MARS – Viking Mission

1975: Start der Doppelsonde Viking 1

TITELBILD

Der Mars, von der Erde ausgehsehen. Das Bild entstand im August 2003. Die weiße Fläche zeigt den Südpol, eine Schwarte aus Kohlendioxideis. © ESA/ NASA

Die Raumsonde MarsExpress (ESA) fotografiert Ophir Chasma, eine Gegend im Norden der Valles Marineris, des größten Canyons in unserem Sonnensystem. © ESA DLR FU Berlin (G. Neukum)

WDR 5 ZeitZeichen: 9.45 Uhr (WDR 5) und 17.45 (WDR 3)

WDR 2 StichTag: ca. 9.40 Uhr (WDR 2)

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Modell des Viking 1 Landers, ausgestattet mit Radioisotopen-Generatoren. Zerfällt Plutonium 238, wird Wärme freigesetzt. Die wiederum wird in Strom umgewandelt. © NSSDCA/NASA

Im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Berlin treffe ich Ulrich Köhler, Mitarbeiter am Institut für Planetenforschung. Wir sitzen in einem Konferenzraum. In Regalen stehen 250 Ordner. Picke packe voll mit Fotos in Schwarz Weiß. Zig Tausende Bilder in knapp fünf Jahren. Die Fotograf_innen: Vier Marssonden.

Der Olympus Mons ist 26 Kilometer hoch und gilt als der höchste Vulkan in unserem Sonnensystem. Die Aufnahme stammt vom Orbiter der Viking 1 © NSSDCA/NASA

Aufnahmen vom Boden sind zu sehen, die ersten, die je vom äußeren Nachbarn der Erde gemacht wurden. Ulrich Köhler war 13, als die Bilder in Zeitschriften erschienen sind und seinen Berufswunsch besiegelten.

Der Geologe Ulrich Köhler im DLR Berlin © CF

Der nächste Traum: Marsgestein im Labor untersuchen. Damals konnten die Viking-Sonden keine Proben sammeln.

Thomas Reiter auf dem Mitteldeck des Space Shuttles Discovery (2006). Als erster deutscher Astronaut flog er zur ISS. © ESA/ T. Reiter

Doch der ESA-Mitarbeiter Thomas Reiter und sein Team hoffen auf Rosalind Franklin. Der ESA-Rover, der den Namen der Forscherin trägt, die entscheidend an der Entschlüsselung der DNA beteiligt war, soll in die Tiefe bohren und Proben für die Erde sammeln.

Die Geophysikerin Christiane Heinicke lebte mit fünf Wissenschaftler_innen in einem „Habitat“ an einem Schildvulkan auf Hawaii © Knaur/ Christiane Heinicke

Vielleicht ließe sich das irgendwann vor Ort machen. An einem geeigneten Habitat arbeitet die Geophysikerin Christiane Heinicke an der Uni in Bremen.

Im Selbstversuch erprobte sie, wie es sich auf dem Mars lebt. Und wie lebt es sich da?

Mars, 5. September 1976, am Nachmittag. Utopia Planitia. Von der Tiefebene entsteht die erste Farbaufnahme. Die Sonne steht hinter der Kamera. © NSSDCA/NASA

Celluloid-Herstellung

Patentierung 1870

Titelbild

Angesteckt Der Kunststoff auf Biobasis imitiert Perlmutt und Ebenholz. Die Brosche stammt aus der Jugendstilzeit. (Foto: Claudia Friedrich)

ZeitZeichen: 9.45 Uhr (WDR 5) 17.45 (WDR 3)

StichTag: 9.40 Uhr und 18.40 Uhr (WDR 2)

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Aufgetischt: Bakelit (Braunes Auto) ist umringt von Celluloid. Im Deutschen Kunststoffmuseum werden sämtliche Plastikobjekte aufbewahrt, natürlich auch Celluloid, der erste formbare Kunststoff. Seine Rohstoffe sind Holzfasern bzw. Baumwollbüschel (li). (Foto: Claudia Friedrich)

Celluloid ist der Urahn der Kunststoffe. Celluloid ist leicht, formbar, ein Imitator, der edle Naturstoffe nachahmt: Perlmutt, Ebenholz, Elfenbein. Billard bringt die Kugel so richtig ins Rollen. Im 19. Jahrhundert ist Billard Spielen IN, mit Kugeln aus den Stoßzähnen von Elefanten. Im Juli 1870 meldet der US-amerikanische Erfinder John Wesley Hyatt ein Patent über die Herstellung von Celluloid an. Der halbsynthetische Kunststoff wird in großem Stil produziert und rettet den letzten überlebenden Dickhäutern das Leben.

