Gestohlen

Marl

Bronzeskulptur Kugelstoßer von Robert Ittermann

Bis Februar 2015 stand die Bronzefigur Der Kugelstoßer am Jahn-Stadion in Marl. Diebe rissen die 200 Kilo schwere Skulptur aus der Verankerung, nahmen sie mit und ließen sie vermutlich einschmelzen. Ohne das zwei Meter hohe Schwergewicht ist das Jahn-Stadion mehr denn je ein lost place, ein verlassener Ort.

Unerhört & Unbesehen: Folge 10

Link zu den Audiostücken auf WDR 5

www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/scala/hoerfunkbeitraege100.html

Link zur Fotogalerie im WDR Internet:

www1.wdr.de/kultur/kunst/verschollene-kunst-116.html

10_X_Gestohlen_Georg Elben (Direktor Skulpturenmuseum Glaskasten) © CF_

Am leeren Sockel: Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums Glaskasten in Marl © CF

Literatur

Elben, Georg: Skulpturen in Marl. Wienand Verlag. Köln 2015

Elben, Georg/ Wolters, Stephan: 50 Skulpturen in Marl. Skulpturenmuseum Glaskasten. Marl 2015

Elben, Georg (Hg.): 20 Jahre Freundeskreis Habakuk. Rasch Druckerei und Verlag. Bramsche 2014

Adresse

Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

Creiler Platz 1

45768 Marl

www.skulpturenmuseum-glaskasten-marl.de

Destilliert

Düsseldorf

Die Fettecke des Künstlers Joseph Beuys

In der Kunstakademie Düsseldorf entfernte der Hausmeister die Fettecke von Joseph Beuys. Sein Mitarbeiter Johannes Stüttgen bewahrte die Reste 30 Jahre auf, bis sie 2014 in einer Performancenacht zu Schnaps destilliert wurden.

Audiostrecke in der WDR – Mediathek

http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/scala/hoerfunkbeitraege100.html

Fotogalerie im WDR-Internet

www1.wdr.de/kultur/kunst/verschollene-kunst-116.html

Johannes Stüttgen_Künstler und ehemaliger Mitarbeiter von Joseph Beuys © CF
Johannes Stüttgen: Künstler, Vertrauter von Joseph Beuys, Bewahrer der „Reste einer staatlich zerstörten Fettecke“ © CF

Etikett auf Destillat

Geist. Reste der zerstörten Fettecke von Joseph Beuys

(1982, Raum 3, Staatliche Kunstakademie Düsseldorf. Edition 1–16, Korpys/Löffler/Schmal 2014, 50 Vol)

IN: Kunst und Alchemie. Ausstellung im Kunstpalast Düsseldorf.

Künstler: Andrée Korpys/ Markus Löffler mit Dieter Schmal

 

Omnibus für direkte Demokratie

Johannes Stüttgen und Brigitte Krenkers (Gründung und Gesellschafter_in)

Im Vogelsang 91

45527 Hattingen

http://www.omnibus.org

Gesprengt

Bedburg

Schloss Harff versus Tagebau

Schloss Harff war eine Perle an den Ufern der Erft. Doch Baukunst ist weniger wert als Braunkohle. Als der Tagebau Garzweiler kam, musste die stolze Anlage bei Kaster weichen. Heute ist der Flecken eine renaturierte Wunde. Vor der Kulisse der größten Windmühlen im Rheinland wächst Getreide. Der nahrhafte Lößboden wurde aufbewahrt für die Zeit nach dem Tagebau.

Unerhört und Unbesehen: Folge 8

WDR 5, Scala

17. August 2016

14 Uhr/ Wiederholung: 21 Uhr

Link zur Miniatur auf WDR 5 „Scala“

http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/scala/sendeterminseiten/scala-sendeterminseite-368~_tag-17082016.html

Fotogalerie im WDR-Internet

www1.wdr.de/kultur/kunst/verschollene-kunst-116.html

08_VIII_Gesprengt_Gabriele Mohr (Rheinischer Verein) kniet den Grenzen des verkleinerten Grundrisses © CF
Gabriele Mohr (Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz) kniet auf Kieseln, umrahmt von grob behauenen Steinen. Was wie „Land Art“ aussieht, ist die Miniatur des Grundrisses von Schloss Harff © CF

