Online-Enzyklopädien

Titelbild: Dach der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main © CF

Nachschlagen digital

Britannica.com

WDR 5, Scala am 15. Januar 2021, 14 und 21 Uhr

wissen.de

Link zu meiner WDR-Miniatur

www.brockhaus.de

Heute ist der internationale Wikipedia-Tag. Die Online-Enzyklopädie feiert 20jähriges Bestehen. Sie ist kostenfrei, werbefrei, riesig. Wer etwas wissen will, schlägt in Wikipedia nach.

www.Austria-Forum.org

Aber es gibt auch Alternativen. Meine Netzkultur befasst sich mit Online-Lexika und ihren Ahnen aus Papier.

www.bpb.de
www.zedler-lexikon.de

Wikipedia

Die Online-Enzyklopädie wird 20

WDR 5, Scala, 13. Januar 2021, 14 und 21 Uhr

LINK ZUM WDR FEATURE

20 Jahre ist sie alt: Die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Wenn wir schnell was wissen wollen, machen wir Wiki, heißt ja auch schnell, auf Hawaiianisch. Die Vita liest sich wie eine Superlative. Über 300 Sprachversionen, 65 Millionen Einträge. Tendenz steigend. Eine der meist aufgerufenen Seiten im Internet. Keine Werbung. Frei für alle.

Pavel Richter (Wikipedianer und Buchautor)

Wikipedia ist gereift, aber hat sie auch eine Zukunft? Nein! Sagen die Einen. Und ob! Sagen die Anderen.

Wikipedia ist eine Quelle unter vielen: Heike Baller (freischaffende Rechercheurin und Dozentin) © CF

Die Idee folgt einem alten Menschheitstraum. Eine Universalenzyklopädie, aus der sich alle bedienen können. Zusammengetragen von einer internationalen Gemeinschaft ehrenamtlicher Schreibender.

Videokonferenz mit Pavel Richter © Screenshot CF

Doch die Community schwindet. Das ist eines der Probleme, die Wikipedia zu schaffen machen. Sie leidet auch an ihrem Gender, ihrer Herkunft und fehlenden Manieren. Die Grande Dame aller Nachschlagewerke ist nicht perfekt, ist eine Diva, verehrungswürdig, aber auch verletzlich. Grund genug, über sie zu reden.

Videokonferenz mit Leonhard Dobusch (Professor für Betriebswirtschaftslehrer, Schwerpunkt Ortganisation, Uni Innsbruck) © Screenshot CF

Wikipedia. Die freie Enzyklopädie

Netzpolitik. Plattform für digitale Freiheitsrechte

Leonhard Dobusch (Autor)

Profi-Wissen. Der Recherchedienst von Heike Baller

© CF

Bilder, die bewegen

Sammlung Nekes auf Schloss Wahn

Litophanien – Leuchtsteine © Hermann und Clärchen Baus

WDR 3 Mosaik, 6. Januar 2021

Meine Miniatur läuft 7.10 Uhr

Sie ist eine Variation meines SCALA-Schwerpunktes am 30.12.2020, die NEUES garantiert

Link zur WDR MOSAIK – Miniatur

Die Sammlung Nekes umfasst 25000 Objekte, darunter 5000 Bücher © CF

Moses Mendelssohn

1786: Todestag des jüdischen Philosophen und Aufklärers

4. Januar 2021

WDR 5 und WDR 3

9.45 Uhr und 17.45 Uhr

Link zum ZeitZeichen Moses Mendelssohn

In der Zeit der Aufklärung ist er einer der einflussreichsten Denker: Moses Mendelssohn. Der große jüdische Philosoph hinterlässt ein reiches Œuvre zu Ästhetik und Metaphysik, setzt sich mit Leibniz und Kant auseinander. Bis er sich gezwungen fühlt, zu seinem Glauben Stellung zu nehmen. Der Schweizer Pfarrer und Philosoph Johann Caspar Lavater fordert ihn auf, zum Christentum überzutreten. Mendelssohn rechtfertigt sich. Die Debatte wird öffentlich geführt, eine gefährliche Situation, denn Moses Mendelssohn ist als jüdischer Bürger Berlins alles andere als privilegiert. Lange Zeit galt er als Ausländer ohne eigenständiges Bleiberecht. Inzwischen hat er den Status eines außerordentlichen Schutzjuden. Von Gleichberechtigu8ng kann also keine Rede sein.