Angeeckt: Karambolage-Weltmeister Christian Rudolph spielt mit den Erben der Celluloidbälle. (Foto: Claudia Friedrich)

Celluloid, so nennt Hyatts Bruder das Produkt aus nitrierter Zellulose. Im Staat New York eröffnen die Brüder die Celluloid Manufacturing Company. Nach ihrem Vorbild entstehen weltweit Celluloidwerke, auch in Meerbusch Lank.

Abgerissen: Westdeutsche Celluloidwerke in Meerbusch Lank, 1909 bis 1983. Der Wasserturm ist heute ein Wahrzeichen der Stadt (Rechte: Stadtarchiv Meerbusch)

Bis zur Schließung im Jahr 1983 arbeitet Hans Niebels in der Fabrik. Er erinnert sich an den weißlichen Brei, der bestimmte Prozesse durchläuft, bis er als festes Material aus der Trockenkammer kommt.

Vorausgeschaut: Schlosser Hans Niebels läuft durch eine der Werksstraßen. Er betreute die Maschinen, an denen Celluloid geknetet, geformt, gewalzt, gepresst getrocknet, geschnitten wurde. (Rechte: Stadtarchiv Meerbusch)
Zurückgeblickt: Fürs Stadtarchiv Meerbusch schrieb der heute 82jährige Hans Niebels eine Chronik über die Celluloidwerke in seiner Heimatstadt Lank-Latum. (Foto: Claudia Friedrich)

Celluloid ist ein Klassiker der Kunststoffe. Seine Wirkung ist nachhaltig, seine Blüte kurz, denn es gibt einen Nachteil: der Stoff ist leicht entflammbar.

Abgehängt: Bakelit versus Celloid (li). „Celluloid ist der Stoff fürs Schöne, Bakelit fürs Praktische“, sagt Uta Scholten. Bei Aschenbechern, Trinkbechern, Steckdosen macht das Rennen Bakelit (re). Der vollsynthetische Duroplast beerbt den Klassiker auf Biobasis. (Foto: Claudia Friedrich)

Der Celluloid-Stern sinkt, als Bakelikt, PVC & Co das vollsynthetische Kunststoffzeitalter besiegeln. Dennoch ist und bleibt Celluloid großes Kino. Auch wenn Filme längst digital erscheinen, sind sie im Geiste immer noch auf Zelluloid gebannt.

Aufbewahrt: Das Produktionsarchiv der Westdeutschen Celluloidwerke ist ein Schatz des Deutschen Kunststoffmuseums. Die Rezepturen waren ein streng gehütetes Geheimnis. (Foto: Claudia Friedrich)

Zu Wort kommen Andrea Siebert-Raths (WDR 2 StichTag) und Stefan Hecht (WDR 5 ZeitZeichen), die jeweils zu Kunststoffen forschen, Uta Scholten (WDR 2 und WDR 5), die Kuratorin des Kunststoffmuseums und Hans Niebels (WDR 5), der ehemalige Arbeiter der Westdeutschen Celluloidwerke in Lank-Latum.

Durchgeblättert: Die Kunsthistorikerin Uta Scholten, Mitarbeiterin des Deutschen Kunststoffmuseums, betrachtet Musterbücher, von Transparent über Neon-Orange bis zu Champagnergelb. (Foto: Claudia Friedrich)

Deutsches Kunststoffmuseum

c/ o LVR-Industriemuseum (Peter Behrens-Bau)

Hansastraße 18, 46049 Oberhausen

Angefressen: „Celluloid ist meine Freude, aber auch mein Leid“, sagt die Kunsthistorikerin Uta Scholten. Denn Celluloid hat es in sich, unter anderem Salpetersäure, die das Brillengestell langsam, aber sicher zerstört. (Foto: Claudia Friedrich)

