Magische Ringe

Geometrie der Geister

© CF

WDR 5 Neugier Genügt

3.9.2019

zwischen 10 und 12 Uhr

Link zur Fotogalerie im WDR 5-Internet

Link zum WDR 5-Hörstück über Magische Ringe

Ring auf runder Manege in Cirque Bouffon © CF

Magische Ringe verleihen Macht und ewiges Leben. Sie kennen keinen Anfang und kein Ende, sie nehmen gefangen und schließen aus. Sie bieten Schutz und säen Gefahr. Magische Ringe sind das Scharnier zu unsichtbaren Räumen, in denen Geschöpfe leben, die nicht von dieser Welt sind, aber auch von keiner anderen. 

Zutaten der Magie: Gold, Kupfer, Silber in Raumschale © CF

Magische Ringe entstehen in den Küchen von Alchemist_innen. Die beiden Goldschmiedinnen Katja Voscht und Regina Maresch schneiden, schmelzen, walzen, feilen, sägen, glühen, hämmern, gravieren. Sie arbeiten mit Säure, Tinkturen, Salzen, Pulvern.

Alchemistinnen am Werk © CF

Mitte der 1950er Jahre erschien Lord of the Rings von John Ronald Reuel Tolkins.

John Ronald Reuel Tolkien © Klett-Cotta Verlag

1969 lag die Romantrilogie des britischen Literaturprofessors zum ersten Mal in deutscher Sprache vor, unter dem Titel Herr der Ringe. Jetzt brachte der Klett-Cotta Verlag eine druckfrische, dreibändige Jubiläumsausgabe heraus, in der ursprünglichen Übersetzung von Margaret Carroux. 

Jens Harzer im Treppenhaus des Thalia Theaters © Armin Smailovic/ Thalia Theater)

Magie umgibt den nach dem Schauspieler August Wilhelm Iffland benannten Ring, ein Kronjuwel aus Eisen, mit Diamanten besetzt, der ein Iffland-Portrait umringt, in einen violetten Edelstein geschnitten. Seit mindestens einem Jahrhundert bestimmt der aktuelle Träger per Testament seinen Nachfolger. Nach dem Tod des Schweizer Schauspielers Bruno Ganz im Februar 2019 ging der Ring an Jens Harzer, Ensemblemitglied im Hamburger Thalia-Theater. 

Daniela Imlau sitzt in der Mitte des Rings aus Feldsteinen © CF

Kreisformen entwickeln Energie, wie die neun Feldsteine auf der Wiese im Garten von Daniela Imlau. Sie markieren Feuer, Wasser, Erde, Luft, die Ahnen, den Traum, das Karma. Daniela Imlau ruft sie alle an, bittet das Universum: „Sende Deine Energie in diesen Ring.“

Frédéric Zipperlin gründete Cinque Bouffon. Die Manege ist rund. © CF
Mit dem Rund spielt Frédéric Zipperlins Kunstfigur Le Boul. © CF

Rund läuft es in der Cirque Bouffon – Show Lafolia. Die Truppe erzählt Geschichten mit Reifen, Rädern, Kugeln. Ein rauschhafter Traum im Ring.

Sie sammelt und erzählt Geschichten von Weißdornhecken, Zauberringen, Artus‘ Tafelrunde: Regina Sommer.

Geschichtenerzählerin Regina Sommer © CF

Magische Ringe sind weltweit zu finden, in Mythen, Märchen, der Wirklichkeit. Beherrschen wir sie oder beherrschen sie uns? 

http://www.reginasommer.de/regina_sommer_home.html
Katja Voscht (li.) und Regina Maresch © CF

Katja Voscht (Goldschmiedin) – Kleine Verzierung

Regina Maresch (Goldschmiedin) – Κιττός (Efeu)

Goldschmiedinnen: Areal Böhler Halle 26, Hansaallee 321, 40549 Düsseldorf © CF
Cirque Bouffon © CF
Im September steht das Zelt in Saarbrücken, im Oktober in Bielefeld © CF
Daniela Imlau (Weiherin des Rings) © CF
Ü: Margaret Carroux
Wer den Magischen Ring trägt, kann unsichtbar werden © CF

