StichTag „Wild Bill“ Hickok

Dead Man’s Hand

27. Mai 1837: 180. Geburtstag von James Butler Hickok, genannt Wild Bill

StichTag am 27.5. 2017, WDR 2, 9.40 Uhr (Wiederholung: 18.40 Uhr)

Livestream und Podcast sind unter diesem Link abrufbar

http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr2/wdr2-stichtag/

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Prof. Norbert Finzsch (em) Universität zu Köln/ Abteilung für Nordamerikanische Geschichte © CF

Wild Bill Hickok ist ein Killer, sagen die einen, der Playboy des Wilden Westens, sagen die anderen. Blonde, schulterlange Haare, weißes Hemd, bestickter Kragen, Manschetten, Hosen aus schwarzem Samt. So wird er beschrieben. Geboren in Illinois, erschossen beim Pokern in Deadwood, einer Bretterbudenstadt im Schatten der Black Hills.

Es war die Zeit, als Cowboys Kühe durch die Great Plains trieben, als der weiße Norden schwarze Sklaven versteckte und die Native Americans abschlachtete. Es war die Zeit der Goldsucher und Frontier Towns, der Städte an der Grenze zum unbesiedelten Gebiet. Dass im „unbesiedelten Gebiet“ Native Americans lebten, wurde kurzerhand unterschlagen. „Insofern ist Frontier ein ideologischer Begriff“, sagt der Historiker Norbert Finnisch.

Mit Norbert Finzsch sprach ich über den Revolvermann und die brutale Zeit, an der die Vereinigten Staaten bis heute zu tragen haben. Außerdem gibt es eine Kostprobe aus Pete Dexters Roman Deadwood, die letzte Station von Wild Bill.

Deadwood © Liebeskind
Die Abbildung zeigt Wild Bill Hickok (l), Texas Jack Omohundro und Buffalo Bill Cody © Liebeskind

Dexter, Pete: Deadwood. Roman. Ü.: Jürgen Bürger und Kathrin Bielfeldt. (Original: Deadwood 1986) Verlag Liebeskind. München 2011

Mikis Theodorakis

Komponist, Kosmopolit, Partisan, Politiker, Poet, Vater, Demokrat, Dirigent, Sänger

Im Titelbild beugt sich Stephanos Korkolis (Komponist, Pianist) über die Schulter von Mikis Theodorakis.

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© CF

Bei einem Hauskonzert in kleinem Kreis erlebte ich Mikis Theodorakis. Das ist einer dieser Momente, in denen die Geschichte den Atem anhält. Ein sehr berührender Augenblick.

In der WDR 3 Sendung „Kultur am Mittag“ (24. Mai) hatte ich die Möglichkeit, über Mikis Theodorakis zu sprechen.

Mit 92 Jahren hat sich der griechische Komponist vielleicht ein letztes Mal auf den Weg gemacht. Begleitet wurde er von seiner Tochter und dem Enkelsohn (Bild oben – im Hintergrund). Heute Abend ist Mikis Theodorakis zu Gast in der Tonhalle in Düsseldorf. Auf dem Programm steht unter anderem Das Lied der Erde, die Symphonie Nr. 2 für Kinderchor, Klavier und Orchester.

Tonhalle Düsseldorf, 20 Uhr

http://www.tonhalle.de/reihen/reihe/Supernova1/Theodorakis-3.-Symphonie/

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© CF

Grüne Hauptstadt Europas 2017

Essen – Von der Kunst des Wandels

23. Mai 2017

WDR 3, Kultur am Mittag, 12 Uhr

Fotogalerie und Podcast stehen in der WDR – Mediathek 

http://www1.wdr.de/kultur/kunst/essen-gruene-hauptstadt-essen-100.html

Die Emscher (siehe Titelbild) steht für Tod, Abwasser, Geruch nach welker Süße. Doch das soll anders werden. Abschnitt für Abschnitt wird der Fluss renaturiert. Ist das ein Grund, Grüne Hauptstadt Europas zu sein?

