Platzkonzert auf dem Eierplätzchen

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Eierplätzchen in Köln © CF
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Die Eierplätzchenbänd und ihr Platz

SWR 2 Matinee (Thema: Plätze)

17. Juni, 2018

Gegen 10.40 Uhr läuft meine Reportage

Link zum Audio über die Eierplätzchenbänd

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Betsy de Torres (Frontfrau) © CF
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Marcus von Wrochem (Sax, Gesang) © CF
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Thomas Haag (Gitarre) © CF
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Pablo Ramirez (Bongo, Glocken) © CF
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Gabriel Tobak (Konga) © CF
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Pablo Geilert (Kontrabass)
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Rolf Springer (li, Tres) © CF
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Celina von Wrochem (Gesang, Geige, Ukulele) mit Mutter Betsy © CF

Auf dem Kölner Eierplätzchen gibt die Eierplätzchenbänd Platzkonzerte. Dafür gab ihr die Nachbarschaft einen Namen, so wie sie auch dem Plätzchen. einen Namen verpasste. Denn offiziell ist das Oval mit den Linden ein Platz ohne Namen.

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Drei Generationen © CF
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Platzkonzerte erinnern an Blaskapellen in Kurparks, erinnern an Joseph Roths Militärcorps, das unter freiem Himmel steht, sorgfältig die Noten an den Ständer klemmt und Märsche schmettert.

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Platzkonzerte erinnern weniger an die bacchantischen Nächte in den Gärten von Weinschenken im Wiener Wald, erinnern nicht an das Eierplätzchen in Köln und schon gar nicht an die kubanischen Nachbarschaftstreffen vor der eigenen Haustür a la Buena Vista Social Club. Doch genau das geschieht auf einem kleinen Platz in Köln.

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Pablo Ramirez © CF
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Pablo Geilert (li) und Marcus von Wrochem © CF
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Betsy de Torres mit einem Tanzbegeisterten (87 Jahre) © CF

Seit einem viertel Jahrhundert zieht die Eierplätzchenbänd aufs Oval in Kölns Südstadt und spielt zum Tanz auf. Einige Jahre, bevor das das Projekt Buena Vista Social Club die kubanische Musik überhaupt salonfähig machte. Aber wer will schon salonfähige Platzkonzerte? Die Eierplätzchenbänd ganz bestimmt nicht.

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Eierplätzchenbänd

http://www.eierplaetzchenband.de

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Rolf Springer (li) und Pablo Geilert © CF

Betsy de Torres (Gesang, seit 2001 Frontfrau)

Marcus von Wrochem (Saxophon)

Rollin’ Rolf Springer (Tres)

Thomas Haag (Gitarre)

Pablo Geilert (Kontrabass)

Gabriel Tobar (Konga)

Pablo Ramirez (Bongo, Glocke)

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Eierplätzchen

Mainzer Str. 57

50678 Köln

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Friedrich Hölderlin

7. Juni 1843: Todestag des Dichters

7. Juni 2018

ZeitZeichen

WDR 5: 9.45 Uhr/ WDR 3: 17.45 Uhr/ NDR

Audio des ZeitZeichens über Friedrich Hölderlin

Grab © CF
Stadtfriedhof Tübingen. Im heiligsten der Stürme falleZusammen meine Kerkerwand,Und herrlicher und freier walleMein Geist ins unbekannte Land! In den grauen Sandstein ließ der Hölderlins Halbbruder Carl Gok die ersten vier Verse aus Das Schicksal einmeißeln © CF

Und voll mit wilden Rosen

Friedrich Hölderlin glaubte an die Macht des Wortes. Sprache war für ihn ein Steinbruch, aus dem er immer neue Töne zu Tage förderte. Dichtung bedeutete ein einziges Experiment, mit dem Ziel, Sagbares an seine Grenzen zu führen. Genau das macht seine Dichtung so modern. Bis heute befeuern Friedrich Hölderlins Werke den poetischen Diskurs. Er selbst schrieb sie in einer unruhigen Zeit, im Schatten von Aufklärung und Französischer Revolution, angesichts der eigenen Sehnsucht nach einer Republik.