Stadtarchiv Meerbusch

Karl-Borromäus-Str. 2a, 40667 Meerbusch-Büderich

Leibniz Institut für Interaktive Materialien (Uni Aachen)

Wissenschaftlicher Leiter: Stefan Hecht

Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (Hochschule Hannover)

Dirketorin: Andrea Siebert-Raths (Direktorin)

Abgeschmettert: Mit rund 140 km/h schmettert der ägyptische Tennisprofi Omar Assar den Zelluloid-Ball über die Platte, 2018 im Düsseldorfer Tischtenniszentrum. Die in China produzierten Bälle sind Gefahrengut. Seit 2019 sind die Bälle vom Tisch. Celluloid ist leicht, hart im Nehmen, aber sofort Feuer und Flamme. (Foto: Claudia Friedrich)

Ikonen

Fenster zum Himmel

Titelbild

Muttergottes von Smolensk

Russland um 1500/ Eitempera auf Holz/ Rahmen: Silber gepunzt

Geschenk von Dr. Reiner Zerlin, Brühl, 2019
© Ikonen-Museum Recklinghausen, Foto: Jürgen Spiler

Kunsthalle Recklinghausen: Lutz Rickelt (Leiter des Ikonen-Museums) im Gespräch mit Katerina Katsatou (sie wuchs mit dem Kult der Ostkirche auf) © CF

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Ikonen gelten als Fenster zum Himmel. Bildnisse, die die göttliche Ordnung spiegeln. Ikonen beschreiben Schöpfung, das Leben von Heiligen, Gottes Wort. In der Ostkirche sind sie Kult, in westlichen Museen Kult, für Sammler_innen Objekte der Begierde.

Lutz Rickelt (Byzantinist und seit 2018 Leiter des Ikonen-Museums) © CF

In der Kunsthalle Recklinghausen ist die Sammlung von Reiner Zerlin zu sehen. Der einstige Jugendrichter sammelt Ikonen, seit er 18 ist. Im Alter von 81 Jahren hat er seine kostbare Kollektion dem Ikonen-Museum Recklinghausen geschenkt. In meinem Feature geht es um Ikonen als Kult und Kunst. In meiner Fotogalerie gibt es einen kleinen Eindruck. Ich empfehle: zuhören, anschauen, hinfahren.

Titelikone, Russland, Ende 16. Jahrhundert, Eitempera auf Holz, Geschenk von Reiner Zerlin © Ikonen-Museum Recklinghausen Foto: Jürgen Spiler

„ÜBER DICH FREUET SICH DIE GANZE SCHÖPFUNG“

Schenkung des Ikonensammlers Reiner Zerlin

6. Juni bis 30. August 2020

in der Kunsthalle in Recklinghausen

Ikonen-Museum Recklinghausen

Heiliger Nikolaus, Nowgorod (Russland), um 1500, Eitempera auf Holz, Geschenk von Reiner Zerlin © Ikonen-Museum Recklinghausen Foto: Jürgen Spiler

Arp Museum Bahnhof Rolandseck

WDR 5 Scala

17. Februar 2020, 14 und 21 Uhr

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Blick vom Balkon des Museumsbaus des amerikanischen Architekten Richard Meier (Foto: Claudia Friedrich)

Das Arp-Museum im Bahnhof Rolandseck zeigt Werke von Salvador Dalí und Hans Arp, auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Kombination. Außer, dass beide Künstler eine surrealistische Phase hatten, scheint sie sonst nichts zu einen.

Doch der Schein trügt. Die neue Sonderausstellung zeigt die vielen Berührungspunkte zwischen Dalís Gemälden und Arps Gedichten, zwischen Dalís multimedialen Inszenierungen und Arp plastischen Grenzgängen. Sie spielen mit dem Unterbewussten, den Träumen, den Wahrnehmungen. Der eine mit realen Figuren vor beunruhigender Kulisse, der andere mit organischen Strukturen.

Kuratorin Astrid von Asten (Foto: Claudia Friedrich)

Eins macht die Ausstellung auch deutlich: Hans Arp ist der Vornehme, Salvador Dalí die „Rampensau“, der einfach mehr Platz beansprucht.