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Essen im Norden: „Warten auf den Fluss“ heißt das Kunstwerk auf der Emscherinsel, ein temporäres Hotel der niederländischen Künstlergruppe „Observatorium“. Wer auch auf den Fluss warten will, kann ins Hotel einchecken und eine Nacht zwischen Emsiger und Rhein-Herne-Kanal verbringen. © Katerina Katsatou

In diesem Jahr trägt Essen den Titel als achte europäische Stadt. 2010 wurde mit Stockholm Europas erste grüne Hauptstadt gekürt. Okay. Aber Essen?! Die einstige Montanhochburg?!

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Essen im Süden: Ralph Kinder steht auf einem Ökobauernhof in Schuir. Der Kommunikationswissenschaftler ist der Projektleiter der Grünen Hauptstadt Essen 2017. „Ruhrgebiet heißt für mich Yin und Yang, Schön und Hässlich. Wir verändern uns dauernd.“ © CF

Essen gilt als die grünste Stadt in NRW und die drittgrünste in der Bundesrepublik. Ich habe Essen besucht und vor allem eine lebendige Subkultur gefunden. Aktivist_innen kämpfen um weniger Autos und mehr Fahrradverkehr.

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Essen im Zentrum: Björn Ahaus und sein Sohn stehen im Planckgarten (Holsterhausen), auf dem Beet mit dem Maya-Mix, Kürbis, Mais, Bohnen. Der Sozialwissenschaftler engagiert sich in der Initiative Transition Town Essen, einer Bewegung, die an einer irischen Universität begann. Ziel ist, die Welt lebenswerter zu gestalten, nicht zuletzt durch eine Zukunft ohne fossile Brennstoff. Das Mott: Einfach. Jetzt. Machen!  © CF

Immerhin gibt es im Ruhrgebiet RS 1, den Radschnellweg, das benzinfreie Pendant zu den Autobahnen. Es gibt Gemeinschaftsgärten und die Initiative Transition Town Essen.

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Eine Gemeinschaftsgärtnerin formt die Hülle aus Ton für eine Samenbombe. © CF

Ausstellung

Grün in der Stadt Essen. Mehr als Parks und Gärten

Bis 27. August 2017

Ruhr Museum/ UNESCO-Welterbe Zollverein

Areal A [Schacht XII]/ Kohlenwäsche [A 14]

Gelsenkirchener Straße 181/ 45309 Essen

https://www.ruhrmuseum.de

 

RS3202_01_Blick auf die Zinkhütte Borbeck_1964-scr

Essen im Westen: Smog über Zinkhütte Borbeck, Essen 1964 © Ruhr Museum. Foto: Walter Moog.

Grüne Hauptstadt Essen 2017

https://www.essengreen.capital/startseite_essen_egc.de.html

Transition Town Essen

www.transitiontown-essen.dewww.transition-initiativen.de

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Holsterhausen: Besucher im Planckgarten, einem der zehn Gemeinschaftsgärten in Essen © CF

Gemeinschaftsgärten in Essen

https://gemeinschaftsgartenessen.wordpress.com

Save our seeds

http://www.saveourseeds.org

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Heidi Santo ist eine der Freiwilligen, die mit ihren Infopoints durch die Grüne Hauptstadt reisen. © CF

Warten auf den Fluss

4. Juni bis 4. September

Künstlergruppe Observatorium (NL/ Rotterdam)

http://wartenaufdenfluss.de/home/

Literatur

Emschergenossenschaft/ Regionalverband Ruhr/ Künstlergruppe Observatorium (Hrsg.): Warten auf den Fluss. Das Neue Emschertal im Wandel der Kunst. Ein Lesebuch. Klartext Verlag. Essen 2011

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Karnap, an der Emscher: Carbon Obelisk von Rita McBride, installiert 2010 anlässlich der Kulturhauptstadt Europas. Eine 14 Meter hohe Spitzsäule aus Kunststoff und Karbonfaser. © CF

Carbon Obelisk

http://www.ruhrkunstmuseen.com/public-art-ruhr/carbon-obelisk.html

Feldmann’s Grüner Markt

Schuirweg 105, 45133 Essen

http://www.feldmanns-gruener-markt.de

 

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Feldmann’s grüner Markt © CF

Auskultieren, Perkutieren, Palpieren

Hautnah

SWR 2 Matinee (Thema: Resonanz)

14. Mai 2017 ( 9 bis 12 Uhr)

Meine Reportage läuft  10 Uhr

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1816. Der französische Arzt René Théophile Hyazinthe Laënnec wollte Diskretion und Distanz zum Körper, als er das Herz einer Patientin abhörte. Kurzerhand rollte er ein Papier zum Hörrohr. Später baute er einen Holztrichter, nannte ihn Stethoskop und revolutionierte die Medizin. © CF

