Peloponnes – ein Roadmovie

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Katerina Katsatou rezitiert Homer im Theater der antiken Stadt von Messini © CF

ALTES LAND & JUNGE IDEEN

Kreative Kulturen gegen die Krise

WDR 5 Neugier Genügt

10.11. 2018, nach 10 Uhr

WDR 5 – Fotostrecke zum Reisefeature

Link zum Peloponnes-Reisefeature

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Baum auf dem Grundstück von Silver Leaf (Skala, Lakonien)

Seit Beginn der Krise verließen rund eine halbe Million Menschen Griechenland. Die meisten sind zwischen 20 und 40. Wir brachen auf, auf der Suche nach denen, die bleiben, fuhren in den Süden der Peloponnes, zum  westlichen der drei Finger, der ins Ionische Meer ragt.

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Pylos (Messenien) © CF

The Feature is a hommage to all creative people, who have visions and the guts, not to go secure ways, to take a risk and have dreams. We found such people in Greece, on the Peloponnes. We went to the south, vistied Methony, Gialova, Skala. We met the interior architect and hotelowner Angeliki Lappa, the Landlord of the Taverne Elia Rea Sissimopoulou, the Sociologist and farmer Sheila Darmos.

Venezianische Burg in der Hafenstadt Methoni (Messenien) am Inoischen Meer © CF
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Angeliki Lappa im Hotel Achilles in Methoni (Messenien) © CF

Weiter im Süden, im Schatten einer mächtigen venezianischen Burg in Methoni betreibt die junge Innenarchitektin Angeliki Lappa zusammen mit ihrem Mann ein kleines Hotel.

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Angeliki Lappa gab dem Hotel Achilles einen Anstrich in den Farben der Natur und ließ eine Rampe für Menschen mit Behinderung bauen  © CF

Aus Athen kehrte die Innenarchitektin in der Gegend ihrer Kindheit zurück; ein mutiger Schritt, den sie nicht bereut.

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Angeliki Lappa auf der Terrasse des Hotels in Methoni © CF

Ein paar Kilometer nördlich, an den Ufern der Navarino Bucht betreibt Rea Sissimopoulou die Taverne Elia. Eine Athenerin, die in Athen Tourismus studierte und der Arbeit wegen nach Gialova zog.

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Rea Sissimopoulou in Taverne Elia in Gialova © CF
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Sheila Darmos im Olivenbaum. Ihr Traum sind viele Baumhäuser  © CF

Sie verließ den Ort ihrer Kindheit, eine kleine Stadt in der Nähe von Karlsruhe. Sheila Darmos, Tochter eines griechischen Vaters und einer deutschen Mutter, übernahm Silver Leaf, die kleine Farm ihres Vaters in Lakonien, eine der ersten Biofarm in Griechenland.

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Silver Leaf, die familienbetriebene Ölmanufaktur auf dem verwunschenen Grundstück in einem kleinen Ort bei Skala. © CF
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Sheila Darmos betreibt Natural Farming auf ihrem Grundstück in dem kleinen Dorf namens Asprogeia – Weiße Erde © CF

Zwischen Felsen, Weite und Meer wird Nachhaltigkeit gelebt. Gleichgesinnte aus der ganzen Welt kommen zu Silver Leaf.

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Auf dem Hof von Silver Leaf und dem Souther Light Project. © CF

Im Southern Light Project bauen sie gemeinsam an einer Vision vom guten Leben, mit Permakultur, Ökoanbau und selbst gebauten Solaranlagen.

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© CF

ADRESSEN UND LINKS DER STATIONEN

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Hotel Achilles

Hotel in Methoni (Messenien)

Mitinhaberin: Angeliki Lappa

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Tina’s House © CF

Inhaberin: Konstantina (Mutter von Angeliki Lappa)

National Road Kalamata. Pylos (Messenien)

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Taverne Elia

Restaurant in Gialova, Pylos (Messenien)

Inhaberin: Rea Sissimopoulou

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Palast des Nestor. Ruine eines mykenischen Landsitzes aus der dem 14. Jahrhundert vor Christus mit Blick auf die Navarino-Bucht © CF

Ano Englianos von Messenien

Palast des Nestors

Ethniki Odos Kiparissias Pilou

Nestor 246 00

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Gythio (Lakonien, Ost-Mani) © CF
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Lost Places am Hafen von Gythio © CF
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© CF
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© Klassizistische Häuser an den Ausläufern des Taygetos-Gebirges © CF