Nürtingen © CF
Friedrich Hölderlin war fünf, als seine Mutter nach Nürtingen zog. Immer wieder kehrte Friedrich Hölderlin nach Nürtingen zurück. Seit 2017 steht am Neckar eine etwas befremdliche Bronzeskulptur, die den Dichter als 20Jährigen darstellen soll. Mit Blick auf die Altstadt und die Kirche St. Laurentius. © CF

Im März 1770 wurde Friedrich Hölderlin in Lauffen am Neckar geboren. Als Sohn eines Klosterhofmeisters und einer Pfarrerstochter wuchs Hölderlin in einem pietistischen Umfeld auf. Sein Vater starb früh, seine Mutter wollte, dass er Pfarrer wird. Doch lieber verdiente er sich sein Geld als Hauslehrer.

Martin Frank 2 © CF
Handschrift Hölderlins im Deutschen Literaturarchiv Marbach © CF

Die Gedichte, Oden und Hymnen verfasste Friedrich Hölderlin in verschiedenen, metrischen Formen.

Martin Frank 1 © CF
Martin Frank (Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DLA, Arbeitsstelle für Literarische Museen, Archive und Gedenkstätten) inspiziert den Reisepass, den das Oberamt Nürtingen für Hölderlins Reise nach Regensburg ausstellte: Statur 6F hoch, braune Haare, hohe Stirne, gerade Nase, rötliche Wangen, mittelmäßiger Mund, schmale Lippen, angelaufene Zähne, brauner Bart, rundes Kinn, Breie Schultern und ohne Gebrechen, 32 Jahre alt © CF

Friedrich Hölderlin übersetzte Werke antiker Schriftsteller wie Sophokles und Pindar. Sein einziger Roman Hyperion ist eines der berühmtesten Werke.

Richard Schumm © CF
Richard Schumm (wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Museumsabteilung des DLA) steht im Schiller Nationalmuseum. Hier liegt eine gebundene Originalausgabe des Briefromans Hyperion mit der berühmten Widmung von Hölderlins Hand. Wem sonst als Dir galt der großen und unglücklichen Liebe Susette Gotthard. © CF

Kurz darauf erkrankte der Dichter. Die Diagnose lautete Wahnsinn. Bis heute gibt es viele Vermutungen, keine gesicherten Erkenntnisse. Aber geisteskrank?

Thomas Schmidt 2 © CF
Thomas Schmidt (Leiter der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. DLA) im Hölderlinturm. Nach seinen Konzepten wird der Erinnungsort in der ehemaligen Stadtmauer völlig neu aufgebaut. © CF

Friedrich Hölderlin wurde für unmündig erklärt. Die zweite Lebenshälfte verbrachte der Dichter in der Obhut eines Schreinermeisters und seiner Familie, im sogenannten Hölderlinturm (s. Titelbild/ Außenmauer), in dem er am 7. Juni 1843 starb.

Der Mutter Haus © CF
Der Mutter Haus in Nürtingen. Hier verlebte der Friedrich Hölderlin Kindheit und Jugend. Das Haus war für den Dichter auch ein Zufluchtsort. Zeitlebens blieb er Bürger der Stadt Nürtingen. © CF

Literatur

Hölderlin, Friedrich. Sämtliche Werke. Frankfurter Ausgabe. historisch-kritische ausgäbe. herausgegeben von D.E. Sattler. Stroemfeld/ Roter Stern. Frankfurt am Main 1975-2008

Hölderlin, Friedrich: (eBook) Sämtliche Werke, Briefe, Dokumente. Band 1-12. Leseausgabe. (HG) D.E. Sattler. Luchterhand Verlag. München 2004

Hölderlin, Friedrich. Sämtliche Werke. Große Stuttgarter Ausgabe (GSA). (HG.) Friedrich Beißner. Kohlhammer Verlag. Stuttgart 1943-1985

GSA Online – kostenfrei

Jörg Ennen 2 © CF
Jörg Ennen ist der Leiter des Hölderlin-Archivs (WLB Stuttgart), das 1941 gegründet wurde. Der Germanist und Editionswissenschaftler sitzt zwischen Regalen, randvoll mit Übersetzungen in rund 80 Sprachen, mit Noten zeitgenössischer Komponisten, die Hölderlins Gedichte vertonten, Sekundärliteratur und vielem mehr. Auf der Archivseite im Netz können die Digitalisate der Handschriften aufgerufen werden. © CF

Sekundär

Ivanovic, Christine: „Bereit an übrigem Orte“. Hölderlins „Winkel von Hahrdt“ als Erinnerungsort. Spuren 79. Deutsche Schillergesellschaft. Marbach am Neckar 2009