Am 6. September 1729 wird er in Dessau geboren. Er wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Als sein Talmudlehrer nach Berlin berufen wird, folgt er ihm zu Fuß. „Ich bin nie auf einer Universität gewesen, habe auch in meinem Leben kein Kollegium lesen hören. Dieses war eine der größten Schwierigkeiten, die ich übernommen hatte, indem ich alles durch Anstrengung und eigenen Fleiß erzwingen musste“, schreibt Moses Mendelssohn in einer Selbstdarstellung.

© Wissenschaftlcihe Buchgesellschaft (WBG)

Der Jude in Berlin: verehrt und verachtet. Von der Königlichen Preußischen Akademie der Wissenschaften erhält er eine Auszeichnung, doch die Aufnahme bleibt ihm verwehrt. Friedrich der Große pflegt Kontakt zu Vertretern der Aufklärung wie zu Voltaire, begegnet aber nie seinem wohl berühmtesten Untertan. Dagegen bewundert der Königsberger Philosoph Immanuel Kant seine Scharfsinnigkeit und Goethe begreift ihn als einen unserer würdigsten Männer. Am 4. Januar 1786 ist Moses Mendelssohn in Berlin gestorben.

© WBG

Ich sprach mit Dr. Hermann Simon. Er ist Historiker und Gründungsdirektor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum und Moses Mendelssohn Preisträger 2020.

Hermann Simon (Historiker, Buchautor) © Privat

Literatur

Simon, Hermann: Moses Mendelssohn. Gesetzestreuer Jude und deutscher Aufklärer. Hentrich & Hentrich Verlag. Berlin Leipzig 3/ 2012

Thimme, Eva-Maria (Hg.): Moses Mendelssohn. Freunde, Feinde & Familie. Hentrich&Hentrich Verlag Berlin Leipzig 2014

Mendelssohn, Moses: Ausgewählte Werke. Studienausgabe (Band 1/ 2) Hrsg. von Christoph Schulte, Andreas Kennecke und Grazyna Jurewicz. Sonderausgabe (2., unveränd. Aufl. 2012). Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2009

Feuerwerk

Klassiker: Diamantsonne © CF

Schöner Schein

WDR 3 Mosaik Miniatur am 31.12.2020

PODCAST MEINER MINIATUR

Zu Silvester es so richtig krachen lassen: bis 2019 schien der Brauch unumstößlich. Doch Corona schießt dagegen. Das Feuerwerk bleibt am Boden, der Himmel dunkel und die Neujahrsnacht ganz still. Ist ohnehin eine Umweltsünde, sagen die einen. Nein, das ist Tradition, sagen die anderen.

© CF

Als in Europa Feuerwerksraketen Einzug hielten, gab es Mysterienspiele per Explosion und Himmelszauber. Später zerbarsten Raketen über der Engelsburg in Rom.

Schall und Rauch © CF

Anlässlich jeder Papstwahl bildete Feuerwerk eine Girandola, ein Strahlenkranz, der dann im Tiber erlosch. Ein Ritual, das seit dem 15. Jahrhundert zelebriert wurde.

© CF

Leonardo da Vinci baute Schießpulvermaschinen und Feuerwerkslöwen. 1506 stachen in Konstanz drei Boote in den See, an Bord waren 350 Fässer, gespickt mit Feuerwerk, zu Ehren eines Kaisers. Sie waren das erste große Feuerwerk in Deutschland.

Feuerwerk ist Handwerk und Kunst. Seine treibende Kraft wurde per Zufall entdeckt. Auf der Suche nach dem ewigen Leben erfanden Gelehrte in China das Schwarzpulver. An dem Cocktail aus Salpeter, Holzkohle und Schwefel hat sich bis heute nichts geändert, nur die Rezepturen sind üppiger, die Farben intensiver, die Formen raffinierter.

Der Soundartist Alex Hardt schafft es, den Klangkosmos der Feuerwerkskörper so einzufangen, dass selbst die Kracher ein Hörvergnügen sind.

© CF

Bildung macht Schule

Wie Lernen gelingen kann

WDR 5 Scala Schwerpunkt am 30.12.2020

Link zum Bildungs-Feature

VilleApp, entwickelt von The Good Evil: Das Spiel verbindet Naturraum mit virtuellem Raum © CF

Schule anders denken. Das denken viele. Die Bildungslandschaft ist ein weites Feld, das dringend neu bestellt werden muss. An Ideen mangelt es nicht. Was also ist das Problem?