Silver Leaf und Southern Light Project bei Skala (Lakonien)

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Silver Leaf

Inhaberin: Sheila Darmos

Skala (Lakonien)

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Silver Leaf mit Blick Richtung Lakonischen Golf © CF
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© CF
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Papier – Objekt und Medium

Seiten mit Sinn

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Pop Up Papier. Feine Dinge aus und auf Papier heißt der Laden, den Nicola von Velsen in den Räumen der Manufaktur des Buchbinders und Prägers Dirk Jachimsky unterhält. Blumenvasen aus Papier gehören zu den Fundstücken, die die Lektoren und Buchautorin präsentiert. © CF

WDR 5, Scala Schwerpunkt

10. September, 14 Uhr, (21 Uhr: Wiederholung)

Link zum Audio meines Features über Papier

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Wenn Papier Blüten treibt: Nicola von Velsen hängt selbst gefertigte Blumen in ihren Papierladen Pop Up Papier. Auch die Girlanden aus den Fasern von Maulbeerbäumen (s. Titelbild) zieren eines der Schaufenster. © CF

Papier ist ein Medium, ist Träger von Informationen, Gefühlen, Literatur. Vom kostbaren Gut wandelte es sich zur Massenware. Seine Herstellung war ein Handwerk, später eine Industrie. eReader und Touchscreens sind die Medien der Zeit, Papier wiederum der Baustoff der Zukunft.

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Nachbarn: Das neue Papiermuseum Düren und der Kubus an der Rückseite des Leopold-Hösch-Museums © CF

Papier liegt eine Jahrtausende alte Kulturtechnik zugrunde, die die Menschheit revolutioniert hat.

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Schweres Gerät für zarte Bögen: Die 500 Kilo schwere Papierpresse wird gerade auf die Wertschöpfungsinsel montiert. In diesem Raum werden künftig die Gäste selbst Papier herstellen. © CF

Um Papier dreht sich auch eine Neuerscheinung aus dem Prestel Verlag. Titel: Papier. Material, Medium und Faszination. Mitherausgeberin ist Nicola von Velsen, Lektorin und Inhaberin des Papierladen POP UP Papier. Feine Dinge aus und auf Papier.

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Offenlegung: Die Macher_innen des Papierbuches verzichten auf einen Buchrücken und geben den Blick auf die Fadenheftung frei. © CF

Das Papier-Buch ist ein buchbinderisches Kleinod. Fadenheftung, edler Pappeinband, unterschiedliche Papiersorten, ein Füllhorn an Informationen, Bildern, Farben, Typographien und Randnotizen.

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Das Papiermuseum. Der Um- und Neubau entstand nach den Entwürfen des Architekten Klaus Hollenbeck. © CF

Der Neubau des Papiermuseums in Düren wirkt wie ein gefaltetes Objekt in Weiß, eine Art Origami.

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Eine schmale, schwarze Fuge umläuft das weiß verputzte Museum. Ein architektonisches Detail, das den Eindruck erwecken soll, als ließe sich die Skulptur einfach wegpusten. © CF

Im Schatten des Leopold-Hoesch-Museums schuf der Kölner Architekt Klaus Hollenbeck eine Bühne für die Stars des Papiermuseums in Düren. Dürener Papier trägt Texte wie das Grundgesetz oder die Urkunde zur Deutschen Einheit. Doch ist Papier noch tragbar? Eine Frage, die unter anderem im Papiermuseum Düren diskutiert wird.

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Der Architekt Klaus Hollenbeck steht vor der Fassade. Das erhabene Muster ist ein Zitat auf die Wasserzeichen in Büttenpapieren. © CF

Ist Papier endgültig reif fürs Museum? Ja und nein. Jedes Blatt hat mehr als zwei Seiten. Ein Feature zum Blättern.

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Schräge Linien, klarer Blick: Die Paperwork-Lounge im Papiermuseum in Düren © CF

Adressen

Papiermuseum Düren

Wallstr. 2-8. 52349 Düren

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© CF

Pop Up Papier. Feine Dinge auf und aus Papier

Inhaberin: Nicola von Velsen

(in den Räumlichkeiten der Buchbinderei und Prägerei Edmund Schäfer

Inhaber: Dirk Jachimsky)

Maastrichter Str. 24. 50672 Köln

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Montage der Bibliothek im Papiermuseum Düren © CF

Buch

Holt, Neil/ Velsen von, Nicola (Hg.): Papier. Material, Medium und Faszinosum. Prestel Verlag. München London New York 2018

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© CF

Labyrinth im MARTa Herford

Einfach mal verloren gehen

WDR 5, Scala

25. Juni 2018

gegen 21.20 Uhr

Der Link zum Audio über Labyrinthe

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Der chinesische Konzeptkünstler Song Dong in dem Skelett seines Kunstwerks Everywhere © CF

Das MARTa Herford ist ein Labyrinth.

