Ohne Original

Die Serien des Künstlers Ottmar Hörl

Sonntag, 19. Februar 2017

SWR 2 Matinee, Thema „Serien“

11 Uhr

Der Link zur Sendung

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/matinee/serielle-kunst-ottmar-hoerl-und-die-kunst-der-serie/-/id=660804/did=19034928/nid=660804/1vqgjhn/index.html

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Ottmar Hör’s „Forschungsraum“ im Mannheimer Kunstverein © CF

Wer kennt sie nicht: die bunten PVC-Gartenzwerge, Ampelmännchen, Maulwürfe, die Figuren von Berühmtheiten wie Friedrich Rückert und Karl Marx. Ihr Schöpfer ist Ottmar Hörl, Konzeptkünstler und Bildhauer. Ottmar Hörl ist der Präsident der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. In Mannheim läuft aktuell eine Einzel-Ausstellung, im Mannheimer Kunstverein. Titel: Handlungsanweisung zur Erlösung des schwarzen Quadrats. Eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Klassiker der monochromen Malerei von Kasimir Malewitsch „Schwarzes Quadrat auf weißem Grund“

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Mannheimer Kunstverein © CF

Ausstellung

Ottmar Hörl: Handlungsanweisung zur Erlösung des Schwarzen Quadrats

Bis 16. April 2017

Mannheimer Kunstverein, Augustaanlage 58, 68165 Mannheim

http://www.mannheimer-kunstverein.de

Ottmar Hörl: https://www.ottmar-hoerl.de

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Ottmar Hörl: Weltanschauungsmodell © CF

Tanz gegen Gewalt

# Flash Fem am Valentinstag

One Billion RisingEine Milliarde erhebt sich.

Mein „Zwischenruf“ ist in der WDR Mediathek (Audio) zu hören.

http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/

 

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Alter Markt in Köln © CF

Unter diesem Titel kommen an verschiedenen Orten der Welt Menschen zusammen, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Die Milliarde steht für die Zahl der jährlichen Opfer. Die Kampagne initiierte die USamerikanische Schriftstellerin Eve Ensler. Eve Ensler erlangte internationalen Ruhm mit ihrem Theaterstück Vagina-Monologe, in denen es um Leidenschaft und Lust geht, aber auch um sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung.

Die Vagina Monologe gaben den Impuls für den (V)agina-Aktions-Tag. Am (V)alentinstag 1998 gab es den ersten (V)agina-Tag. Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums des V-Days startete die Initiatorin Eve Ensler die weltweite Kampagne One Billion Rising, am 14. Februar 2013.

Frauen und Männer sind weltweit dazu eingeladen, rauszugehen, zu tanzen und sich zu erheben, um das Ende der Gewalt zu fordern. Am 14. Februar 2017 wurde der Aktionstag zum fünften Mal begangen. Allein in Deutschland beteiligen sich über hundert Städte, unter anderem Münster, Paderborn, Leverkusen, Bonn, Aachen, Herne, Bielefeld.

Die Impressionen stammen vom Alter Markt in Köln.

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Das Geschenk der Bienen

Ein Insekt, das besticht und betört

WDR 5, Scala

10. Februar, 14 Uhr (Wiederholung: 21 Uhr)

Der Link führt zum Feature: www.wdr5.de

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Bienenwachskerzen in einer der 42 Kirchen in Monemvasia @ CF

Bienen sind mythisch und göttlich. Sie bauen perfekte Waben aus Wachs, verwandeln Nektar in Honig. Seit Menschengedenken inspirieren die Hautflügler Kunst und Religion. Galten sie doch als jungfräulich, die sich geschlechtslos vermehren, galten als königlich, die ein großes Reich regieren. Bis ins 17. Jahrhundert beruhte die Kulturgeschichte der Biene auf einem Irrtum.

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Die Küsterin Katerina Klinika in Monemvasia (Peloponnes) @ CF

Die Königin wurde für einen König gehalten, der im Stock das Sagen hat. Erst unterm Mikroskop offenbarte sich das wahre Geschlecht des Oberhaupts. Eine Frau, die in luftigen Höhen Sex hat und täglich tausende Eier legt. Bis heute gilt die Biene als geheimnisvoll und schöpferisch. Ihr Summen beschreibt der Schriftsteller Ralph Dutli als Urmusik, in seinem Buch namens „Das Lied vom Honig“. Viele Künstler_innen imkerten selbst, zum Beispiel Vergil, Wilhelm Busch, Sylvia Plath, Mary Bauermeister.