Beethoven-Kopf von Salvador Dali © Fundació Gala-Salvador Dalí, Figueres/ VG Bild Kunst, Bonn 2020

Wahre Perlen wurden zusammengetragen wie das Beethoven-Portrait von Salvador Dalí. Museumsdirektor Oliver Kornhoff  konnte seine Kollegin im spanischen Figueres vom Konzept überzeugen, dass sie die Zeichnung für eine kurze Zeit hergegeben hat. Zum ersten Mal wird das Werk außerhalb Dalís Heimat Figueres gezeigt. „Eine Koproduktion zwischen Tintenfisch und Dalí“, so Kornhoff: „Das Tier verspritzte seine Tinte auf ein Blatt Papier und Dalí nutzte sie zum Zeichnen.“  

Museumsdirektor Oliver Kornhoff (Foto: Claudia Friedrich)

Andere Schätze stammen aus Japan, New York, den Niederlanden, aus Museen und Privatsammlungen. Die Gäste können ein kleines Kino besuchen, in ein Gemälde treten, mittels Virtual Reality oder auf dem Balkon durch ein Fernroh blicken. Sie sehen, wie Rhein und Siebengebirge mit Dalís Tigern, Nixen und Elefanten bevölkert werden, mittels Augmented Reality.

Kuratorin Sarah-Lena Schuster (Foto: Claudia Friedrich)

Die Gäste können ein kleines Kino besuchen und in ein Gemälde treten, mittels Virtual Reality. Ich besuchte Rolandseck, als einige Objekte gerade aus den Kisten gehoben wurden, wie Carry-le-Rouet, den weiblichen Torso von Salvadior Dalí aus dem Jahre 1930. So hatte ich auch die Möglichkeit, einen Blick auf die Rückseite zu werfen, die eine Zeichnung birgt, die Studie zu einem anderen Gemälde. Titel: Etude pour Dormeuse, Cheval, Lion, Invisibles.

Salvador Dalí und Hans Arp. Die Geburt der Erinnerung

16. Februar bis 16. August 2020

Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Hans-Arp-Allee 1, 53424 Remagen

Produktentwürfe von Salvador Dalí (Foto: Claudia Friedrich/ Rechte: Sammlung Heinz Joachim Kummer)

KATALOG (s. Titelbild)

Oliver Kornhoff (HG.): Salvador Dalí und Hans Arp. Die Geburt der Erinnerung. Landes-Stiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck. StrzeleckiBooks Remagen 2020

Salvador Dalí (Foto: Philippe Halsman) und Hans Arp mit Nabelmonokel (Foto: Unbekannter Fotograf © VG Bild-Kunst, Bonn 2020) im Tunnel zwischen Bahnhof und Museumsneubau (Foto: Claudia Friedrich)

Die Couch

Möbel und Metapher

WDR 5

Neugier Genügt

3. Januar 2020, 10 Uhr

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Auf der Lehne: Füße meiner interviewpartner_innen © CF

Die Couch ist ein merkwürdiges Möbel. Sie ist Bürgertum und Boheme. Sie ist Sitz und Liege. Sie ist brav und berüchtigt. Sie hat eine lange Geschichte. Vor allem ist sie mehr als eine bloße Sitzgelegenheit.

Im Polster: Meine Partnerin Katerina Katsatou udn ich sitzen auf der Roten Couch von Horst Wackerbarth © Horst Wackerbarth

Ich spreche dem Fotokünstler Horst Wackerbarth und mit dem Psychoanalytiker Nathan Kravis. Und ich bitte eine Truppe auf die Couch, die heftig vom Leder zieht.

Vor der Ahnengalerie © CF

Literatur

Berlin 2018 © Edition Fröhlich

Link

Horst Wackerbarth (Kunstphotograph)

Zurück aus Mali: Horst Wackerbarth vor einem Foto seines neuen Kunstprojekts. Die Rote Couch hockt in einem Baobab-Baum © CF

Feuerwerk

Eine Kulturgeschichte

WDR 5, Neugier genügt

31.12.2019, 10 Uhr

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Japanisches Feuerwerk über Düsseldorf © NICO

Feuerwerk ist Kunst und Krieg. Feuerwerk verpestet die Umwelt und erfreut die Gemüter. Feuerwerk ist Schund, sagen die einen, Schönheit, die anderen.