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Das Zeltinnere des Kunstwerks Everywhere, verwandelt sich in ein Spiegelkabinett © CF

Sechs begehbare Großinstallationen wie Everywhere, Nieteum, Secret Passage (s. Titelbild) zitieren die uralte Denkfigur auf eigenwillige Weise.

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Song Dong sitzt vor Fenstern für Everywhere. Die Fenster hingen einst in den Hutongs, den traditionellen Häusern Pekings. Unzählige dieser steinernen Wohnanlagen landen unter der Abrissbirne. © CF

Everywhere spielt mit Illusion und Wirklichkeit, mit den Grenzen des Außen und dem Schein innerer Freiheit. Von der Zeltkrone unterm Lichtschacht (s. Titelbild) hängen 900 Lampen, die das Innere beleuchten und von den Spiegeln tausendfach reflektiert werden. © CF

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MARTa (M wie Museum, ART wie Kunst, a wie ambiente & architektur) Herford (Entwurf: Frank Gehry) © CF

Seit 5000 Jahren treibt es die Menschen auf den gewundenen Pfad, der auf Umwegen in die Mitte führt, oder in die Irre. Auch im Herforder Frank Gehry-Bau werden die Gäste auf einen abenteuerlichen Parcours geschickt.

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Im Entstehen: Das Nieteum von Christian Odzuck. Eine Gerüstplane trennt die Sudeltherme von Clapsmule und Kaiser. © CF

Im Nieteum zum Beispiel schlendern die Gäste durch drei Räume, die mysteriöse Namen tragen: Sudeltherme, Clapsmule, Kaiser. Der Titel ist eine Anspielung auf historische Orte, Nietleben und Danteum.

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Christian Odzuck mit seiner Assistentin Kanade Hamawaki © CF

Das Danteum ist ein monumentaler, nie realisierter Entwurf des italienischen Architekten Guiseppe Terragni, eine monumentale Inszenierung für Dante und dessen selbst ernannten Erben Benito Mussolini. Das Danteum existiert nur auf Skizzen und Aquarellen, anders als das Nieteum.Nietleben wiederum kleinen Ort westlich von Halle an der Saale. 1844 entstand hier eine Nervenheilanstalt. Sie galt als fortschrittlich. 90 Jahre später wurde sie geschlossen, die restlichen Patienten wurden ausgelagert und starben durch die nationalsozialistische Euthanasie. Heute existieren von der Anlage noch ein paar Patientenvillen und die Anstaltskirche. Vielleicht ist meine Assoziation auch nur ein Irrweg, eine Sackgasse.

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Christian Odzuck und Kanade Hamawake stehen auf dem Schutt-Pfad des Labyrinths © CF

Wozu die ganzen Um- und Abwege? Um nichts weiter als verloren zu gehen.

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Die Matrix, eine zeitgenössische Variante des Labyrinths, entworfen von dem Computerkünstler Peter Kohler © CF

Für mein Feature besuchte ich das MARTa Herford zur Zeit des Aufbaus der Installationen. Eine Großbaustelle.

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Die Kuratorinnen Eva Wolpers (v.li), Friederike Fast, Ann Kristin Kreisel © CF

Ausstellung

Willkommen im Labyrinth. Künstlerische Irreführungen

23. Juni bis 23. September

MARTa Herford

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Der Museumsdirektor Roland Nachtigäller © CF

Katalog

Franziska Brückmann, Friederike Fast, Ann Kristin Kreisel, Roland Nachtigäller, Eva Wolpers (Redaktion): Willkommen im Labyrinth. Künstlerische Irreführungen. Marta Herford 2018

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Everywhere © CF

Literatur

Kern, Hermann: Labyrinthe – Erscheinungsformen und Deutungen 5000 Jahre Gegenwart eines Urbilds. Prestel Verlag. München 1982

Marta Herford

Museum für Kunst, Architektur, Design

Goebenstraße 2–10, 32052 Herford

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© CF

Die Rose „des kleinen Prinzen“

Vier Dornen

Am 6. April 1943 erschien „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint Exupéry