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Griechenland vor der Wahl

Die Würfel sind gefallen: Am 7. Juli wird in Griechenland ein neues Parlament gewählt © CF

Im Vorfeld der Parlamentswahlen in Griechenland laufen zwei Beiträge von mir im WDR Hörfunk, der MOSAIK Beitrag steht leider nicht im Netz, dafür das Schwerpunktfeature

5. Juli 2019: 8 Uhr bei WDR 3/ 14 und 21 Uhr bei WDR 5

Link zum Audio über das Feature bei Scala (WDR 5)

Die WDR 3 MOSAIK Miniatur einfach anklicken

Im Café des Gavriilidis Verlages sitzt Schriftsteller Petros Markaris (li) mit dem Verleger

Sie kritisieren die Europäische Union, weil sie überzeugte Europäer sind: Petros Markaris und Thanassis Lambrou.

Thanassis Lambrou (Poet, Diplomat, Übersetzer) © CF

Krimischriftsteller der eine, Dichter und Diplomat der andere. Beide leben in Athen und stehen vor der Wahl. Natürlich begeben sie sich am Sonntag zum Urnengang. Ich sprach mit ihnen über die Modelunion und den zehnten Stern auf der Euroflagge: Griechenland. 

Im Gavrilidis Verlag entstehen die Bücher in Handarbeit. Georgia Papoulia ist die Seele des Hauses und eine leidenschaftliche Buchbinderin. © CF

LITERATUR

Lambrou, Thanassis: Pfade (zweisprachige Ausgabe. Ü: Herbert Speckner) Elfenbein-Verlag. Berlin 2019

Elfenbein-Verlag

Markaris, Petros: Tagebuch einer Ewigkeit. Am Set mit Angelopoulos. (Ü: Michaela Prinzinger) Diogenes-Verlag. Zürich 2019

Diogenes Verlag

Markaris, Petros: Η Εποχη της Υποκρισιας (Die Zeiten der Heuchelei). Gavriilidis Verlag

Zelepos, Ioannis: Kleine Geschichte Griechenlands. Von der Staatsgründung bis heute. Verlag C.H. Beck. München 2014

Fadenheftemaschine im Verlag unterm Dach eines Bürgerhauses mitten in Athen © CF

Verlag Gavriilidis (Verlag und Druckerei)  & Poems ‚n’ Crimes (Café)

Agias Eirinis 17, Monastiraki , 10551 Athen

Gewitterstimmung: Bei den Europawahlen musste die Regierungspartei Syriza eine heftige Schlappe hinnehmen © CF

Kaspar

Name Legende Symbol

WDR 5 Neugier genügt

Rosenmontag, 4. März 2019

Nach 10 Uhr

Link zum Audio über Kaspar

Link zur Fotogalerie über Kaspar

Im Dom zu Köln: Hier liegen die Gebeine der drei heiligen Könige Kaspar, Melchior und Balthasar. Kaspar wird zum Namensgeber ganzer Generationen. © CF

Er heißt Kaspar, geboren 2007 im englischen Hertfordshire. Kaspar trägt Baseballkappe, blaue Hosen, Ringelsocken. Kaspar unterhält sich mit autistischen Kindern. Er blinzelt mit den Augen und hat stets ein Lächeln auf den Lippen. Kaspar ist ein Roboter, aus dessen Rücken Kabel wachsen. Ein Maschinenmensch, der sich steuern lässt wie eine Marionette. Genau wie Kasperle, der Held der Puppenbühnen. Ein Spaßvogel, dem das Lachen nie vergeht. Ein Kerl, der einen Allerweltsnamen trägt.

Hinter der Puppenbühne: Manfred Blaschke mit einer seiner Kasperle-Figuren © CF

Kaspar! Mit dem Theologen Manfred Becker-Huberti sprach ich über die Anfänge, als nur ein König diesen Namen trug; und wie aus Kaspar Kasperle wurde. Mit dem Puppenspieler Andreas Blaschke sprach ich über den spitzmützigen Kinderfreund.