Ulrichstein © CF
Der Ulrichstein im Winkel von Hardt, in einem Waldstück unweit von Nürtingen. Hier versteckte sich Herzog Ulrich, eine schwäbische Legende zur Zeit der Reformation. Friedrich Hölderlin widmete dem Ereignis ein kurzes Gedicht. Der Winkel von Hahrdt
Hinunter sinket der Wald,/ Und Knospen ähnlich, hängen/ Einwärts die Blätter, denen/ Blüht unten auf ein Grund,/ Nicht gar unmündig./ Da nemlich ist Ulrich/ Gegangen; oft sinnt, über den Fußtritt,/ Ein groß Schicksaal/ Bereit, an übrigem Orte.

Wittkopf, Gregor: „Fahrniß“. Hölderlins Tisch aus Tübingen. Spuren 64. Deutsche Schillergesellschaft. Marbach am Neckar 2003

Jörg Ennen 1 © CF
Unter dem Dach der WLB lagern rund 80% sämtlicher Handschriften Hölderlins, unter anderem der Entwurf zu Hälfte des Lebens. Im Tresorraum zeigt Jörg Ennen kostbare Perlen aus dem sogenannten Homburger Folioheft, in dem bedeutende Gedichte vereint sind, wie Heimkunft, Brod und Wein, Patmos. Die meisten Gedichte entstanden in Nürtingen, befinden sich im Besitz der Stadt Homburg, liegen aber als Depositum sicher und kühl in der WLB.

Hölderlin-Archiv

Leiter: Jörg Ennen

Württembergische Landesbibliothek

Konrad-Adenauer-Str. 8, 70173 Stuttgart

Hölderlin Archiv in WLB Stuttgart

Schillerhöhe © CF
Schillerhöhe hoch über dem Neckar: Schiller Nationalmuseum, davor ist das Literaturmuseum der Moderne © CF

Deutsches Literaturarchiv Marbach

Schillerhöhe 8-10, 71672 Marbach am Neckar

HG. der Schriftenreihe Spuren

DLA Marbach

Werkstatt in TÜ © CF
Im Erdgeschoss des Hölderlinturms steht Florian Mittelhammer (Mitarbeiter beim Kulturamt Tübingen). Im Hintergrund liegen die Einfassungen von Wannen einer Badeanstalt, die später hier ihren Betrieb aufnahm. Das Wahrzeichen der Stadt erhält nicht einfach einen neuen Anstrich, das Museum wird neu konzipiert und umgebaut. In einem Metriklabor zum Beispiel kann das Publikum das Versmaß förmlich erspüren. Und es erlebt den Sandsteinboden, auf dem der Dichter vor dem Morgengrauen auf und ab lief. © CF

Tübingen

Hölderlinturm

Tübingen, am Neckar

bis 2019: umfassende Sanierung

Turm 1 © CF
Hölderlin lebte in einem Oktogon mit fünf Fenstern. Dieser Bau brannte ab, an seiner Stelle steht ein Halbrund mit drei Fenstern. Diese Gratwanderung zwischen „Das ist Hölderlins Ort“ und „Das ist nicht Hölderlins Ort“ gehört zum neuen Konzept. Mit sämtlichen Sinnen soll dieses Haus erfahren werden. © CF

Stadtfriedhof

Gmelinstraße 20, 72076 Tübingen

Evangelisches Stift © CF
Im Evangelischen Stift teilten sich Friedrich Hölderlin, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling ein Zimmer. Hier erfuhren sie vom die Epoche prägenden Ereignis, der Französische Revolution © CF

Evangelisches Stift
Klosterberg 2, 72070 Tübingen

Evangelisches Stift in TÜ

Garten © CF
Im Garten vor dem Hölderlinturm. Das Gehen ist eine Grundfigur der Poesie. Friedrich Hölderlin beherrschte sie. Immer wieder trieb es ihn ins Laufen. Thomas Schmidt (Kurator): „Friedrich Gottlob Klopstock, einer der großen Vorbilder Hölderlins, vertrat die Auffassung, dass die Geschwindigkeit des Verses wichtiger sei als seine Bedeutung. Dabei ging es ihm nicht nur um das Sprechtempo, sondern um die körperliche Erfahrung, die mit dem schnell oder langsam Gehen verbunden wird.“ © CF