Auf einer Höhe zwichen Wuppertal und Remscheid: Auf dem Abbrennplatz des Feuerwerkhändlers NICO zündet Jens Hibbeler eine Batterie © CF

Feuerwerk hat eine lange Tradition. Mit Osterfeuern zelebrierte das frühe Christentum Tod und Auferstehung des Sohnes Gottes. Als in Europa Feuerwerksraketen Einzug hielten, gab es Mysterienspiele per Explosion und Himmelszauber.

Eitorf: Jan Mahler (Leiter der Qualitätssicherung) steht auf dem Abbrennplatz von WECO, der letzten Feuerwerksfabrik in der Bundesrepublik © CF

Später zerbarsten Raketen über der Engelsburg in Rom. Anlässlich jeder Papstwahl bildete Feuerwerk eine Girandola, ein Strahlenkranz, der dann im Tiber erlosch. Ein Ritual, das seit dem 15. Jahrhundert zelebriert wurde.

Gereon Sievernich (Herausgeber von Das Buch der Feuerwerkskunst) © Photo: Scherhaufer

Leonardo da Vinci baute Schießpulvermaschinen und Feuerwerkslöwen. 1506 stachen in Konstanz drei Boote in den See, an Bord waren 350 Fässer, gespickt mit Feuerwerk, zu Ehren eines Kaisers. Sie waren das erste große Feuerwerk in Deutschland.

Im Prüfkeller von WECO: Forschungsleiter und Rhein in Flammen-Regisseur Georg Alef testet Feuerwerkskörper © CF

Feuerwerk ist Handwerk und Kunst.

WECO – Fertigungshütten hinter Schutzwall © CF

Ich besuchte WECO in Eitorf, die letzte Feuerwerksfabrik in Deutschland.

Im Büro von NICO: Japanische Feuerwerkskugel © CF

Ich begab mich ins Bergische Land zu Nico, der Export- und Importfirma von Feuerwerkskörpern. Nico veranstaltet auch das alljährliche Feuerwerk am Japantag im Mai.

Soundartist Alex Hardt zündet Bengalisches Feuer © CF

Mit dem Soundartisten Alex Hardt (s. Titelbild) zündelte ich selbst.

Diese Wunderkerze stammt von WECO aus dem Jahre 1949 © CF
Mit der Produktion von Wunderkerzen hat WECO begonnen. © CF

WECO

RHEIN IN FLAMMEN

Die Dragiertrommel ist ein Relikt aus der Zeit, als die Vorgängerfirma von NICO noch produziert hat. Statt ein Gemisch aus Rapskörnern, chemische Pulver und Wasser trägt der Kupferkessel seit vielen Jahren Erde. © CF

NICO

Martin Schmitz (Vertriebsleiter bei NICO) © CF

JAPANTAG DÜSSELDORF

Beru Inou besucht das Feuerwerk am Japantag und erinnert sich an ihre Kindheit. © CF

BERU INOU – SCHMUCKDESIGNERIN

Vulkan bei WECO © CF

Schweizer National Circus

1784: Geburtstag von Friedrich Knie

Der Hochseilakt seines Lebens

WDR 29.12.2019

WDR 5 Zeitzeichen: 9’45 Uhr/ WDR 3: 17.45 Uhr

WDR 2 StichTag: ca 9’40 Uhr

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Circus Knie am 4. Juni 1919 in Bern © Knie Medien

Der Schweizer National-Circus Knie ist eine Institution (Titelbild © Tobias Stahel). Über viele Generationen hält die Familie Knie die Zügel in der Hand, im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Pferdenummern sind legendär. Dabei begann alles mit einem Seil unter freiem Himmel.

Zirkusgründer Friedrich Knie (Alexander Klaws) mit seinem Vater in Knie – Das Cirus Musical © Rolf Knie/ Photo: Lukas Pitsch

Die Ursprünge der Schweizer Dynastie liegen in Österreich, im Jahr 1803. Stammesvater Friedrich Knie verliebt sich in die Kunstreiterin Wilma und schließt sich einem Wanderzirkus an. Die neue Liebe geht, das neue Leben bleibt. Geboren in Erfurt im Jahre 1784, studiert Friedrich Knie in Innsbruck Medizin. Mit 19 wird aus dem angehenden Arzt ein Hochseil-Akrobat.