In meinem Feature streife ich durch Kaspars Kulturgeschichte. Suppen-Kaspar leidet an Anorexie. Findelkind Kaspar Hauser lebt ein kurzes, tragisches Leben. Kaspar heißt der Jägerbursche, der mit dem Teufel im Bunde ist und bei Mitternacht Kugeln gießt, in Carl Maria von Webers Oper Der Freischütz. Kaspar ist mehr als ein Name. 

Im Struwwelpeter: Suppen-Kaspar von Heinrich Hoffmann © Verlag Loewe

Literatur

Becker-Huberti, Manfred: Die heiligen Drei Könige. Geschichten, Legenden und Bräuche. Greven Verlag. Köln 2005

Buresch, Wolfgang: Schnuffi trifft den Weihnachtsmann. Ein vorweihnachtliches Kasperstück in drei Akten für einen Spieler. Für Andreas Blaschke, Figurentheater Köln. Hamburg 2010

Loewe Verlag. Bindlach 4/ 2012

Pocci, Franz von: Neues Kasperl-Theater. Nach der Erstausgabe von 1855. Allitera Verlag. München 2/ 2009

Kasperl-Graf von Pocci kreiert einen Schelm, der durchaus über Leichen geht © Alliteration Verlag

Pocci, Franz von: Lustiges Komödienbüchlein. Erstes Bändchen. Nach der Erstausgabe von 1859. Allitera Verlag. München 3/ 2009

Adressen

Figurentheater Köln

Andreas Blaschke

Manfred Becker-Huberti (Theologe und Brauchtumsforscher)

https://becker-huberti.de

Kaspar Hauser © Markgrafenmuseum Ansbach. Stahlstich von Christoph Veit Schellhorn

Markgrafenmuseum

https://www.museumsland.de

Kaspar-Hauser-Platz 1

91522 Ansbach

In Kunststoff gegossen: Kaspar Hauser (2013), eine Figur des Bildhauers Ottmar Hörl im Schlosspark in Ansbach © Werner Scheuermann

Ev.-luth. Domkirche St. Blasii zu Braunschweig

www.braunschweigerdom.de

Domplatz 5

38100 Braunschweig

In der Oper: Jägerbursche Kaspar (Heiko Trinsinger) im Freischütz von Carl Maria von Weber © Aalto Theater/ Foto: Martin Kaufhold

Oper

Der Freischütz

Romantischer Oper von Carl Maria von Weber

Libretto: Johann Friedrich Kind

Regie: Tatjana Gürbaca

Premiere: 8.12. 2018 

Bis 7.6. 2019

Aalto Theater Essen

https://www.theater-essen.de/oper/

Opernplatz 10

45128 Essen

Aufgefaltet – Fold

Der Rhythmus vom Knicken – The dance of kinks

WDR 5 Neugier Genügt

6. Dezember 2018, nach 10 Uhr

Link zum Hörstück übers Falten – Touch it Hear it Fold it

Link zur WDR Fotostrecke – Touch for the Photogallery in the WDR Web

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Papierkünstler Peter Dahmen schiebt ein Pop up in den Raum © CF

Falten ist lowtech, ist simpel, ist Pop up. Die einen falten Hände, die anderen Papier, die dritten digital, zum Beispiel dann, wenn sie das Wissenschaftsgame Foldit spielen.

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Foldit für Mensch und Tier  © CF

Foldit ist ein Videospiel, das an der Uni Washington in Seattle entwickelt wurde. Die Weltspielegemeinde darf Proteine falten und ihre Ergebnisse an das Institut für Proteinforschung schicken. Ich sprach mit dem Biochemiker Brian Koepnick.

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Ziehharmonikafalten sind Klassiker und zugleich Erinnerungskonzept an die eigene Kindheit © CF

Ohne Falten gäbe es kein Leben, kein Origami, keine Botoxspritzen. In meinem hörspielartigen Feature begebe ich mich in eine Welt der Dinge und des Denkens zwischen Bergfalte und Talfalte.

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Athen (Griechenland), in der Kaserne der Präsidialgarde – a soldier in Athens, wearing a scirt with pleats © CF

Folding is low tech, is life, is complicated, is beauty. We fold hands, paper, clothes. Scientists use the model of origami to explain processes, which happen every second in our body, when aminoacidchains fold themselves into protein-molecules. Paper Engineers creat structures, which pop out a folded card. A radioessay about the mystery of folding.

