Der Schatz des Priamos

31. Mai 1873

Heinrich Schliemann entdeckt das Gold von Troja

WDR 2

31.5.2018

gegen 9.40 Uhr

Der Link zum Minihörspiel

Olivia Gräser und Henning Vogt © Gräser & Vogt
Schauspiel im Studio: Henning Vogt spielt den Hobbyarchäologen Heinrich Schliemann und Olivia Gräser verkörpert Schliemanns griechische Ehefrau Sophia © Privat

Heinrich Schliemann kannte Troja aus Homers Epos Ilias und den Reiseführern seiner Zeit. In den 1860er Jahren reiste er an die Küste Westanatolien, zu den Dardanellen, die engste Stelle zwischen Asien und Europa (siehe Titel © GoogleMaps). Heinrich Schliemann nahm den blinden Rhapsoden beim Wort. 1871 rammte er zum ersten Mal den Spaten in den Hügel von Hisarlik auf der Suche nach Homers Troja. Inzwischen ist Hisarlik einer der berühmtesten Fundorto der Welt.

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Hinter der Studioscheibe: Schauspielerin Nina Lentföhr (WDR Sprecher-Ensemble) mimt  die Reiseleiterin einer Touristengruppe, die die Ausgrabungsstätte in Troja besucht © CF

Mit seinen Grabungen begründete Schliemann die vor- und frühgeschichtliche Archäologie. Am 31. Mai 1873 machte Heinrich Schliemann eine sagenhafte Entdeckung. Was genau geschehen ist, wird im StichTag erzählt. Ein Hörspiel.

Selbstbio @ Servus

Literatur

Heinrich Schliemann

Selbstbiographie. Bis zu seinem Tode vervollständigt. Servus Verlag. Hamburg 2015

Ithaka der Peloponnes und Troja. Archäologische Forschungen. Verlag Tredition. Hamburg 2012

Ithaka @ Tredition

Trojanische Alterthümer. Bericht über die Ausgrabungen in Troja. Brockhaus Verlag. Leipzig 1874

Atlas Trojanischer Alterthümer. Photographische Abbildungen zu den Berichten über die Ausgrabungen in Troja. Brockhaus Verlag. Leipzig 1874

Homer

Ilias. Aus dem Griechischen übersetzt und kommentiert von Kurt Steinmann. Nachwort von Jan Philipp Reemtsma. Mit 16 Illustrationen von Anton Christian. Manesse Verlag. München 2017

Homer Ilias © Manesse
Im Hörspiel rezitiert der Schauspieler Oliver Brod Verse aus der deutschen Übertragung von Kurt Steinmann. © Manesse

Odyssee. Aus dem Griechischen übersetzt und kommentiert von Kurt Steinmann. Nachwort von Walter Burkert. Manesse Verlag. Zürich 2007/ 2011

Sekundär

Coulmas, Danae: Schliemann und Sophia. Eine Liebesgeschichte. Piper Verlag. München/ Zürich 2001

Troia-Projekt des Instituts für Ur-und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Eberhard-Karls-Universität Tübingen/ Kunst- und Ausstellungshalle Bonn e.al. (HG): Troja. Traum und Wirklichkeit. Wais & Partner. Stuttgart 2001

Link

The American School of Classical Studies at Athens

Heinrich Schliemann Papers

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Go for Troja: Rollenstudium im Tonstudio © CF

Die Odysseia von Nikos Kazantzakis

Furchtlos & Frei

Die zweisprachige Ausgabe des modernen Epos

WDR 3 Mosaik

24. Mai 2018, 8 Uhr

Link zum Audio

Das Alter ist ein falscher Traum, der Tod ein Fantasiegebild.

ψευτόνειρό ’ναι τὰ γεράματα καὶ φαντασιά ’ναι ὁ χάρος·

Odysseia. Prolog.


Nikos Kazantzakis ist untrennbar mit der Figur seines Welterfolgs verbunden, mit Alexis Zorbas. Doch sein Lebenswerk sieht er selbst in dem Epos über Odysseas, der mit seinem antiken Vorbild kaum etwas gemein hat. Mit Anfang 40 begann Nikos Kazantzakis das Mammutprojekt, das 1500 Seiten umfasst. Der Elfenbein-Verlag wagte es, den Fels neu herauszugeben. Ihm gelang eine editorische Perle. Jetzt liegt das Epos von Nikos Kazantzakis in einer zweisprachigen Ausgabe vor. Die Übersetzung stammt aus 1970er Jahren von Gustav Conradi. Ich ließ mich von den 17silbigen Versen treiben und ich sprach mit Thanassis Lambrou.

Odyssee. Ein modernes Epos. Griechisch-Deutsch. Ü: Gustav A. Conradi. Geleitwort: Thanassis Lambrou. Elfenbein Verlag. Berlin 2017

Thanassis Lambrou © TLambrou
Thanassis Lambrou © Thanassis Lambrou

Auf der Siegertreppe

Podest für den Moment

WDR 5, Scala

11. Mai 2018

14 Uhr/ Wiederholung: 21 Uhr

Link zur WDR-Miniatur über das Siegertreppchen

Formation A © CF
Üben fürs Siegerpodest: Die A-Formation der „Swinging Sisters“ will hoch hinaus, bei den Meisterschaften im gleichgeschlechtlichen Paartanz. Die Turniertänzerin Claudia Reger ( im Titelbild) studiert die Tänze ein. © CF

Der 63. Eurovision Song Contest geht ins Finale. Austragungsort ist die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Ein europäischer Sänger-Wettstreit, der in einer langen Tradition steht. Schon in der Antike und später in der Renaissance traten Dichter und Sänger gegeneinander an. And the winner is…….. Die Besten schaffen es auf das Siegertreppchen, übrigens eine Erfindung aus den 1930er Jahren. Eine Bühne für den großen Moment.

