Fotos über Hippies und Black Panthers

Flower Power und Black Power in Schwarz Weiß 

Ausstellung mit 50 Werken des Künstler_innenpaares Ruth-Marion Baruch und Pickel Jones

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Barbara Engelbach: Kuratorin der Fotoausstellung Black Power – Flower Power © CF

Besprechung bei Scala auf WDR 5

2. Februar 2018

14 Uhr/ 21 Uhr: Wiederholung

Gespräch über die Ausstellung

Ruth-Marion Baruch und Pirkle Jones zeigen mit ihren Fotos den Inner Circle der Gegenbewegungen in den USA, Hippies und die Black Panther Party. Sie besuchten die Urzelle der Flower Power im Stadtteil Haight-Ashbury in San Francisco und sie waren bei einer Demonstration im nordkalifornischen Oakland, dem Gründungsort der Black Panther Partei zur Selbstverteidigung der African Americans. Die Fotos sind Poesie ohne Pathos, sie zeigen individuelle Gesichter zweier Bewegungen, die die USA erschütterten und nachhaltig prägten. Scala-Moderatorin Stefanie Junker sprach mit mir über die Ausstellung.

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Ein Foto von Pirkle Jones: Kathleen Cleaver, die Pressesprecherin der Plack Panther Partei, bei der Kundgebung Free Huey in Oakland. Aus der Kundgebung wurde eine Massenbewegung © CF

Black Power – Flower Power

Fotografien von Pirkle Jones und Ruth-Marion Baruch

3.2. bis 3.6. 2018

Museum Ludwig Köln/ Fotoraum

Heinrich-Böll-Platz

50667 Köln

http://www.museum-ludwig.de

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Ein Foto von Ruth-Marion Baruch: Jesus verkauft die Untergrundzeitschrift Oracle, das Organ des Summer of Love, mit Texten von Beat Poeten und LSD Gurus wie Allen Ginsbergh, Ken Kesey, Timothy Leary © CF

 

 

 

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Digital und mündig

Bonuspunkte gegen Identität

WDR 3, Kultur am Sonntag

28. Januar 2018

12 Uhr

Aleksandra Sowa © CF
Aleksandra Sowa ( Informatikerin, Robotik-Forscherin, Volkswirtin)
schrieb ein Buch über Digital Politics. So verändert das Netz die Demokratie © CF

Digitale Mündigkeit ist Sache der Demokratie, der Politik und der Einzelnen. Wenn wir wissen, was mit unseren Daten geschieht, können wir uns getrost in die Abhängigkeiten smarter Automationen begeben. Ich sprach mit der Informatikerin Alexandra Sowa und dem Drohnenpiloten Oliver Reindl (s. Titelbild) Eine Miniatur. 

Alexa © CF
Alexa, die Dame im Kleinen Schwarzen, ist sehr hellhörig © CF

 

Sandwichkinder

Ich bin die saftige Mitte

SWR 2 Matinee – Die Mitte (9 bis 12 Uhr)

28. Januar 2018

Mein Stück läuft nach 11 Uhr

Das ist der Link kommt Ihr zum Podcast

Miniatur über Sandwichkinder

Bill Gates, Prinzessin Diana, Donald Trump, Mark Zuckerberg, Madonna: Sie haben eins gemeinsam. Sie sind Sandwichkinder.

Aber wer sind Sandwichkinder? Weder Forschung noch die Zweitgeborenen geben eindeutige Antworten. Vielleicht, weil die Rollenzuschreibungen überholt sind, weil Identität nicht mehr als fixe Größe gilt. Seit das Ich nicht mehr Herr im eigenen Hause ist, gibt es keine universellen Charaktere mehr, keine goldene Mitte. Etwa auch keine Sandwichkinder!? Ich sprach mit Rosmarie Seidel, Mutter von drei Söhnen und dem Sandwichkind Andrea Manca (s. Titelbild).