6. April 2018

WDR 5 Neugier Genügt

nach 10 Uhr

Vier Dornen – Der Link zum Audio

Jean-Marc Probst zwischen 4700 Kleinen Prinzen © Jean-Marc Probst_
Mit 4700 Kleinen Prinzen besitzt der Schweizer Maschinenbauingenieur Jean-Marc Probst die größte Sammlung weltweit. Jean-Marc Probst, avec sa collection personnelle de livres de la „Petit Prince“. Photographié dans sa maison avec une chambre juste pour la grande collection. Photo © Darrin Vanselow for the L’illustre

Als das Buch in New York erschien, war in Europa war Krieg. Eine Luxusausgabe der Erzählung verstaute der fliegende Autor Antoine de Saint-Exupéry in sein Reisegepäck und fuhr mit einem amerikanischen Militärschiff nach Algier. Seit Juni 1943 gehörte der französische Spross einer aristokratischen Familie dem Aufklärungsgeschwader 2/ 33 an, das unter amerikanischem Oberbefehl stand. Am 31. Juli 1944 begab sich der Pilot auf einen weiteren Aufklärungsflug Richtung Grenoble, Chambéry und Lyon. Von diesem Flug kehrte Antoine de Saint-Exupéry nie zurück. Jahrzehnte später fand ein Fischer sein Armband im Mittelmeer, in einer Bucht bei Nizza.

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Im Verlag des kleinen Prinzen: Hans-Gerd Koch ist Verlagsleiter des Karl Rauch-Verlags. In diesem Verlag erschien die erste deutsche Ausgabe in der Übersetzung von Grete und Josef Leitgeb © CF

Der kleine Prinz ist eines der meist gelesenen Bücher weltweit. Es ist in mehr als 250 Sprachen veröffentlicht und dient als Vorlage für Theater, Film, Musical, Literatur.

Isabel Pin © Isabel Pin
Die Schriftstellerin und Illustratorin Isabel Pin schrieb eine  Version des Kleinen Prinzen für Kindergartenkinder © Isabel Pin

Die Erzählung Der kleine Prinz schöpft aus Tierfabeln und dem eigenen Leben, besteht aus Allegorien, Märchenelementen, ist voller Symbole und Mythen. Eines der meist diskutierten Metaphern ist die Rose, um die sich der kleine Prinz kümmert. Wer ist die Rose?

Moritz Bierbaum © Moritz Bierbaum
Der Sänger und Schauspieler Moritz Bierbaum spielt die Titelfigur dem Musical Der kleine Prinz des Kreativteams Deborah Saison und Jochen Sautter © Moritz Bierbaum

In meinem Feature fließen viele Gedanken zusammen, die eher noch mehr Fragen aufwerfen als eindeutige Antworten geben, ganz im Sinne der Titelfigur.

Kinder, wenn Euch ein kleiner Prinz begegnet © Karl Rauch Verlag

Literatur

Saint-Exupéry, Antoine de: Der kleine Prinz. Originalübersetzung: Grete und Joseph Leitgeb. Originalausgabe und Taschenbuch. Karl Rauch Verlag. Düsseldorf 2014 und 2018.

Pin, Isabel: Kinder, wenn Euch ein kleiner Prinz begegnet. Antoine de Saint-Exupérys Der Kleine Prinz. Erzählt für Kinder von Isabel Pin. Karl Rauch Verlag. Düsseldorf 2018

Drewermann, Eugen: Das Eigentliche ist unsichtbar. Der kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet. Herder Verlag. Freiburg, Basel, Wien 2015 (Neuausgabe)

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Die iranische Sängerin und Schauspielerin Sima Behmanesch ein Theaterstück über den alt gewordenen kleinen Prinzen, der schon lange im Exil lebt. Auf einmal begegnet ihm ein junger kleiner Prinz, der gerade im Exil ankommt. Im Feature liest sie aus dem Original auf Farsi in der Übertragung von Ahmad Schamlos Schazdeh Kuchulu © CF

Hörbuch

Der kleine Prinz. Gelesen von Anna Maria und Ulrich Mühe. Originalübersetzung. Karl Rauch Verlag. Düsseldorf 2015. LC 20084

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David Benneyworth (USA) liest aus The Little Prince in der ersten englischen Übertragung von Katherine Woods © CF

Link

Jean Marc Probst

http://www.petit-prince-collection.com

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Anna Herling (Polen) liest aus Mały Książę auf Polnisch © CF

Musical

Der kleine Prinz. Das Musical für große und kleine Menschen.