Adresse

Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

http://www.rheinischer-verein.de/de/startseite_1.html

Regionalverband Rhein/ Erft – Vorsitzende: Gabriele Mohr

http://www.rheinischer-verein.de/de/regionalverbaende/rhein_erft/rhein_erft_1.html

160817_VIII Gesprengt
Das Wasserschloss Harff wurde in den 1970er Jahren gesprengt. Die Kohlengruben legten 4000 Jahre alte Siedlungen frei © CF 

Verschollen

Dortmund

Partituren von Operetten

Henning Hagedorn (l) und Matthias Grimminger rekonstruieren den Bauplan verschollener Musikwerke. Ihre Grundlage sind Notenfragmente, Filme, Schallplatten. Wie Archäologen setzen sie Tonscherben zusammen.

Unerhört & Unbesehen: Folge 7

WDR 5, Scala

16. August 2016

14 Uhr/ Wiederholung: 21 Uhr

Link zum Audio in der WDR Mediathek

http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-scala-aktuelle-kultur/audio-unerhoert-und-unbesehen—dortmund-partituren-von-operetten-100.html

Fotogalerie im WDR-Internet

www1.wdr.de/kultur/kunst/verschollene-kunst-116.html

Hinweis

ARTIVO Musik – Musikmanufaktur

Matthias Grimminger und Henning Hagedorn

Zur Fahlen Schlade 6. 58802 Balve

http://artivo.de

Überholt

WWW

Netzkunst und das Problem des Bewahrens

Museen bewahren Gemälde, Skulpturen, Bücher. Doch was passiert mit Werken, die aus Daten bestehen? Wie werden Technologien zu Museumstücken? Was ist bereits verloren, was ist zu retten und vor allem wie?

Unerhört & Unbesehen: Folge 6

Kunst und Architektur, die NRW abhanden kam

Link zur Miniatur auf der WDR 5 – Scala – Seite http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/scala/sendeterminseiten/scala-sendeterminseite-364~_tag-15082016.html

Fotogalerie im WDR Netz: www1.wdr.de/kultur/kunst/verschollene-kunst-116.html

160816_VI Überholt © CF
Ausstellung digitaler Kunstwerke. Wer garantiert, dass sie in einigen Jahren immer noch gesehen werden kann? © CF

Adressen

Hartware Medien Kunstverein

IM: Dortmunder U. Zentrum für Kunst und Kreativität

Direktion: Inke Arns

Leonie-Reygers-Terrasse

44137 Dortmund

+49 (0) 231.50-24723

www.dortmunder-u.de

Clemens Sels Museum

Direktorin: Uta Husmeier-Schirlitz

Am Obertor

41460 Neuss

www.clemens-sels-museum-neuss.de

 ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie

Lorenzstraße 19

76135 Karlsruhe

Deutschland

Merz-Akademie. Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien

Techstraße 58

70190 Stuttgart

www.merz-akademie.de

Literatur

Espenschied, Dragan und Lialina, Olia (HG): Digital Folklore: To Computer Users, with Love and Respect. Merz Akademie. Stuttgart 2009

Aufgelöst

Paderborn

Die Klosterbibliothek der Abtei Corvey

Unerhört & Unbesehen: Folge 5

Die Klosterbibliothek der Abtei Corvey war eine der wichtigsten Bibliotheken im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Nach der Säkularisierung (ab 1803) ging ihr Bestand in weltlichen Besitz über. Die Bücher wurden zerstreut und lagern in verschiedenen Institutionen, wenn sie nicht schon vorher abhanden kamen, verbrannten, gestohlen und verhökert wurden. Der Rest des 1000jährigen Wissensschatzes steht in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn.

WDR 5, Scala

14 Uhr/ Wiederholung: 21 Uhr

Link zur SCALA-Sendeseite und zum Nachhören http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/scala/sendeterminseiten/scala-sendeterminseite-362~_tag-12082016.html

Fotogalerie im WDR-Internet: www1.wdr.de/kultur/kunst/verschollene-kunst-116.html

05_V_Aufgelöst_Eva-Maria Seng und Hermann-Josef Schmalor zwischen den Restbeständen der Bibliothek © CF_
Eva-Maria Seng (Lehrstuhl für materielles und immaterielles Kulturgut. Universität Paderborn) und Hermann-Josef Schmalor (Direkter der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn) © CF

In der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn stöbern Hermann-Josef Schmalor und Eva-Maria Seng im Restbestand, der 2500 Bücher umfasst. Da tauchen schonmal Notizen auf, die seit 800 Jahren zwischen den Seiten liegen.

