Verehrt & Vergessen

Vom Schaffen des Architekten Franz Heinrich Schwechten

WDR 5 ZeitZeichen vom 12. August 2016

1841 – 175. Geburtstag des Architekten Franz Heinrich Schwechten

Er war Künstler, Konservativer, des Kaisers Liebling: Franz Heinrich Schwechten. Den Ideen des Monarchen verlieh der Baumeister Gestalt in Form von Monumenten wie die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche im Herzen des Berliner Westens. Gebaut für das Ego der Hohenzollern, untergegangen im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs.

Romanischer Stil_Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche © CF
Stumpf: Kaiser Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin © CF

Berlin im Juni 1880. Der neue Anhalter Bahnhof machte seinen Schöpfer Franz Schwechten über Nacht berühmt. Der Bahnhof galt als Prototyp, als Avantgarde, als „einer der schönsten auf dem Kontinent“, wie es in einer Londoner Fachzeitschrift hieß; und der Architekt galt als Hoffnung seiner Zunft. Geboren in Köln wurden ihm die romanischen Architekturen seiner Heimat zum Vorbild und in gewisser Weise zum Verhängnis, denn Schwechtens neoromanische Repräsentationsarchitektur wie die Kirche am Breitscheidtplatz oder die Südbrücke in Köln brachte ihm nicht nur Lob ein. Wie kaum ein anderer prägte Franz Heinrich Schwechten die Wilhelminische Periode, geriet aber in Vergessenheit. Fast.

 

Vergessen_Beamtentor zur Fabrik der AEG © CF
Berlin Gesundbrunnen: Das Beamtentor führte einst auf das Fabrikgelände der AEG © CF

12. August

ZeitZeichen

WDR 5: 9.45 Uhr

WDR 3: 17.45 Uhr

Link zur Seite von ZeitZeichen und zum Podcast

http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/franz-heinrich-schwechten-100.html

Literatur

Streich, Wolfgang Jürgen: Franz Heinrich Schwechten. 1841-1924. Bauten für Berlin. Michael Imhof Verlag. Petersberg 2005

Waldera, Jessica: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Berlin. publicon Verlagsgesellschaft mbH. Berlin 2014.

Zietz, Peer: Franz Heinrich Schwechten. Ein Architekt zwischen Historismus und Moderne. Axel Menges Verlag. Fellbach 1999

Kappel, Kai (Hg.): Egon Eiermann – Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Berlin 1961 bis 2011. Kunstverlag Josef Fink. Lindenberg 2011.

Links

Stiftung Gedächtniskirche

Zweiter Vorsitzender des Kuratoriums: Pfarrer Martin Germer

http://www.stiftung-gedaechtniskirche.de

 Deutsches Technikmuseum

Auf dem Gelände des Anhalter Güterbahnhofs

http://www.sdtb.de/Das-Museum.62.0.html

Anna Maske und Jens Suhren

Architekt_innen

Ausstellung über Leben rund um Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und Anhalter Bahnhof

http://www.maskesuhren.de

Bahndamm des Anhalter Bahnhofes
Bahnsteig des Anhalter Bahnhofes_An den Bahnsteigen warteten Reisende nach Konstantinopel, Athen, Rom. Ab 2. Juni 1942 warteten jüdische „Reisende“ auf ihre Deportation nach Theresienstadt in Sonderwaggons, die an Personenzüge nach Dresden und Prag angehängt wurden © CF

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