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Mary Bauermeister (Einstige Weggefährten von Karlheinz Stockhausen, Künstlerin, Gärtnerin, Imkerin) @ CF

Der verzweifelte Ruf eines Mönches nach seinem Bienenvolk sind die ersten gereimten Verse in deutscher Sprache. Schmerzlich musste der erste Imker Aristaios erfahren, was es heißt, wenn die Bienen sterben. Christina Pluhar inszenierte den Fluch des Orakels in ihrer Oper Orfeo Chamán. Droht den Bienen der Tod, verlieren wir die Süße des Lebens.

Christina Pluharfoto: Marco Borggreve
Christina Pluhar (Leiterin des Ensembles L’Arpeggiata, Theorbespielerin, Komponistin und Arrangeurin der Oper Orfeo Chamán) © Marco Borggreve – Virgin Classics

Apisticus Tag 2017

26. Bienenkunde in Münster. Große Imkermesse rund um Honigbiene und Imkerei

Motto: Biene und Mensch

11. und 12. Februar 2017

Backhalle – Speicherstadt. An den Speichern 10. 48157 Münster

http://www.apis-ev.de

 

Literatur

Busch, Wilhelm: Umsäsuselt von sumsenden Bienen. Schriften zur Imkerei. Wallstein Verlag. Göttingen 2016

Dutli, Ralph: Das Lied vom Honig. Eine Kulturgeschichte der Biene. Wallstein Verlag. Göttingen 2012

Rinck, Monika: Honigprotokolle. Kookbooks. Berlin 2/ 2014

Wagner, Jan: Selbstportrait mit Bienenschwarm. Ausgewählte Gedichte 2001-2015. Hanser Verlage. München 2016

 

CD – Orfeo Chamán

Komposition und Leitung: Christina Pluhar

Ensemble: L’Arpeggiata

Libretto: Adaption des Stücks El Jaguar de Orfeó von Hugo Chaparro Valderama

Regie: Rolf und Heidi Abderhalden

Kostüme: Elizabeth Abderhalden

Bonus DVD

Orfeo Chamán

Regie: Sonia Paramo

Warner Classics. 2016

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© CF

 

 

GETEILTES KREUZ

Kirche(n) in der Stadt – Evangelisch im Rheinland

Neujahrsempfang des Rheinischen Vereins für Denkmalschutz und Landschaftspflege

4. Februar, 2017

Christuskirche, Koblenz

11 Uhr

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Wittenberg © CF

Iß, was gar ist,

trink, was klar ist,

red, was wahr ist.                            Martin Luther

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Martin Luther- Skulptur in Eisleben, der Geburtsstadt des Theologen. Bei einem Besuch in Eisleben starb Martin Luther 1546. (Bronzestatue von Rudolf Siemering, 1883) © CF

Altardiskussion 

Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland)

Roswitha Kaiser (Leiterin der Direktion Landesdenkmalpflege der Generaldirektion Kulturelles Erbe – GDKE)

Moderation: Claudia Friedrich

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Wittenberg: Katharina von Bora – Ordensschwester, Ehefrau von Martin Luther, Mutter von sechs Kindern, Verwalterin, Gutsherrin, Bierbrauerin (Bronze-Skulptur von Nina Koch, 1999) © CF

Martin Luther musste es ja wissen. Der hat den Leuten aufs Maul geschaut und die Religion gespalten. Natürlich nur aus Versehen. Im Oktober 1517 klebte er 95 Thesen an die Schlosskirche von Wittenberg. „Die Schätze der Ablässe sind Netze, mit denen nun die Reichtümer der Menschen gefischt werden.“ Thesen gegen die Missstände der Institution, in der er selbst als Mönch arbeitete. Martin Luther wollte reformieren, nicht rebellieren. Doch es kam anders. Es folgten Religionskriege und schließlich zwei Konfessionen.

500 Jahre später ist der Reformationstag ein Jahresfest. Was es zu feiern gibt? Die Spaltung?  Gottes Gnade?  Es gibt Lutherkekse, Lutherweingummis, Lutherspiele, Lutherbücher, Luthermusik, Lutherhäuser, Lutherplakate, Lutherpartys. Es gibt Lutherstreit über die Luthertat. Ist der Anschlag der Thesen an die Kirchentür Legende oder Wirklichkeit? Egal.

Wie viel Luther steckt überhaupt in der Reformation. Und ist sie wirklich so ein Feuerwerk? Vielleicht steht die Reformation nur in einer langen Tradition verschiedener Reformströmungen. Es bleibt auch die Frage nach dem Erbe der Reformation, nach Differenz, Pluralismus und Moderne, nach der Architektur der Gemeinden. Eine Altardiskussion über Konfessionen, Kirche und Kultur.