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The Tailoring in the barracks of the Evzones in Athens (Greece) – In der Schneiderei entstehen die Uniformen der Elitesoldaten. © CF

Der weiße Faltenrock, die Foustanella ist ein nationales Symbol. In der Zeit der Befreiungskriege gegen das Osmanische Reich trugen Rebellen den Faltenrock. The fustanella is a national symbol of Greece. In the time of the Osmanic Empire rebells carried th fustanella as a amour. Today the gardists of the president in Athens (Greece) wear the foustanella, the skirts with 400 pleates on Sunday and on holidays.

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Evangelos Lasos ist the dressmaker of the uniforms. His colleague Despina Politis (left) stiches a foustanella © CF

Literatur

Jackson_Falttechniken
Haupt Verlag. Bern 2015

Jackson_Schneiden und Falten
Haupt Verlag. Bern 2017

Holt, Neil/ Velsen von, Nicola (Hg.): Papier. Material, Medium und Faszinosum. Prestel Verlag. München London New York 2018

Goetschel, Antoine F.: Animal Spa. Die Geschichten des Tieranwalts. (Hg. Global Animal Law Gal Verein). C.F. Portmann Verlag. Küsnacht 2018

Goetschel, Antoine F.: Tiere klagen an. S. Fischer Verlag. Frankfurt am Main 2012 

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Antoine F. Goetschel – Internationaler Berater für das Tier in Recht und Ethik © CF

Antoine F. Goetschel (Anwalt in Zürich)

Global Animal Law GAL Verein

Das Logo ist eine gefaltete Elefantenkuh (s. Titelbild)

Präsident: Antoine F. Goetschel

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Papierdesigner Peter Dahmen kreiert Pop ups © CF

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Aus 2D wird 3D: Das Vorbild ist das Hotel Rothschild 22 in Tel Aviv © CF

Peter Dahmen (Papierdesigner und Pop up-Künstler

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Täuschung durch präzise Faltung: In der Zauberakademie lernen die Lehrlinge, den Dollarschein in eine Spendenquittung zu verwandeln – in the academy of the Magier learn the students, how to fold a dollar note and unfold a receipt © CF

Akademie der Zauberkunst

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Zaubermeister Christian Jedinat © CF

Black Table Magic Theater

Christian Jedinat und René Vander Vreken

Aachenmünchener-Platz 8

52064 Aachen

Lord Byron © CF
Um 1830 portraitierte ein anonymer Maler den englischen Dichter Lord George Gordon Byron vor der Akropolis, gewandet in einer  Foustanella, der Uniform der Rebellen gegen das Osmanische Reich © Benaki Museum

Benaki Museum in Athen (Griechenland)

Museum of greek culture

Im Museum hängen viele Originale aus der Zeit der Befreiungskriege Griechenlands gegen das Osmanische Reich, an denen Philhelenen wie Lord Byron teilnahm.

1 Koumbari St.& Vas. Sofias Avenue. 10674 Athen

Denkmal des unbekannten Soldaten

Syntagma Platz, Athen

Evzonen (Präsidialgarde)

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Evzone Konstantinos Peristeris (re.) und Gardeoffizier Nikolaos Vavlekis (das Foto zeigt Nikolaos Vavlekis in der Uniform der Präsidialgardisten) © CF

Peloponnes – ein Roadmovie

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Katerina Katsatou rezitiert Homer im Theater der antiken Stadt von Messini © CF

ALTES LAND & JUNGE IDEEN

Kreative Kulturen gegen die Krise

WDR 5 Neugier Genügt

10.11. 2018, nach 10 Uhr

WDR 5 – Fotostrecke zum Reisefeature

Link zum Peloponnes-Reisefeature

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Baum auf dem Grundstück von Silver Leaf (Skala, Lakonien)

Seit Beginn der Krise verließen rund eine halbe Million Menschen Griechenland. Die meisten sind zwischen 20 und 40. Wir brachen auf, auf der Suche nach denen, die bleiben, fuhren in den Süden der Peloponnes, zum  westlichen der drei Finger, der ins Ionische Meer ragt.