Knie – Das Cirus Musical © Rolf Knie/ Photo: Lukas Pitsch

Mit 22 Jahren begründet Friedrich Knie seine eigene Künstlertruppe. Auch seine Kinder und Kindeskinder tanzen auf Seilen und Pferderücken. Die Truppe erlebt Höhen und Tiefen, Bankrott und Neuanfang. Im Februar 1850 stirbt Friedrich Knie im Kanton Bern an einem Herzinfarkt. Das Zirkusherz aber schlägt weiter, seit nunmehr acht Generationen.

Franziaska Trapp (Kulturwissenschaftlerin, Uni Münster) © Privat

Über Zirkusdynastien und die Debatte um Tiere in der Manege sprach ich mit der Zirkusforscherin Farnziska Trapp aus Münster. Circus Knie ohne Pferde? Undenkbar. Im Umgang mit den Tieren nehmen die Knie-Erben eine Vorreiterrolle ein. Sie dressieren ohne Gewalt, mit sanfter Autorität und Rücksicht auf die individuellen Anlagen der sensiblen Tiere.

Pferde in der Manege des Schweizer National Circus Knie © Knie Medien/ Photo: Thierry Bissat

Ich traf die sechste Generation, die Brüder Rolf und Fredy Knie.

Rolf Knie (Zirkusartist, Kunstmaler und Musical-Verfasser) © CF

Rolf Knie begegnete ich in einem kleinen Ort bei Zürich, in seiner Kreativzentrale. Nach einem langen Leben als Zirkusartist erweitert Rolf Knie die Palette, wird Kunstmaler und Musical-Schreiber. Mit Knie – Das Circus Musical setzt er dem Zirkus seiner Familie ein Denkmal.

Fredy Knie (Zirkusartist, Regisseur und Pferde-Dresseur) © CF

Fredy Knie ist Direktor, Regisseur und DER Pferdemann beim Schweizer National Circus. Inzwischen nehmen auch Tochter und Enkel die Zügel in die Hand.

Franco Knie Junior © Photo: Nicole Bökhaus/ Knie Medien

Schweizer National-Circus Knie

TOURNEE 2020

Zusammen mit Flic-Flac

19.3. bis 8.11.2020

Gemälde-Motiv von Rolf Knie auf einer Gebäckdose © CF

Rolf Knie Kunst AG

Rolf Knie neben eines der Kostüme seiner Mutter © CF

Salto Natale. Die Show der anderen Art

31. Dezember 2019: Silvestervorstellung

Kloten (CH/ bei Zürich)

Musical-Kostüm der Stammesmutter der Knie-Dynastie Antonia Stauffer © Rolf Knie/ Photo: Lukas Pitsch

Musical über die Knie-Dynastie

Franziska Trapp – Kulturwissenschaftlerin – Schwerpunkt Zirkus

Zwei der 58 Pferde des Schweizer National Circus Knie im Stall © Knie Medien/ Photo: Katja Stuppia

Reise nach Kalavrita

Verwundetes Paradies

Im Norden der Peloponnes (Griechenland)

WDR 5, Neugier Genügt am 11.12.2019

LINK ZU AUDIO UND FOTOGALERIE BEIM WDR/ Λινκ για την εκπομπή και για φωτογραφίες στην ιστοσελίδα τού WDR

Kalavrita ist die Endhaltestelle der Zahnradbahn (s. Titelfoto), die durch eine verwunschene Landschaft vom Meer in die Berge fährt. Kalavrita war Schauplatz eines der grausamsten Kriegsverbrechen, das die deutsche Wehrmacht auf dem Balkan im zweiten Weltkrieg verübte. Eine denkwürdige Reise an die Ausläufer des Chelmos-Massivs. Irina Scholz liest aus Athos der Förster, dem Debütroman von Maria Stefanopoulou.