Literatur

Blair, Linda: Großer Bruder, kleine Schwester. Wie unsere Position in der Familie unseren Charakter prägt. Goldmann Verlag. München 2012

Rosmarie Seidel und Söhne © Picture People
Die Gestalttherapeutin Rosmarie Seidel mit ihren drei Söhnen – Auf der Lehne sitzt Sandwichkind Jan (re.) © Picture People

 

Demokratische Digitale Republik

Smart World – Maschinen und andere Menschen

Oliver Reindl (IT-Experte und Drohnenpilot) © CF
Oliver Reindl (IT-Experte/ Drohnenpilot) © CF

WDR 5 Scala

17. Januar 2018

14 Uhr (Wiederholung: 21 Uhr)

Das ist der Link zum Audio

Audio über Digital Politics

Das ist der Link zur Fotogalerie im WDR Internet

Fotos zum Feature über Digitale Politik

Kaum ein Handy erlaubt, das Akku zu entfernen. Kaum ein Internetformular lässt sich abschicken, ohne dass irgendwelche Captchas, winzige Webtests, dazwischen funken und gelöst werden wollen. Sowas wie Ich bin kein Roboter. Nein! Habe ich doch schon so oft abgehakt! Ja, aber Algorithmen lernen nun mal langsamer. Was hat das mit Captchas zu tun? Viel, sehr viel.

Aleksandra Sowa (Volkswirtin Robotikforscherin) © CF
Aleksandra Sowa (Volkswirtin, Roboter- und IT-Spezialistin, Autorin von Digital Politics) © CF

Über neue Technologien schrieb Aleksandra Sowa ein Buch. Digital Politics erklärt Zusammenhänge zwischen Offline und Online, zwischen lernenden Algorithmen und gesammelten Daten, beschreibt Wege aus der digitalen Unmündigkeit. Ein Weg ist eine klare Rechtssprechung.

Schminke gegen Gesichtserkennung © CF
Bemalung gegen Überwachung. Ein russischer IT-Experte entwickelte einen Schmink-Algorithmus gegen Gesichtserkennung. © CF

Ein anderer Weg ist das berühmte Do it yourself. Computer beherzt aufschrauben und selbst reparieren. Handys mit herausnehmbaren Akku kaufen, nach dem Verbleib von Daten fragen.

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Auf Augenhöhe: Ich fotografiere die Drohne, die Drohne fotografiert mich. Oliver Reindl gab ihr den Steuerbefehl, der sie auch noch in sieben Kilometern erreichen würde. Die  Drohnenverordnung erlaubt Flüge in Sichtweite. © Drohne

Aleksandra Sowa rät gegen Angst, aber zu einer gehörigen Portion Skepsis und den Genuss der kognitiven Computer. Die sind schnell und unbestechlich.

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© Drohne

Literatur

Sowa, Aleksandra: Digital Politics. So verändert das Netz die Demokratie. 10 Wege aus der digitalen Unmündigkeit. Dietz Verlag. Bonn 2017

Lem, Stanisław: Summa technologiae. (Ü: Friedrich Griese) Suhrkamp Verlag. Frankfurt am Main 1976/ eBook Suhrkamp Verlag. Berlin 2013

Aleksandra Sowa (Autorin von Digital Politics) © CF
Aleksandra Sowa © CF

Internationale Einrichtungsmesse in Köln

Wohnen fürs Gemüt

WDR 3 Kultur am Mittag

15. Januar 2018

Live-Gespräch über die Internationale Möbelmesse in Köln

Naturdesign © CF
Upcycling betreibt die Manufaktur Nature Design (Italien). Aus 200 Jahre alten Scheunentoren entstehen Tische, Kommoden, Regale. Das Ulmenholz wird mit Lavastein und Eisen kombiniert. © CF 

In den Messehallen in Köln Deutz zeigen Hersteller_innen ihre Neuheiten für Inneneinrichtungen, unter dem Slogan Discover Interior Ideas.

Das Haus_Lucie Koldova
Light Level nennt die tschechische Designerin Lucie Koldova ihr Haus, eine Installation aus Glas, Symbolen und Rot auf einem sternförmigen Grundriss. © CF

Ein Schwerpunkt ist die Bühne in der Messehalle 3.2. Das Haus – Interiors on stage gestaltet jedes Jahr ausgewählte Designer_innen. In diesem Jahr ist Lucie Koldova the Guest of Honor. Wie wohnen wir und wie werden wir wohnen?

Balkongrill Bruce © CF
Party in der Mikrowohnung: Balkongrill Bruce von Henrik Johannes Drecker. © CF

Holz ist IN (s. Wooden Carpet von Elisa Strozyk im Titelbild). Runde Formen liegen im Trend.

