Aufgelöst

Paderborn

Die Klosterbibliothek der Abtei Corvey

Unerhört & Unbesehen: Folge 5

Die Klosterbibliothek der Abtei Corvey war eine der wichtigsten Bibliotheken im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Nach der Säkularisierung (ab 1803) ging ihr Bestand in weltlichen Besitz über. Die Bücher wurden zerstreut und lagern in verschiedenen Institutionen, wenn sie nicht schon vorher abhanden kamen, verbrannten, gestohlen und verhökert wurden. Der Rest des 1000jährigen Wissensschatzes steht in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn.

WDR 5, Scala

14 Uhr/ Wiederholung: 21 Uhr

Link zur SCALA-Sendeseite und zum Nachhören http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/scala/sendeterminseiten/scala-sendeterminseite-362~_tag-12082016.html

Fotogalerie im WDR-Internet: www1.wdr.de/kultur/kunst/verschollene-kunst-116.html

05_V_Aufgelöst_Eva-Maria Seng und Hermann-Josef Schmalor zwischen den Restbeständen der Bibliothek © CF_
Eva-Maria Seng (Lehrstuhl für materielles und immaterielles Kulturgut. Universität Paderborn) und Hermann-Josef Schmalor (Direkter der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn) © CF

In der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn stöbern Hermann-Josef Schmalor und Eva-Maria Seng im Restbestand, der 2500 Bücher umfasst. Da tauchen schonmal Notizen auf, die seit 800 Jahren zwischen den Seiten liegen.

Link

Nova Corbeia: Die Virtuelle Bibliothek Corvey

http://nova-corbeia.uni-paderborn.de

Leitung: Eva-Maria Seng (Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe der Universität Paderborn) und Hermann-Josef Schmalor (Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn

Ausstellungsprojekt

Tausend Jahre Wissen

Die Rekonstruktion der Bibliothek der Reichsabtei Corvey

Leitung: Eva-Maria Seng (unterstützt von der LWL-Kulturstiftung)

Adresse

Schloss Corvey

37671 Höxter

http://www.schloss-corvey.de

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Ein Kommentar zu „Aufgelöst

  1. In Zeiten immateriellen Kulturgutes und digitaler Bibliotheken ist der Beitrag über die nur noch teilweise analogen Restbestände der mittelalterlichen Klosterbibliothek Corvey sensorisch erlebbar. Pergamente rascheln, Schlüssel klappern, Blätter rauschen beim Umwenden alter Buchseiten. Denn es gibt sie auch noch: Lederrücken in realen Regalen und Buchseiten zum Umwenden, gerettet und wieder zusammen gestellt von heutigen Wissenschaftlern, deren Vorleserstimmen aus dem off an unser Ohr dringen. Von einem Klosterkrimi ist gar die Rede, der sich im Scriptorium abgespielt hat. Wer dächte da nicht an den Namen der Rose. Der Beitrag spielt mit unserer Imagination und mit den Restbeständen sensorischer Erfahrbarkeit, informativ trotzdem, aber vor allem ein Hörvergnügen.

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