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Pylos (Messenien) © CF

The Feature is a hommage to all creative people, who have visions and the guts, not to go secure ways, to take a risk and have dreams. We found such people in Greece, on the Peloponnes. We went to the south, vistied Methony, Gialova, Skala. We met the interior architect and hotelowner Angeliki Lappa, the Landlord of the Taverne Elia Rea Sissimopoulou, the Sociologist and farmer Sheila Darmos.

Venezianische Burg in der Hafenstadt Methoni (Messenien) am Inoischen Meer © CF

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Angeliki Lappa im Hotel Achilles in Methoni (Messenien) © CF

Weiter im Süden, im Schatten einer mächtigen venezianischen Burg in Methoni betreibt die junge Innenarchitektin Angeliki Lappa zusammen mit ihrem Mann ein kleines Hotel.

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Angeliki Lappa gab dem Hotel Achilles einen Anstrich in den Farben der Natur und ließ eine Rampe für Menschen mit Behinderung bauen  © CF

Aus Athen kehrte die Innenarchitektin in der Gegend ihrer Kindheit zurück; ein mutiger Schritt, den sie nicht bereut.

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Angeliki Lappa auf der Terrasse des Hotels in Methoni © CF

Ein paar Kilometer nördlich, an den Ufern der Navarino Bucht betreibt Rea Sissimopoulou die Taverne Elia. Eine Athenerin, die in Athen Tourismus studierte und der Arbeit wegen nach Gialova zog.

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Rea Sissimopoulou in Taverne Elia in Gialova © CF

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Sheila Darmos im Olivenbaum. Ihr Traum sind viele Baumhäuser  © CF

Sie verließ den Ort ihrer Kindheit, eine kleine Stadt in der Nähe von Karlsruhe. Sheila Darmos, Tochter eines griechischen Vaters und einer deutschen Mutter, übernahm Silver Leaf, die kleine Farm ihres Vaters in Lakonien, eine der ersten Biofarm in Griechenland.

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Silver Leaf, die familienbetriebene Ölmanufaktur auf dem verwunschenen Grundstück in einem kleinen Ort bei Skala. © CF

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Sheila Darmos betreibt Natural Farming auf ihrem Grundstück in dem kleinen Dorf namens Asprogeia – Weiße Erde © CF

Zwischen Felsen, Weite und Meer wird Nachhaltigkeit gelebt. Gleichgesinnte aus der ganzen Welt kommen zu Silver Leaf.

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Auf dem Hof von Silver Leaf und dem Souther Light Project. © CF

Im Southern Light Project bauen sie gemeinsam an einer Vision vom guten Leben, mit Permakultur, Ökoanbau und selbst gebauten Solaranlagen.

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ADRESSEN UND LINKS DER STATIONEN

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Hotel Achilles

Hotel in Methoni (Messenien)

Mitinhaberin: Angeliki Lappa

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Tina’s House © CF

Inhaberin: Konstantina (Mutter von Angeliki Lappa)

National Road Kalamata. Pylos (Messenien)

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Taverne Elia

Restaurant in Gialova, Pylos (Messenien)

Inhaberin: Rea Sissimopoulou

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Palast des Nestor. Ruine eines mykenischen Landsitzes aus der dem 14. Jahrhundert vor Christus mit Blick auf die Navarino-Bucht © CF

Ano Englianos von Messenien

Palast des Nestors

Ethniki Odos Kiparissias Pilou

Nestor 246 00

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Gythio (Lakonien, Ost-Mani) © CF

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Lost Places am Hafen von Gythio © CF

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© Klassizistische Häuser an den Ausläufern des Taygetos-Gebirges © CF

Silver Leaf und Southern Light Project bei Skala (Lakonien)

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Silver Leaf

Inhaberin: Sheila Darmos

Skala (Lakonien)

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Silver Leaf mit Blick Richtung Lakonischen Golf © CF

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Papier – Objekt und Medium

Seiten mit Sinn

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Pop Up Papier. Feine Dinge aus und auf Papier heißt der Laden, den Nicola von Velsen in den Räumen der Manufaktur des Buchbinders und Prägers Dirk Jachimsky unterhält. Blumenvasen aus Papier gehören zu den Fundstücken, die die Lektoren und Buchautorin präsentiert. © CF