Griechische Junta verbietet Miniröcke

1968

Erlass gegen Miniröcke, Bärte, lange Haare

3. Juni 2018

WDR 2

gegen 9.40

Der Link zum Audio über das Minirockverbot der griechischen Junta

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Mini & Fustanella vor dem Parlament in Athen: Der Minirock hat eine große Tradition in Griechenland. Die Revolutionshelden des Unabhängigkeitskrieges gegen das Osmanische Reich trugen Faltenrock. Am Grabmal des unbekannten Soldaten in Athen wachen Evzonen (Mitglieder der Präsidentengarde) in jener Kleidung, der Fustanella. Doch die Junta ließ sich nicht beirren. Bis sie selbst ihr eigenes Gesetz ad absurdum führte. © CF

Kaum war der Minirock erfunden, diskutierte die Welt über die neue Mode. In Griechenland wurde kurzer Prozess gemacht. Die Militärjunta erließ ein Minirock-Verbot.

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Ioannis Zelepos (Historiker und Neogräzist an der Uni München) spricht über die  Brutalität der griechischen Militärdiktatur (1967 bis 1974) und ihren absurden Erlass © CF

Dass Griechenlands legendäre Jägerin Artemis (siehe Titelbild) mit einem kurzen Rock durch die Wälder zog, interessierte die Obristen wenig. Im Gegenteil. Sie sanktionierten nicht nur den kurzen Stoff, sondern auch langes Männerhaar. Rauschebärte und Beatlesfrisuren landeten auf dem Index. Die Jugend sollte züchtig sein.

Claus Dieter Clausnitzer © privat
Claus Dieter Clausnitzer (Schauspieler) zitiert den Song Mini Mini von Syros Skordilis. 1968 wurde das Lied von den Bühnen verbannt. © Privat

Der Schatz des Priamos

31. Mai 1873

Heinrich Schliemann entdeckt das Gold von Troja

WDR 2

31.5.2018

gegen 9.40 Uhr

Der Link zum Minihörspiel

Olivia Gräser und Henning Vogt © Gräser & Vogt
Schauspiel im Studio: Henning Vogt spielt den Hobbyarchäologen Heinrich Schliemann und Olivia Gräser verkörpert Schliemanns griechische Ehefrau Sophia © Privat

Heinrich Schliemann kannte Troja aus Homers Epos Ilias und den Reiseführern seiner Zeit. In den 1860er Jahren reiste er an die Küste Westanatolien, zu den Dardanellen, die engste Stelle zwischen Asien und Europa (siehe Titel © GoogleMaps). Heinrich Schliemann nahm den blinden Rhapsoden beim Wort. 1871 rammte er zum ersten Mal den Spaten in den Hügel von Hisarlik auf der Suche nach Homers Troja. Inzwischen ist Hisarlik einer der berühmtesten Fundorto der Welt.

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Hinter der Studioscheibe: Schauspielerin Nina Lentföhr (WDR Sprecher-Ensemble) mimt  die Reiseleiterin einer Touristengruppe, die die Ausgrabungsstätte in Troja besucht © CF

Mit seinen Grabungen begründete Schliemann die vor- und frühgeschichtliche Archäologie. Am 31. Mai 1873 machte Heinrich Schliemann eine sagenhafte Entdeckung. Was genau geschehen ist, wird im StichTag erzählt. Ein Hörspiel.

Selbstbio @ Servus

Literatur

Heinrich Schliemann

Selbstbiographie. Bis zu seinem Tode vervollständigt. Servus Verlag. Hamburg 2015

Ithaka der Peloponnes und Troja. Archäologische Forschungen. Verlag Tredition. Hamburg 2012

Ithaka @ Tredition

Trojanische Alterthümer. Bericht über die Ausgrabungen in Troja. Brockhaus Verlag. Leipzig 1874

Atlas Trojanischer Alterthümer. Photographische Abbildungen zu den Berichten über die Ausgrabungen in Troja. Brockhaus Verlag. Leipzig 1874

Homer

Ilias. Aus dem Griechischen übersetzt und kommentiert von Kurt Steinmann. Nachwort von Jan Philipp Reemtsma. Mit 16 Illustrationen von Anton Christian. Manesse Verlag. München 2017

Homer Ilias © Manesse
Im Hörspiel rezitiert der Schauspieler Oliver Brod Verse aus der deutschen Übertragung von Kurt Steinmann. © Manesse

