchte Nest. (Rechte: Claudia Friedrich)