Alex Finatzer Taxtho © CF
Alex Finatzer sitzt auf dem Patent des Unternehmens seiner Familie. Die Firma Taxtho aus Bozen bietet eine ganz eigene Variante der „Do it Yourself“-Bewegung. Die Manufaktur fertigt Holzstreben, Stuhlbeine und Armlehnen. Die Besitzer_innen vollenden die Sitzmöbel ohne Leim, Schrauben oder Nägel. © CF

Teppichböden zeugen von neuer Gemütlichkeit bzw. Hugge, das ist Dänisch und heißt soviel wie Kunst der Innigkeit bzw. Freude an der Gegenwart beruhigender Dinge.

Internationale Einrichtungsmesse in Köln

Discover Interior Ideas

15. bis 22.1. 2018

http://www.imm-cologne.de

Mushrooms Arnout Visser © CF
Big Mushrooms: Der niederländische Designer Arnout Visser entwirft leuchtende Pilze. Glasbläser setzen die Entwürfe um. Für den Prozess stehen sie auf Balkonen und lassen die zwei Meter hohen Pilze gen Boden schießen. © CF

80. Todestag des Malers Christian Rohlfs

ZeitZeichen vom 8. Januar 2018

WDR 5: 9.45 Uhr/ WDR 3: 17.45 Uhr

Der Link zum Portrait

ZeitZeichen über Christian Rohlfs

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An der Fassade: Gedenktafel am Karl Ernst Osthaus Museum, dem einstigen Folkwangmuseum © CF

„Seine Malerei ist Musik der Farben.“ Karl Ernst Osthaus (1905)

Er war Maler, Grafiker, Textilgestalter: Christian Rohlfs. Er war ein Flaneur, der durch durch sämtliche Kunststile streifte, ein Begleiter der Klassischen Moderne. An der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar durchlief Christian Rohlfs eine lange Studienzeit. In Hagen erlebte er den Zenit seines Schaffens. Visionäre Stadtlandschaften, Natur- und Blumenbilder prägen das Spätwerk des Künstlers.

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Im Depot: Hof in Losone (1927 l.) und Mohnblumen (1929

Christian Rohlfs liebte das Experiment. Auf Holzdeckeln von Zigarrenkisten schuf er Holzschnitte. Blumen entwarf er mit Tempera auf Papier und Leinwand. Ein Farb- und Formenmagier, den eine Verletzung in früher Jugend zum Zeichnen brachte. Sein Arzt förderte den Sohn eines Torfstechers und einer Kramladenbesitzerin.

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In der Graphischen Sammlung: Als Kustodin des Christian Rohlfs-Archivs ist Birgit Schulte bestens vertraut mit dem reichen Œuvre des Künstlers. © CF

Mit fast 50 lernte Christian Rohlfs Karl Ernst Osthaus kennen. Osthaus war Kunstmäzen, Sammler und Museumsleiter. In Hagen gründete er das heute in Essen ansässige Folkwang Museum, einem damals revolutionären Museumsbau mit Jugendstileinrichtung und zeitgenössischen Ausstellungen. In einer Wohnung unterm Dach lebte und arbeitete Christian Rohlfs.

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Auf dem Dachboden: In diesem Sessel sitzend starb Christian Rohlfs mit 89 Jahren. Ein offenbar geliebtes Möbelstück, das heute im Hohenhof aufbewahrt wird. © CF

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sein Œuvre als entartet diffamiert. Im Januar 1938, ein Jahr, nachdem er Ausstellungsverbot erhalten hatte, starb Christian Rohlfs in seinem Atelier in Hagen.

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Blick auf die Terrasse: Birgit Schulte steht im Empfangszimmer des Hohenhofes. Der Hohenhof war mehr als die Villa der Familie Osthaus. Das Jugendstilensemble wurde zum Schauplatz einer Reformbewegung aus Architektur, bildender und angewandter Kunst, die als Hagener Impuls in die Geschichte einging. Als Freund der Familie war Christian Rohlfs in diesem Haus zu Gast. © CF

Birgit Schulte, Kunsthistorikerin und stellvertretende Direktorin des Karl Ernst Osthaus-Museums, befasst sich seit vielen Jahren mit Leben und Werk des Malers Christian Rohlfs. Sie besuchte mit mir die Stätten seines Wirkens in Hagen.