Kreativteam: Deborah Sasson und Jochen Sautter

Darsteller: Moritz Bierbaum als kleiner Prinz

Musik: Matthias Suschke

Videoanimation: Daniel Stryjecki

Premiere: Januar 2016

Termine 2019 in NRW

5.1. (Münster)/ 13.1. (Essen)/ 20.1. (Düsseldorf)/ 22.1. (Paderborn)

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Victor Berrazueta (Ecuador) liest aus El Principito auf Spanisch, der Muttersprache der Ehefrau Consuelo de Saint-Exupéry. Sie stammte aus El Salvador © CF
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Katerina Katsatou (Griechenland) liest aus Ο μικρός Πρίγκιπας auf Griechisch. © CF

Demokratische Digitale Republik

Smart World – Maschinen und andere Menschen

Oliver Reindl (IT-Experte und Drohnenpilot) © CF
Oliver Reindl (IT-Experte/ Drohnenpilot) © CF

WDR 5 Scala

17. Januar 2018

14 Uhr (Wiederholung: 21 Uhr)

Das ist der Link zum Audio

Audio über Digital Politics

Das ist der Link zur Fotogalerie im WDR Internet

Fotos zum Feature über Digitale Politik

Kaum ein Handy erlaubt, das Akku zu entfernen. Kaum ein Internetformular lässt sich abschicken, ohne dass irgendwelche Captchas, winzige Webtests, dazwischen funken und gelöst werden wollen. Sowas wie Ich bin kein Roboter. Nein! Habe ich doch schon so oft abgehakt! Ja, aber Algorithmen lernen nun mal langsamer. Was hat das mit Captchas zu tun? Viel, sehr viel.

Aleksandra Sowa (Volkswirtin Robotikforscherin) © CF
Aleksandra Sowa (Volkswirtin, Roboter- und IT-Spezialistin, Autorin von Digital Politics) © CF

Über neue Technologien schrieb Aleksandra Sowa ein Buch. Digital Politics erklärt Zusammenhänge zwischen Offline und Online, zwischen lernenden Algorithmen und gesammelten Daten, beschreibt Wege aus der digitalen Unmündigkeit. Ein Weg ist eine klare Rechtssprechung.

Schminke gegen Gesichtserkennung © CF
Bemalung gegen Überwachung. Ein russischer IT-Experte entwickelte einen Schmink-Algorithmus gegen Gesichtserkennung. © CF

Ein anderer Weg ist das berühmte Do it yourself. Computer beherzt aufschrauben und selbst reparieren. Handys mit herausnehmbaren Akku kaufen, nach dem Verbleib von Daten fragen.

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Auf Augenhöhe: Ich fotografiere die Drohne, die Drohne fotografiert mich. Oliver Reindl gab ihr den Steuerbefehl, der sie auch noch in sieben Kilometern erreichen würde. Die  Drohnenverordnung erlaubt Flüge in Sichtweite. © Drohne

Aleksandra Sowa rät gegen Angst, aber zu einer gehörigen Portion Skepsis und den Genuss der kognitiven Computer. Die sind schnell und unbestechlich.

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© Drohne

Literatur

Sowa, Aleksandra: Digital Politics. So verändert das Netz die Demokratie. 10 Wege aus der digitalen Unmündigkeit. Dietz Verlag. Bonn 2017

Lem, Stanisław: Summa technologiae. (Ü: Friedrich Griese) Suhrkamp Verlag. Frankfurt am Main 1976/ eBook Suhrkamp Verlag. Berlin 2013

Aleksandra Sowa (Autorin von Digital Politics) © CF
Aleksandra Sowa © CF

Europäisches Kulturerbejahr 2018

Wahren ∧∨ Wandeln

WDR 5 Scala

2. Januar 2018

14 Uhr (21 Uhr: Wiederholung)

Der Link zur Fotogalerie, die mein Feature über Kultur und ihr Erbe begleitet

Feature über die Erbstücke von Kultur

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Kernkraftwerk Würgassen an der Weser (Kreis Höxter) © CF