Link

Nova Corbeia: Die Virtuelle Bibliothek Corvey

http://nova-corbeia.uni-paderborn.de

Leitung: Eva-Maria Seng (Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe der Universität Paderborn) und Hermann-Josef Schmalor (Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn

Ausstellungsprojekt

Tausend Jahre Wissen

Die Rekonstruktion der Bibliothek der Reichsabtei Corvey

Leitung: Eva-Maria Seng (unterstützt von der LWL-Kulturstiftung)

Adresse

Schloss Corvey

37671 Höxter

http://www.schloss-corvey.de

Verehrt & Vergessen

Vom Schaffen des Architekten Franz Heinrich Schwechten

WDR 5 ZeitZeichen vom 12. August 2016

1841 – 175. Geburtstag des Architekten Franz Heinrich Schwechten

Er war Künstler, Konservativer, des Kaisers Liebling: Franz Heinrich Schwechten. Den Ideen des Monarchen verlieh der Baumeister Gestalt in Form von Monumenten wie die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche im Herzen des Berliner Westens. Gebaut für das Ego der Hohenzollern, untergegangen im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs.

Romanischer Stil_Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche © CF
Stumpf: Kaiser Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin © CF

Berlin im Juni 1880. Der neue Anhalter Bahnhof machte seinen Schöpfer Franz Schwechten über Nacht berühmt. Der Bahnhof galt als Prototyp, als Avantgarde, als „einer der schönsten auf dem Kontinent“, wie es in einer Londoner Fachzeitschrift hieß; und der Architekt galt als Hoffnung seiner Zunft. Geboren in Köln wurden ihm die romanischen Architekturen seiner Heimat zum Vorbild und in gewisser Weise zum Verhängnis, denn Schwechtens neoromanische Repräsentationsarchitektur wie die Kirche am Breitscheidtplatz oder die Südbrücke in Köln brachte ihm nicht nur Lob ein. Wie kaum ein anderer prägte Franz Heinrich Schwechten die Wilhelminische Periode, geriet aber in Vergessenheit. Fast.

 

Vergessen_Beamtentor zur Fabrik der AEG © CF
Berlin Gesundbrunnen: Das Beamtentor führte einst auf das Fabrikgelände der AEG © CF

12. August

ZeitZeichen

WDR 5: 9.45 Uhr

WDR 3: 17.45 Uhr

Link zur Seite von ZeitZeichen und zum Podcast

http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/franz-heinrich-schwechten-100.html

Literatur

Streich, Wolfgang Jürgen: Franz Heinrich Schwechten. 1841-1924. Bauten für Berlin. Michael Imhof Verlag. Petersberg 2005

Waldera, Jessica: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Berlin. publicon Verlagsgesellschaft mbH. Berlin 2014.

Zietz, Peer: Franz Heinrich Schwechten. Ein Architekt zwischen Historismus und Moderne. Axel Menges Verlag. Fellbach 1999

Kappel, Kai (Hg.): Egon Eiermann – Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Berlin 1961 bis 2011. Kunstverlag Josef Fink. Lindenberg 2011.

Links

Stiftung Gedächtniskirche

Zweiter Vorsitzender des Kuratoriums: Pfarrer Martin Germer

http://www.stiftung-gedaechtniskirche.de

 Deutsches Technikmuseum

Auf dem Gelände des Anhalter Güterbahnhofs

http://www.sdtb.de/Das-Museum.62.0.html

Anna Maske und Jens Suhren

Architekt_innen

Ausstellung über Leben rund um Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und Anhalter Bahnhof

http://www.maskesuhren.de

Bahndamm des Anhalter Bahnhofes
Bahnsteig des Anhalter Bahnhofes_An den Bahnsteigen warteten Reisende nach Konstantinopel, Athen, Rom. Ab 2. Juni 1942 warteten jüdische „Reisende“ auf ihre Deportation nach Theresienstadt in Sonderwaggons, die an Personenzüge nach Dresden und Prag angehängt wurden © CF