Καλάβρυτα, το τέρμα τού οδοντωτού σιδηρόδρομου, που περναει μέσα από ένα μαγευτικό τοπίο ανεβαίνοντας από την θάλασσα στα βουνά. Καλάβρυτα, ο τόπος ενός από τα πιο αιματηρά εγκλήματα πολέμου τής Γερμανικής Βέρμαχτ στα Βαλκάνια. Καλάβρυτα, ο προορισμός ενός ταξιδιού εις μνήμην και ανάμνησην στους πρόποδες τού Χελμού. Με αποσπάσματα απο το βιβλίο «Άθος, ο δασονόμος» τής Μαρίας Στεφανοπούλου.

Die deutsche Wehrmacht stürzte Mönche in die Schlucht und zerstörte das Kloster Mega Speileo, zwischen Kalavrita und Diakofto © CF

LITERATUR

Stefanopoulou, Maria: Athos der Förster. Ü: Michaela Prinzinger. Elfenbein Verlag. Berlin 2019

Holocaust-Museum der Stadt Kalavrita (Hg.): Das Haus unserer Helden. Das Drama von Kalavrita. Versuch einer Annäherung. Kalavrita 2008

Nikolaidis, Panos: Ein Überlebender erzählt. (Hg: Holocaust-Museum der Stadt Kalavrita) Kalavrita 2010

Nika, Franzeska: Kalavrita 1943. Augenzeugenbericht. Romiosini. Köln 2/ 1999

LINKS

Weingut Tetramythos

Kalavrita

Zahnradbahn (Kalavrita – Diakofto)

Gedenkstätte auf dem Kappi, dem Hausberg Kalavritas. Hier wurde die männliche Bevölkerung der Stadt ausgelöscht. © CF

Rheinbrücke Duisburg – Neuenkamp

Die zu jung Gealterte

24.7. 2019

WDR 5 Scala

14 und 21 Uhr

Link zum Audio über die Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp

Blick aus der Unterbrückenwelt © CF

Fast 800 Meter misst die Fahrbahn. Eine Stahlplatte, die an schrägen Seilen hängt und durch zwei Pylone schießt. Brücken halten ein Menschenalter, doch diese Brücke stirbt mit 50. Zu schwer ist die Last, die sie trägt. Claudia Friedrich legt den Finger auf die Wunden.

Im Hohlkasten © CF

Unter der A 40 liegt ein Stahlkonstrukt, an dem ein Hohlkasten hängt. Seine Decke ist eben dieses Stahltablett. Im Bild rechts zu sehen ist, wie Seile in einer Verankerung münden. 

© CF

Mit einer speziellen Methode sucht ein Arbeiter Risse und wird fündig. Seine Ergebnisse notiert der Prüfer direkt an die Stelle. Ein neuer Schaden unter 2000 weiteren Schäden.

Projektingenieur Robert Gierens lässt sanieren, ausbessern, flicken, bis die Brücke abgetragen wird. Ein Schicksal, dass viele Rheinbrücken teilen. Ausgelegt ist der Übergang für 30 000 Fahrzeuge. Inzwischen sind es 100 000 Automobile, darunter 40 Tonnen schwere Laster. 

Soundartist Alex Hardt nahm den Klang der Brücke auf © CF
© CF

Napoleonsbrücke in Solingen

Die Steinerne am Müngstener Brückenpark

Sandsteinbrücke aus dem 19. Jahrhundert © CF

Teil II der Scala Sommer-Serie über Brücken in NRW

23.7. 2019

WDR 5: 14 und 21 Uhr

Link zur Reportage über die Napoleonsbrücke

Gusseiserne Kandelaber am Gitternetz-Geländer © CF

Sie ist die älteste Brücke in Solingen, die Napoleonsbrücke. Erbaut aus Natursteinen, 1848 eröffnet. Postkutschen pendelten zwischen Remscheid und Solingen, später Autos und LKW, die über die Wupper mussten. Heute ist die Bogenbrücke Fuß- und Radweg. Der Soundartist Alex Hardt (s. Titelbild) fing Töne ein und ich suchte nach der Brücken-Geschichte.

Ein Liebesschloss über der Wupper © CF

Napoleonsbrücke: Parallel zu B 229

Brückenpark Müngsten

Zuerst rollten Postkutschen übers Pflaster, später der motorisierte Verkehr. Heute nehmen Fahrradfahrer_innen und Fußgänger_innen den Weg über die denkmalgeschützte Brücke © CF