Angenommen, wir schreiben das Jahr 2118. Eine Touristin aktiviert das Navigationssystem auf ihrer Netzhaut, folgt dem schnellsten Weg zur nächst gelegenen Sehenswürdigkeit, studiert das POP-UP. Kernkraftwerk Würgassen (s.Titelbild). 1994 stillgelegt. Grund: Haarrisse im Kernmantel am Reaktorkern. Rückbau bis 2014. Das 60 Meter hohe Kraftwerksgebäude bleibt stehen, dient als Zwischenlager für mittelschwache Abfälle. Ein weiteres POP-UP erklärt, dass über Atommeiler als Kulturdenkmäler erbitterte Diskussionen liefen, im Europäischen Kultur-Erbe-Jahr 2018. Vor Ort geben Digital Graffiti Einblick in die umstrittenen Energiebauten; ein Besuch in Ibbenbüren wird empfohlen, in dem das tiefste Steinkohlebergwerk der Welt stand und das im Dezember 2018 die letzte Schicht fuhr.

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Lost Place: Ein verlassenes Herrenhaus am Niederrhein © CF

2118 ist Europa eine transnationale Republik, in der Eventzentren klassische Wissenshorte retten wie Bibliotheken und Museen.

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Register der Barockorgel Borgentreich © CF

2018 leistet sich Europa zumindest ein transnationales Projekt: das Europäische Kulturerbejahr. An vielen europäischen Orten wird über das gemeinsame Erbe diskutiert: Fluchtwege, Lost Places, Handschriften, Erinnerungsorte. Was heißt kulturelles Erbe und was ist wert, erhalten zu bleiben? Im Dezember 2017 zum Beispiel erklärte die UNESCO Orgelbau und Orgelspiel zum Weltkulturerbe.

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Ute Schneider (Professorin für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Duisburg Essen) © CF

Ute Schneider, kommissarische Leiterin des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen, hat eine ambivalente Haltung zur Frage des Kulturerbes. „Wir dürfen nicht nur die Vergangenheit im Blick haben, sondern wir müssen auch Zukunftsperspektiven entwickeln.“

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Jörg Kraemer an der Barockorgel in Borgentreich © CF

CD

Die historische Barockorgel in St. Johannes Baptist Borgentreich

Erstaufnahmen nach der Orgelrestaurierung

Jörg Kraemer (Orgel)

Organum Classics. Öhringen 2014

Prospekt

Katholische Kirchengemeinde (Hg.): Barockorgel Borgentreich. Ein Instrument wahrhaft europäischen Klanges. Von 1600 bis 2011. Borgentreich 2012

Katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist

www.barockorgel-borgentreich.de

Orgelmuseum
Museumsleitung: Jörg Kraemer

Marktstraße 6. 34434 Borgentreich
erstes Orgelmuseum der Bundesrepublik

Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Kommissarische Leitung: Prof. Ute Schneider

Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Europäisches Kulturerbejahr 2018

Europäisches Kulturerbejahr 2018

Von großen Plänen und kleinen Zufällen

Die Kraft der Vorstellung oder das Projekt vom Planen

WDR 5 Neugier genügt

2. Januar 2018, zwischen 10 und 12 Uhr

20 Minuten Feature

Link zur Fotogalerie und zum Podcast

PlanBar in Bild und Ton

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Wehe, der Strom fließt nicht nach Plan © CF

Planlos sein ist auch bloß ein Plan. Einfach mal querfeldein laufen statt per Smartphone auf Premiumwegen wandern. Einerseits. Andererseits ist Planen ein uraltes Konzept, sich in der Welt zu orientieren. Als die Neandertaler_innen in den unwirtlichen Norden zogen, war die Orientierung überlebensnotwendig, ohne Wege, ohne Kirchturmspitzen, ohne Kompass, geschweige denn GPS. Sie machten sich ein Bild von ihrem Umfeld. Sie hatten einen Plan. Heute ist das Planen ein ausgeklügeltes Konzept, das ganze Gesellschaften entwirft. Zukunftsplanung liegt im Trend. Was wird, was noch nicht ist. Doch was ist, wenn der Zufall auf den Plan gerufen wird?

Dirk van Laak © Scharfscheer
Dirk van Laak (Prof. für deutsche und europäische Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts/ Uni Leipzig) © Scharfscheer

Ich fragte den Historiker Dirk van Laak, unterhielt mich mit Ladeninhaberinnen, einer Zahnärztin und einem Kirchenmusiker über ihren Plan von Beruf und Leben.

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In der Kirche in Borgentreich (Westfalen) steht eine der größten Barockorgeln Europas. Ihre mehr als 3000 Pfeifen aus gehämmerten Blei haben einen festen Platz, so wie es der Plan vorsieht. © CF