Das ist der Link zu meiner Miniatur bei SWR 2

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/matinee/swr2-matinee-am-14-mai-2017-rezonanz/-/id=660804/did=19241518/nid=660804/xogqr5/index.html

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Kerstin Holdt beim Auskultieren © CF

Im Körper geht es recht laut zu. Flüsse strömen, Abwasser glucksen, Türen knallen, Hohlräume tönen nach, Säulen dämpfen ab. Geübte Ohren können sehr viel hören und richtig deuten. Krankheiten lassen sich mit einfachen Methoden zumindest erkennen.

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2700 v.Chr.. Das Abtasten, die Palpation gilt als eine der ältesten diagnostischen verfahren. Bereits im antiken Ägypten lernten angehende Ärzte die Methode des Palpierend. Jahrelang übten sie die Technik in Tempelschulen. © CF

Erfahrene Mediziner_innen brauchen Hände, ein Stethoskop und vor allem ein untrügliches Gespür. Denn ein guter Ton ist nicht unbedingt ein gutes Zeichen.

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1761. In Wien erschien eine Schrift, die ihren Autoren Leopold Auenbrugger berühmt machte. Titel: Neue Erfindung mittels Beklopfen des menschlichen Brustkorbs Zeichen der Erkennung verborgener Krankheiten zu gewinnen. Jahrelang hatte der Wiener Mediziner die Brustwand abgeklopft und Schallunterschiede wahrgenommen. Aus seinen Beobachtungen entwickelte er die Perkussion. © CF

Auskultieren, Perkutieren, Palpieren, also Abhören, Abklopfen, Abtasten sind nach wie vor wichtige Diagnosemittel. Ich ließ mir die manuellen Klassiker von Kerstin Holdt zeigen, in ihrer Praxis für Heilpraktik und Osteopathie in Köln Nippes.

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Die Blutdruckmessung gilt weltweit als eine der häufigsten Untersuchungsmethoden © CF

Kerstin Holdt

Praxis für Heilpraktik und Osteopathie

Neusser Str. 265. 50733 Köln

http://naturheilpraxis-holdt.de

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Schall und Swing: Paule mit Patient_in © CF

Plakate für die Politik

WAHLWEISE

WDR 5, Scala

9. Mai 2017

14 Uhr/ Wiederholung: 21 Uhr

Der Link zum Beitrag

www.wdr5.de

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Gesehen in Köln © CF

Sie hängen an Laternenmasten, stehen auf Verkehrsinseln, an Ausfallstraßen, kleben an Mauern und Fassaden: Kleinflächenplakate, Großflächenplakate. Köpfe der Kanditat_innen, Szenen aus dem wirklichen Leben. Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Nur sieht überhaupt jemand hin?

 

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René Grohnert (Leiter des Deutschen Plakat Museums im Museum Folkwang, Essen) © CF

In der Forschung lösen Wahlplakate Kontroversen aus. Die einen sagen: Wahlplakate sind wie ein Anpfiff für den Spielebeginn, was soviel heißt wie „Der Straßenkampf ist eröffnet.“ Die andere sagen: Das Netz entscheidet. Den Beweis lieferte die USA. Plakate haben ausgedient. In den USA haben Plakate nie eine wirkliche Rolle gespielt, so René Grohnert, Leiter des Deutschen Plakat Museums.

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Die Kommunikationswissenschaftlerin Stephanie Geise und und ihr Kollege Klaus Kamps © CF

Vielleicht verändern Plakate nicht die Meinung der Wählerschaft, aber sie erheischen Aufmerksamkeit. Und sie müssen sie gut gemacht sein. Doch wann ist ein Wahlplakat gut gemacht? Wenn es schlagkräftige Botschaften vermittelt? Wenn es witzig und schrill ist, oder einfach mitten aus dem Leben gegriffen? Um Authentizität bemüht? Stephanie Geise (Uni Münster) und Klaus Kamps (Hochschule für Medien Stuttgart) erforschen die Wirkung von politischen Plakaten im urbane Raum.