Odyssee. Aus dem Griechischen übersetzt und kommentiert von Kurt Steinmann. Nachwort von Walter Burkert. Manesse Verlag. Zürich 2007/ 2011

Sekundär

Coulmas, Danae: Schliemann und Sophia. Eine Liebesgeschichte. Piper Verlag. München/ Zürich 2001

Troia-Projekt des Instituts für Ur-und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Eberhard-Karls-Universität Tübingen/ Kunst- und Ausstellungshalle Bonn e.al. (HG): Troja. Traum und Wirklichkeit. Wais & Partner. Stuttgart 2001

Link

The American School of Classical Studies at Athens

Heinrich Schliemann Papers

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Go for Troja: Rollenstudium im Tonstudio © CF

Die Odysseia von Nikos Kazantzakis

Furchtlos & Frei

Die zweisprachige Ausgabe des modernen Epos

WDR 3 Mosaik

24. Mai 2018, 8 Uhr

Link zum Audio

Das Alter ist ein falscher Traum, der Tod ein Fantasiegebild.

ψευτόνειρό ’ναι τὰ γεράματα καὶ φαντασιά ’ναι ὁ χάρος·

Odysseia. Prolog.


Nikos Kazantzakis ist untrennbar mit der Figur seines Welterfolgs verbunden, mit Alexis Zorbas. Doch sein Lebenswerk sieht er selbst in dem Epos über Odysseas, der mit seinem antiken Vorbild kaum etwas gemein hat. Mit Anfang 40 begann Nikos Kazantzakis das Mammutprojekt, das 1500 Seiten umfasst. Der Elfenbein-Verlag wagte es, den Fels neu herauszugeben. Ihm gelang eine editorische Perle. Jetzt liegt das Epos von Nikos Kazantzakis in einer zweisprachigen Ausgabe vor. Die Übersetzung stammt aus 1970er Jahren von Gustav Conradi. Ich ließ mich von den 17silbigen Versen treiben und ich sprach mit Thanassis Lambrou.

Odyssee. Ein modernes Epos. Griechisch-Deutsch. Ü: Gustav A. Conradi. Geleitwort: Thanassis Lambrou. Elfenbein Verlag. Berlin 2017

Thanassis Lambrou © TLambrou
Thanassis Lambrou © Thanassis Lambrou

Auf der Siegertreppe

Podest für den Moment

WDR 5, Scala

11. Mai 2018

14 Uhr/ Wiederholung: 21 Uhr

Link zur WDR-Miniatur über das Siegertreppchen

Formation A © CF
Üben fürs Siegerpodest: Die A-Formation der „Swinging Sisters“ will hoch hinaus, bei den Meisterschaften im gleichgeschlechtlichen Paartanz. Die Turniertänzerin Claudia Reger ( im Titelbild) studiert die Tänze ein. © CF

Der 63. Eurovision Song Contest geht ins Finale. Austragungsort ist die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Ein europäischer Sänger-Wettstreit, der in einer langen Tradition steht. Schon in der Antike und später in der Renaissance traten Dichter und Sänger gegeneinander an. And the winner is…….. Die Besten schaffen es auf das Siegertreppchen, übrigens eine Erfindung aus den 1930er Jahren. Eine Bühne für den großen Moment.

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„In der Antike gab es keine Siegertreppen.“ Stephan Wassong ist Leiter des Instituts für Sportgeschichte und Direktor des Zentrums für Olympische Studien an der Deutschen Sporthochschule Köln. © CF

Eurovision Song Contest

63. Eurovision Song Contest

Finale: 12. Mai 2018, 21 Uhr

Gay Games 2018 in Paris

4. bis 12. August 2018

10. Gay Games in Paris

Internationale offene Deutsche Meisterschaften für Frauen- und Männerpaare in den Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen

19. und 20. Mai 2018

14. Deutsche Meisterschaften Equality Dance

TIC Rot-Gold Köln e.V.