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Letzter Weg: Das Krematorium mit seinen Kreis-Quadrat-Fenstern in Hagen Delstern, erbaut von dem Architekten Peter Behrens, gilt bis heute als wegweisend. © CF

Literatur

Schulte, Birgit: Christian Rohlfs. Musik der Farben. Neuer Folkwang Verlag Hagen. Hagen 2009

Schulte, Birgit (Hg.): Werke der klassischen Moderne aus dem Karl Ernst Osthaus Museum Hagen. Neuer Folkwang Verlag Hagen. Hagen 2006

Christian Rohlfs-Archiv

c/o Osthaus Museum Hagen

Museumsplatz 3

58095 Hagen

Karl Ernst Osthaus Museum Hagen

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Vor dem Hohenhof © CF

Hohenhof

Das Museum des Hagener Impulses

Stirnband 10

58093 Hagen-Eppenhausen

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Ehrengrab für den Ehrenbürger Christian Rohlfs. © CF

Grabmal des Künstlers Christian Rohlfs

Abguss der Plastik Der lehrende Christus (1931)

Friedhof Hagen-Delstern

Am Berghang 30

58093 Hagen

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Der lehrende Christus von Ernst Barlach. Der Bildhauer nannte den Maler einen Altehrwürdigen © CF

Europäisches Kulturerbejahr 2018

Wahren ∧∨ Wandeln

WDR 5 Scala

2. Januar 2018

14 Uhr (21 Uhr: Wiederholung)

Der Link zur Fotogalerie, die mein Feature über Kultur und ihr Erbe begleitet

Feature über die Erbstücke von Kultur

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Kernkraftwerk Würgassen an der Weser (Kreis Höxter) © CF

Angenommen, wir schreiben das Jahr 2118. Eine Touristin aktiviert das Navigationssystem auf ihrer Netzhaut, folgt dem schnellsten Weg zur nächst gelegenen Sehenswürdigkeit, studiert das POP-UP. Kernkraftwerk Würgassen (s.Titelbild). 1994 stillgelegt. Grund: Haarrisse im Kernmantel am Reaktorkern. Rückbau bis 2014. Das 60 Meter hohe Kraftwerksgebäude bleibt stehen, dient als Zwischenlager für mittelschwache Abfälle. Ein weiteres POP-UP erklärt, dass über Atommeiler als Kulturdenkmäler erbitterte Diskussionen liefen, im Europäischen Kultur-Erbe-Jahr 2018. Vor Ort geben Digital Graffiti Einblick in die umstrittenen Energiebauten; ein Besuch in Ibbenbüren wird empfohlen, in dem das tiefste Steinkohlebergwerk der Welt stand und das im Dezember 2018 die letzte Schicht fuhr.

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Lost Place: Ein verlassenes Herrenhaus am Niederrhein © CF

2118 ist Europa eine transnationale Republik, in der Eventzentren klassische Wissenshorte retten wie Bibliotheken und Museen.

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Register der Barockorgel Borgentreich © CF

2018 leistet sich Europa zumindest ein transnationales Projekt: das Europäische Kulturerbejahr. An vielen europäischen Orten wird über das gemeinsame Erbe diskutiert: Fluchtwege, Lost Places, Handschriften, Erinnerungsorte. Was heißt kulturelles Erbe und was ist wert, erhalten zu bleiben? Im Dezember 2017 zum Beispiel erklärte die UNESCO Orgelbau und Orgelspiel zum Weltkulturerbe.

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Ute Schneider (Professorin für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Duisburg Essen) © CF

Ute Schneider, kommissarische Leiterin des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen, hat eine ambivalente Haltung zur Frage des Kulturerbes. „Wir dürfen nicht nur die Vergangenheit im Blick haben, sondern wir müssen auch Zukunftsperspektiven entwickeln.“

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Jörg Kraemer an der Barockorgel in Borgentreich © CF

CD

Die historische Barockorgel in St. Johannes Baptist Borgentreich

Erstaufnahmen nach der Orgelrestaurierung

Jörg Kraemer (Orgel)

Organum Classics. Öhringen 2014

Prospekt

Katholische Kirchengemeinde (Hg.): Barockorgel Borgentreich. Ein Instrument wahrhaft europäischen Klanges. Von 1600 bis 2011. Borgentreich 2012

Katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist

www.barockorgel-borgentreich.de

Orgelmuseum
Museumsleitung: Jörg Kraemer

Marktstraße 6. 34434 Borgentreich
erstes Orgelmuseum der Bundesrepublik

Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Kommissarische Leitung: Prof. Ute Schneider

Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Europäisches Kulturerbejahr 2018

Europäisches Kulturerbejahr 2018