WDR 5, Scala Schwerpunkt

10. September, 14 Uhr, (21 Uhr: Wiederholung)

Link zum Audio meines Features über Papier

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Wenn Papier Blüten treibt: Nicola von Velsen hängt selbst gefertigte Blumen in ihren Papierladen Pop Up Papier. Auch die Girlanden aus den Fasern von Maulbeerbäumen (s. Titelbild) zieren eines der Schaufenster. © CF

Papier ist ein Medium, ist Träger von Informationen, Gefühlen, Literatur. Vom kostbaren Gut wandelte es sich zur Massenware. Seine Herstellung war ein Handwerk, später eine Industrie. eReader und Touchscreens sind die Medien der Zeit, Papier wiederum der Baustoff der Zukunft.

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Nachbarn: Das neue Papiermuseum Düren und der Kubus an der Rückseite des Leopold-Hösch-Museums © CF

Papier liegt eine Jahrtausende alte Kulturtechnik zugrunde, die die Menschheit revolutioniert hat.

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Schweres Gerät für zarte Bögen: Die 500 Kilo schwere Papierpresse wird gerade auf die Wertschöpfungsinsel montiert. In diesem Raum werden künftig die Gäste selbst Papier herstellen. © CF

Um Papier dreht sich auch eine Neuerscheinung aus dem Prestel Verlag. Titel: Papier. Material, Medium und Faszination. Mitherausgeberin ist Nicola von Velsen, Lektorin und Inhaberin des Papierladen POP UP Papier. Feine Dinge aus und auf Papier.

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Offenlegung: Die Macher_innen des Papierbuches verzichten auf einen Buchrücken und geben den Blick auf die Fadenheftung frei. © CF

Das Papier-Buch ist ein buchbinderisches Kleinod. Fadenheftung, edler Pappeinband, unterschiedliche Papiersorten, ein Füllhorn an Informationen, Bildern, Farben, Typographien und Randnotizen.

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Das Papiermuseum. Der Um- und Neubau entstand nach den Entwürfen des Architekten Klaus Hollenbeck. © CF

Der Neubau des Papiermuseums in Düren wirkt wie ein gefaltetes Objekt in Weiß, eine Art Origami.

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Eine schmale, schwarze Fuge umläuft das weiß verputzte Museum. Ein architektonisches Detail, das den Eindruck erwecken soll, als ließe sich die Skulptur einfach wegpusten. © CF

Im Schatten des Leopold-Hoesch-Museums schuf der Kölner Architekt Klaus Hollenbeck eine Bühne für die Stars des Papiermuseums in Düren. Dürener Papier trägt Texte wie das Grundgesetz oder die Urkunde zur Deutschen Einheit. Doch ist Papier noch tragbar? Eine Frage, die unter anderem im Papiermuseum Düren diskutiert wird.

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Der Architekt Klaus Hollenbeck steht vor der Fassade. Das erhabene Muster ist ein Zitat auf die Wasserzeichen in Büttenpapieren. © CF

Ist Papier endgültig reif fürs Museum? Ja und nein. Jedes Blatt hat mehr als zwei Seiten. Ein Feature zum Blättern.

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Schräge Linien, klarer Blick: Die Paperwork-Lounge im Papiermuseum in Düren © CF

Adressen

Papiermuseum Düren

Wallstr. 2-8. 52349 Düren

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Pop Up Papier. Feine Dinge auf und aus Papier

Inhaberin: Nicola von Velsen

(in den Räumlichkeiten der Buchbinderei und Prägerei Edmund Schäfer

Inhaber: Dirk Jachimsky)

Maastrichter Str. 24. 50672 Köln

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Montage der Bibliothek im Papiermuseum Düren © CF

Buch

Holt, Neil/ Velsen von, Nicola (Hg.): Papier. Material, Medium und Faszinosum. Prestel Verlag. München London New York 2018

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Labyrinth im MARTa Herford

Einfach mal verloren gehen

WDR 5, Scala

25. Juni 2018

gegen 21.20 Uhr

Der Link zum Audio über Labyrinthe

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Der chinesische Konzeptkünstler Song Dong in dem Skelett seines Kunstwerks Everywhere © CF

Das MARTa Herford ist ein Labyrinth.