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© CF

Wahlkampf ist eine gute Zeit fürs Adbusting. Nachts ziehen Kreative los und fügen Botschaften hinzu, streichen Buchstaben aus, zeichnen, kritzeln, kleben, Hitlerschnäuzer, Leninbärte, Klugscheißerbrillen. Inzwischen arbeiten die Agenturen selbst mit den Methoden des Adbustings, indem sie Aufkleber an die Ecken klatschen, mit zusätzlichen Slogans wie „Zweitstimme Die Linke“. Nützt alles nichts, sagen die Skeptiker_innen. Plakatkampagnen verpuffen. Niemals. Im Gegenteil, sie erreichen den gesamten öffentlichen Raum, nicht nur Facebook, Twitter und Co. Scala betrachtet, klebt, adbustet.

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Klaus Staeck (Plakatkünstler) © CF

„Demokratie geschieht Inder Öffentlichkeit“, sagt Klaus Staeck, der Meister des politischen Plakats.

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Adbust. Gesehen in Bonn Oberkassel © CF

Deutsches Plakatmuseum

Museum Folkwang

Museumsplatz 1

45128 Essen

https://www.museum-folkwang.de

 Klaus Staeck

http://www.staeck.de

Vom Gesang der Amseln

Unterwegs mit dem Biologen und Vogelstimmenimitator Uwe Westphal

SWR 2 Matinee

7. Mai 2017

9 Uhr

Der Link zur Eröffnungs-Reportage der SWR Matinee „Pfeifen, Zwitschern, Tirilieren“

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/matinee/swr2-matinee-am-7-mai-2017-voegel-und-menschen/-/id=660804/did=19240698/nid=660804/1s378kv/index.html

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„Jede Amsel ist eine Drossel, aber nicht jede Drossel eine Amsel. Amseln sind Schwarzdrosseln. Anders als bei anderen Drosselarten unterscheiden sich Männchen und Weibchen durch ihr Gefieder. Die Hähne tragen ein schwarzes Federkleid, die Federn der Weibchen sind bräunlich.“ Uwe Westphal © CF

Amseln bevölkern Städte. Amseln haben viele Kinder, sehr viele Kinder. Amseln brüten rund dreimal im Jahr. Viele Amseljunge erleben ihren ersten Frühling nicht. Und doch sind sie genug, um die Mehrheit der städtischen Vogelbevölkerung zu bilden. Amseln sind Sänger, große Sänger. Weniges ist angeboren, vieles ist vom Vater erlernt, einiges abgelauscht vom Verkehr, von den Menschen und ihren Smartphones. Offensichtlich hat sie die Stadt groß raus gebracht, die Amseln. Ich sitze im Publikum.

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Uwe Westphal © CF

Uwe Westphal ist Biologe, Natur- und Landschaftsführer, Fachredakteur, Buchautor und er hat eine besondere Gabe. Er ist Tierstimmenimitator. Seit 1969 beschäftigt sich Uwe Westphal intensiv mit seiner eigenen Stimme und der Lauterzeugung von heimischen Vögeln. Sein Wissen und seine Fremdsprachen vermittelt er auf Exkursionen, in Büchern und auf CD.

Mit Uwe Westphal begab ich mich nach Hamburg Marmrstorf, ins Amseleldorado.

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Ulrike Draesner © CF

Mit der Dichterin Ulrike Draesner streifte ich durch den Skulpturenpark in Wuppertal. Wir sprachen über den Subsong, einen Begriff aus der Ornithologie, der soviel bedeutet wie zweckfreies Zwitschern, Plaudern. Dem Subsong widmete sie 18 Gedichte. Ein Werk trägt den Titel Subsong des jungen Amselweibchens.

Literatur

Draesner, Ulrike: Subsong. Gedichte. Luchterhand Literaturverlag. München 2014.

Uwe Westphal

http://www.westphal-naturerleben.de

Im Halftenbrook 1

21220 Seevetal

AMPLE-Logo

Musikverlag Edition AMPLE

http://www.tierstimmen.de

Untere Bahnhofstr. 58

82110 Germering

Postfach 15 13

82102 Germering

ample@ample.de

Vogelexkursion mit Uwe Westphal. Der Stimmen-Imitator präsentiert 95 Vogelarten

Musikverlag Edition Ample. CD mit Begleitheft. ISBN 978-3-938147-05-4