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Die Reformation hinterließ ein geteiltes Friedhofwesen. Die Katholik_innen hatten weiterhin ihre Kirchhöfe, die Protestant_innen begruben ihre Toten außerhalb, zum Beispiel auf dem Campo Santo (Heiliger Acker), dem Alten Friedhof in Eisleben ( 1533-1876) © CF

Mit Speer bei Gott

Kriegerheilige auf Ikonen

Sonderausstellung im Ikonenmuseum Recklinghausen

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Kathedrale Hagios Demetrios in Mistras (Peloponnes) © CF

Zum Betrachten und Nachhören einfach diesen Links folgen

  • Der Link zur Fotogalerie auf auf der WDR-Internetseite

http://www1.wdr.de/kultur/kunst/ikonenmuseum-recklinghausen-136.html

  • 2. Der Link zur WDR 3 MOSAIK – Miniatur

http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-mosaik/audio-kriegerheilige-im-ikonen-museum-recklinghausen-100.html

  • Der Link zum WDR 5 SCALA – Feature 

http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-scala-aktuelle-kultur/audio-tagung-und-ausstellung-heilige-in-uniform-100.html

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Monemvasia auf der Peloponnes © CF

Heilige in Uniform

Der Kult um Krieger auf Ikonen

WDR 3 MOSAIK: 1. Februar 2017, 8 Uhr

WDR 5 SCALA: 1. Februar 2017, 14 Uhr (Wiederholung: 21 Uhr)

WDR INTERNET: FOTOGALERIE – AB 1. FEBRUAR

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Heiliger Georg (Russland 1915. Schutzikone für Kosakenarmee im Kampf gegen Deutsche Einheiten im Ersten Weltkrieg © CF)

Sie reiten auf Pferden, tragen Schwerter, töten Aggressoren: Heilige wie Georg, Demetrios, Menas. Ihre Ikonen werden angebetet, denn sie stehen für Schutz und sie wirken Wunder. Legenden berichten von ihrem Leben, ihrem Leiden, ihrem Märtyrertod. Doch scheinen Kriegerheilige nicht nur stumme Zeugen zu sein, sondern Soldaten, die ihre Waffen beherrschen und Gewalt ausüben. Ihre Ikonographie und allmähliche Militarisierung ist Thema einer Tagung an der Universität in Münster und einer Ausstellung im Ikonenmuseum in Recklinghausen.

In der orthodoxen Kirche werden sie bis heute als Heilige verehrt; sie sind Schutzpatrone für Städte, Länder, Herrscher. Viele von ihnen waren Berufssoldaten um 300, in der Zeit der Christenverfolgung. Sie kämpften im römischen Heer und bezahlten ihren christlichen Glauben mit dem Tod. Soldatenheilige verkörpern den edlen Helden, in Byzanz und der zeitgenössischen orthodoxen Welt. Damals wie heute befeuern sie den Diskurs über faire Kriege. In Putins Russland feiern Ikonen eine religiöse Renaissance. Sie zielen aufs Gefühl und rechtfertigen Gewalt. Welche Rolle spielten Kriegerheilige im Byzantinischen Reich, wie aktuell sind die mehr als 1000 Jahre alten Kultfiguren?

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Eva Haustein-Bartsch (Museumsdirektorin) © CF

In beiden Beiträgen mache ich mir ein Bild von den Bildnissen und ihrer Wirkung. Zu Wort kommen Eva Haustein-Bartsch (Kunsthistorikerin, Museumsleiterin des Ikonenmuseums Recklinghausen) und Oleksandr Zabirko (Literaturwissenschaftler, Slawisch-Baltisches Seminar, Universität Münster)

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Oleksandr Zabirko (Literaturwissenschaftler, Universität Münster) © CF

Ausstellung

Von Drachenkämpfern und anderen Helden. Kriegerheilige auf Ikonen

Sonderausstellung

bis 12. Februar 2017

Ikonen-Museum Recklinghausen

Kirchplatz 2a, 45657 Recklinghausen

Museen der Stadt Recklinghausen

http://www.kunst-re.de

Katalog

Haustein-Bartsch, Eva (Hg.): Von Drachenkämpfern und anderen Helden. Kriegerheilige auf Ikonen. Eikon. Gesellschaft der Freunde der Ikonenkunst e.V. und die Autoren. Recklinghausen 2016

Tagung

Die Militarisierung der Heiligen in Vormoderne und Moderne

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

1.bis 2.2. 2017

Hörsaalgebäude des Exzellenzclusters/ Raum Jo 101

Johannisstraße 4, 48143 Münster

Öffentlicher Abendvortrag

Eine arabische Version der Georgslegende

Assaad Kattan

1.2., 18.30 Uhr

Überwasserkirchplatz 2, 48143 Münster

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Orthodoxe Kirche in Monemvasia (Peloponnes, Griechenland) © CF