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Das Zeltinnere des Kunstwerks Everywhere, verwandelt sich in ein Spiegelkabinett © CF

Sechs begehbare Großinstallationen wie Everywhere, Nieteum, Secret Passage (s. Titelbild) zitieren die uralte Denkfigur auf eigenwillige Weise.

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Song Dong sitzt vor Fenstern für Everywhere. Die Fenster hingen einst in den Hutongs, den traditionellen Häusern Pekings. Unzählige dieser steinernen Wohnanlagen landen unter der Abrissbirne. © CF

Everywhere spielt mit Illusion und Wirklichkeit, mit den Grenzen des Außen und dem Schein innerer Freiheit. Von der Zeltkrone unterm Lichtschacht (s. Titelbild) hängen 900 Lampen, die das Innere beleuchten und von den Spiegeln tausendfach reflektiert werden. © CF

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MARTa (M wie Museum, ART wie Kunst, a wie ambiente & architektur) Herford (Entwurf: Frank Gehry) © CF

Seit 5000 Jahren treibt es die Menschen auf den gewundenen Pfad, der auf Umwegen in die Mitte führt, oder in die Irre. Auch im Herforder Frank Gehry-Bau werden die Gäste auf einen abenteuerlichen Parcours geschickt.

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Im Entstehen: Das Nieteum von Christian Odzuck. Eine Gerüstplane trennt die Sudeltherme von Clapsmule und Kaiser. © CF

Im Nieteum zum Beispiel schlendern die Gäste durch drei Räume, die mysteriöse Namen tragen: Sudeltherme, Clapsmule, Kaiser. Der Titel ist eine Anspielung auf historische Orte, Nietleben und Danteum.

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Christian Odzuck mit seiner Assistentin Kanade Hamawaki © CF

Das Danteum ist ein monumentaler, nie realisierter Entwurf des italienischen Architekten Guiseppe Terragni, eine monumentale Inszenierung für Dante und dessen selbst ernannten Erben Benito Mussolini. Das Danteum existiert nur auf Skizzen und Aquarellen, anders als das Nieteum.Nietleben wiederum kleinen Ort westlich von Halle an der Saale. 1844 entstand hier eine Nervenheilanstalt. Sie galt als fortschrittlich. 90 Jahre später wurde sie geschlossen, die restlichen Patienten wurden ausgelagert und starben durch die nationalsozialistische Euthanasie. Heute existieren von der Anlage noch ein paar Patientenvillen und die Anstaltskirche. Vielleicht ist meine Assoziation auch nur ein Irrweg, eine Sackgasse.

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Christian Odzuck und Kanade Hamawake stehen auf dem Schutt-Pfad des Labyrinths © CF

Wozu die ganzen Um- und Abwege? Um nichts weiter als verloren zu gehen.

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Die Matrix, eine zeitgenössische Variante des Labyrinths, entworfen von dem Computerkünstler Peter Kohler © CF

Für mein Feature besuchte ich das MARTa Herford zur Zeit des Aufbaus der Installationen. Eine Großbaustelle.

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Die Kuratorinnen Eva Wolpers (v.li), Friederike Fast, Ann Kristin Kreisel © CF

Ausstellung

Willkommen im Labyrinth. Künstlerische Irreführungen

23. Juni bis 23. September

MARTa Herford

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Der Museumsdirektor Roland Nachtigäller © CF

Katalog

Franziska Brückmann, Friederike Fast, Ann Kristin Kreisel, Roland Nachtigäller, Eva Wolpers (Redaktion): Willkommen im Labyrinth. Künstlerische Irreführungen. Marta Herford 2018

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Everywhere © CF

Literatur

Kern, Hermann: Labyrinthe – Erscheinungsformen und Deutungen 5000 Jahre Gegenwart eines Urbilds. Prestel Verlag. München 1982

Marta Herford

Museum für Kunst, Architektur, Design

Goebenstraße 2–10, 32052 Herford

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