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„In der Antike gab es keine Siegertreppen.“ Stephan Wassong ist Leiter des Instituts für Sportgeschichte und Direktor des Zentrums für Olympische Studien an der Deutschen Sporthochschule Köln. © CF

Eurovision Song Contest

63. Eurovision Song Contest

Finale: 12. Mai 2018, 21 Uhr

Gay Games 2018 in Paris

4. bis 12. August 2018

10. Gay Games in Paris

Internationale offene Deutsche Meisterschaften für Frauen- und Männerpaare in den Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen

19. und 20. Mai 2018

14. Deutsche Meisterschaften Equality Dance

TIC Rot-Gold Köln e.V.

Claudia Reger © CF
„Ich will auf dem Treppchen stehen.“ Claudia Reger ist ein Star des gleichgeschlechtlichen Paartanzes. Bei den Gay Games in Sydney 2002 holte sie ihre drei Lieblingsgoldmedaillen (s. Titelbild). Jetzt tritt sie erneut an. © CF

Von Schneekugeln

Josef Kardinal 04 © CFDie Parallelwelt der Traumblasen

SWR 2 Matinee zum Thema Blasen

6. Mai 2018

9 bis 12 Uhr

SWR 2

Meine Miniatur kugelt durch den Schluss der Sendung, nach 11.30 Uhr

Der Link zu den Schneekugeln

Josef Kardinal 07 © CF
Schöner Schein: Glitzer im Parfüm © CF

Schneekugeln sind IN; und kein Ende ist in Sicht. Wie Seifenblasen schweben sie still in die Souvenirhochburgen ein und bleiben. Das Prinzip ist klar. Kugel schütteln und rieseln lassen, was auch immer: Kunststoff, Gold, Glitzer. Und dann die Welt durch eine Blase betrachten.

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Schöner Stein: Amethyst in einer Essenz, die die Hersteller geheim halten © CF

Wem das Analoge gar zuwider ist, geht in den Appstore, wählt ein Motiv und lädt sich eine Schneekugel-App herunter. Einfach Handy schütteln, in den Bildschirm glotzen und zugucken,  wie die Pixel.

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Stolzes Alter: Die älteste Schneekugel in der Sammlung von Josef Kardinal aus den 1890ern © CF

Die erste Schneekugel stand in der Weltausstellung in Paris, 1878. In der Glaskugel war ein Mann mit aufgespanntem Regenschirm zu sehen, auf den es Reis regnete.

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Großer Ton: Die Elbphilharmonie in Hamburg © CF

Heute gibt es in Deutschland noch zwei Firmen, die Schneekugeln herstellen. Trotz Massenware ist ihre Produktion Handarbeit.

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Im Dialog: Sammler Josef Kardinal und Papst Franziskus (li.) © CF

Sind Schneekugeln nun Kitsch oder Kunst? Im Filmklassiker Citizien Kane steht die Schüttelblase für die verlorene Kindheit. Im Computerspiel Fallout wiederum sind Schneekugeln begehrte Sammlergegenstände.

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Schrille Bühne: Elvis Presley und Richard Nixon, Marilyn Monroe, Michael Jackson, Ozzy Osbourne © CF

Seit jeher sind Schneekugeln beliebte Sammelobjekte. Ein berühmter Sammler war der Philosoph Walter Benjamin.

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Starkes Rennen: Josef Kardinal hält mit „Cars“ eine limitierte Disney-Kugel in der Hand. Seine Sammlung zählt fast 10 000 Schneekugeln. Ein winziger Bruchteil ist auf den Fotos zu sehen. © CF

Die größte Sammlung der Welt befindet sich in Nürnberg. Josef Kardinal hütet in zwei Kellerräumen einen wahren Schatz an Kitsch und Kunst. Ich besuchte die Wunderkammer und sehe seither nur noch Kugeln.

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Am Hals: Hohenzollernbrücke und Kölner Dom stecken in der Kugel. Der Karnevalsorden (2014) der Großen Karnevalsgesellschaft Greesberger e.V. Köln von 1852 © CF

Sammler

Josef Kardinal

www.schneekugel-sammlung.de

Josef Kardinal 01 © CF
Schwerer Atem: Darth Vader in der heilen, runden Welt. „Es gibt nichts, was es nicht in der Kugel gibt“, sagt Josef Kardinal  CF

Hersteller

Walter & Prediger

Kaufbeuren-Neugablonz

http://www.walter-prediger.com

Josef Kardinal 06 © CF
Heile Welt: Schneekugeln sind niedlich, klein, harmlos…. meistens © CF

Stephan Koziol und Thorsten Muntermann

Traumkugel-Manufaktur in Erbach

http://schneekugel.de

Josef Kardinal 12 © CF
Unter Glas: Stephansdom und Prater-Rad sind aus dem Hause eines Klassikers. In den 1870er Jahren erfand der Chirurgieinstrumentenmechaniker Erwin Perzi die Schneekugel neu. Inzwischen produziert die dritte Generation Schüttelgläser mit Miniaturen im Fluidum nach geheimer Rezeptur. © CF

Erwin Perzy

Original Wiener Schneekugel Manufaktur

www.viennasnowglobe.at

Literatur

Perzy, Erwin (Hg.): Die Geschichte der Wiener Schneekugel.

Josef Kardinal 14 © KAT
Im Traum: Josef Kardinal? In einem „Dreibein“?………. (Die drei Füße sind typische für Schneekugeln aus der DDR) © Katerina Katsatou
Josef Kardinal 15 © KAT
© CF