Claudia Reger © CF
„Ich will auf dem Treppchen stehen.“ Claudia Reger ist ein Star des gleichgeschlechtlichen Paartanzes. Bei den Gay Games in Sydney 2002 holte sie ihre drei Lieblingsgoldmedaillen (s. Titelbild). Jetzt tritt sie erneut an. © CF

Von Schneekugeln

Josef Kardinal 04 © CFDie Parallelwelt der Traumblasen

SWR 2 Matinee zum Thema Blasen

6. Mai 2018

9 bis 12 Uhr

SWR 2

Meine Miniatur kugelt durch den Schluss der Sendung, nach 11.30 Uhr

Der Link zu den Schneekugeln

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Schöner Schein: Glitzer im Parfüm © CF

Schneekugeln sind IN; und kein Ende ist in Sicht. Wie Seifenblasen schweben sie still in die Souvenirhochburgen ein und bleiben. Das Prinzip ist klar. Kugel schütteln und rieseln lassen, was auch immer: Kunststoff, Gold, Glitzer. Und dann die Welt durch eine Blase betrachten.

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Schöner Stein: Amethyst in einer Essenz, die die Hersteller geheim halten © CF

Wem das Analoge gar zuwider ist, geht in den Appstore, wählt ein Motiv und lädt sich eine Schneekugel-App herunter. Einfach Handy schütteln, in den Bildschirm glotzen und zugucken,  wie die Pixel.

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Stolzes Alter: Die älteste Schneekugel in der Sammlung von Josef Kardinal aus den 1890ern © CF

Die erste Schneekugel stand in der Weltausstellung in Paris, 1878. In der Glaskugel war ein Mann mit aufgespanntem Regenschirm zu sehen, auf den es Reis regnete.

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Großer Ton: Die Elbphilharmonie in Hamburg © CF

Heute gibt es in Deutschland noch zwei Firmen, die Schneekugeln herstellen. Trotz Massenware ist ihre Produktion Handarbeit.

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Im Dialog: Sammler Josef Kardinal und Papst Franziskus (li.) © CF

Sind Schneekugeln nun Kitsch oder Kunst? Im Filmklassiker Citizien Kane steht die Schüttelblase für die verlorene Kindheit. Im Computerspiel Fallout wiederum sind Schneekugeln begehrte Sammlergegenstände.

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Schrille Bühne: Elvis Presley und Richard Nixon, Marilyn Monroe, Michael Jackson, Ozzy Osbourne © CF

Seit jeher sind Schneekugeln beliebte Sammelobjekte. Ein berühmter Sammler war der Philosoph Walter Benjamin.

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Starkes Rennen: Josef Kardinal hält mit „Cars“ eine limitierte Disney-Kugel in der Hand. Seine Sammlung zählt fast 10 000 Schneekugeln. Ein winziger Bruchteil ist auf den Fotos zu sehen. © CF

Die größte Sammlung der Welt befindet sich in Nürnberg. Josef Kardinal hütet in zwei Kellerräumen einen wahren Schatz an Kitsch und Kunst. Ich besuchte die Wunderkammer und sehe seither nur noch Kugeln.

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Am Hals: Hohenzollernbrücke und Kölner Dom stecken in der Kugel. Der Karnevalsorden (2014) der Großen Karnevalsgesellschaft Greesberger e.V. Köln von 1852 © CF

Sammler

Josef Kardinal

www.schneekugel-sammlung.de

Josef Kardinal 01 © CF
Schwerer Atem: Darth Vader in der heilen, runden Welt. „Es gibt nichts, was es nicht in der Kugel gibt“, sagt Josef Kardinal  CF

Hersteller

Walter & Prediger

Kaufbeuren-Neugablonz

http://www.walter-prediger.com

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Heile Welt: Schneekugeln sind niedlich, klein, harmlos…. meistens © CF

Stephan Koziol und Thorsten Muntermann

Traumkugel-Manufaktur in Erbach

http://schneekugel.de

Josef Kardinal 12 © CF
Unter Glas: Stephansdom und Prater-Rad sind aus dem Hause eines Klassikers. In den 1870er Jahren erfand der Chirurgieinstrumentenmechaniker Erwin Perzi die Schneekugel neu. Inzwischen produziert die dritte Generation Schüttelgläser mit Miniaturen im Fluidum nach geheimer Rezeptur. © CF

Erwin Perzy

Original Wiener Schneekugel Manufaktur

www.viennasnowglobe.at

Literatur

Perzy, Erwin (Hg.): Die Geschichte der Wiener Schneekugel.

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Im Traum: Josef Kardinal? In einem „Dreibein“?………. (Die drei Füße sind typische für Schneekugeln aus der DDR) © Katerina Katsatou
Josef Kardinal 15 © KAT
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