Alternative Ansätze: Auf dem Campus der Uni Bielefeld liegt die Laborschule. © CF

Bildung ist das Erlernen von Gelassenheit. Eine Gottessache. So führt der Mystiker Meister Eckart den Begriff Bildung in die deutsche Sprache ein. Heute formt das Wort den Bildungsstandort Deutschland. Von Exzellenzinitiativen ist die Rede, von Kompetenzentwicklungen und Kernlehrplänen.

Doch gerade in Zeiten von Corona tun sich Abgründe auf. Nichts ist so richtig im Fluss, weder W-Lan noch Wissen. Ich spreche mit dem Leiter des Instituts Futur an der FU Berlin, Gerhard de Haan, Professor für Bildungs- und Zukunftsforschung.

Linda Kruse und ein Kollege des siebenköpfigen Teams von The Good Evil © CF

Außerdem besuche ich The Good Evil, ein Independend Videogame Label in Köln, das Bildungsspiele entwickelt. Das Team um Gründerin Linda Kruse will mit den Games die Welt besser machen.

Barbara von Hunnius (The Good Evil) mit dem Modell von Baer, der tierische Star aus Squirrel & Baer © CF

Die Charaktere sind Tiere, starke Mädchen, ein belesener Löwe.

Es gibt sie, die Alternativen. Doch finden die sich selten in der Schule. Warum nur?

The Good Evil

Linda Kruse © CF

Prof. Gerhard de Haan

Fields Institute

Studie zur Zukunft der schulischen Bildung 2050

Out of School

Laborschule Bielefeld

Sammlung Nekes

Der uns das Sehen lehrt

WDR 5, Scala am 28.12.2020

Link zum Feature

Laternae Magicae (Zauberlaternen) © CF

Sie öffnet Augen, die Sammlung von Werner Nekes. Sie besteht aus Wundertrommeln, Zauberlaternen, Leuchtsteinen, Daumenkinos, Guckkästen. Apparate, die Bilder erzeugen, lange bevor es Filme gibt.

Werner Nekes © Ulrike Pfeiffer

Über Jahrzehnte trägt Werner Nekes die Sammlung zusammen, hütet sie im Keller seiner Wohnung in Mülheim an der Ruhr. Werner Nekes, gestoben 2017, war Experimentalfilmer, Hochschulprofessor, Vortragsreisender und eben ein passionierter Sammler.

Projektor, Kopierer und Filmkamera in einer Holz-Kiste: Cinématographe Lumière mit der Serien-Nr 423 (Paris 1896) © Hermann und Clärchen Baus

Am Ende seines Lebens besitzt Werner Nekes eine der umfassendsten Bestände weltweit.

Tor zu Schloss Wahn, gebaut als Maison de Plaisance, seit 1954 Sitz der theaterwissenschaftlichen Sammlung © CF

Jetzt erwarben drei Filminstitute, zusammen mit dem Land NRW, dem Bund und Kulturstiftungen die Nekes Sammlung. Zur Zeit lagert die Schatzkammer in der Theaterwissenschaftlichen Sammlung im Schloss Wahn (Köln Porz).

Blick durch ein horizontales Perspektivtheater für sechs BIldebenen © Hermann und Clärchen Baus

Forscher_innen sind dabei, die Objekte wissenschaftlich aufzuarbeiten, sie in verschiedenen Museen zu zeigen und der Öffentlichkeit digital zugänglich zu machen.

In Schloss Wahn treffe ich Professor Peter Marx, den Leiter der Theaterwissenschaftlichen Sammlung.

Peter W. Marx © Hermann und Clärchen Baus

Schloss Wahn

Burgallee 2
51147 Köln

Laterna Magica in Form des Eiffelturms: Souvenir auf der Weltausstellung 1889 © Hermann und Clärchen Baus

Fürstin Pauline zur Lippe

Todestag am 29.12.1820

Titelbild

Johann Christoph Rincklake portratiert Pauline zur Lippe im Jahr 1801 (Öl auf Leinwand), das Original hängt in der Sonderausstellung über Pauline im Lippischen Landesmuseum Detmold © CF

Leopold der II. thront vor dem Fürstlichen Residenzschloss Detmold. Er ist Paulines erstgeborenem Sohn. © CF

Link zu meinem WDR ZeitZeichen

Dass Lippe überhaupt noch existiert, ist nicht zuletzt ihr zu verdanken: Fürstin Pauline zur Lippe. Um 1800 verschwinden viele Kleinstaaten von der Bildfläche. Doch die Landesherrin verhandelt mit Napoleon I., Frankreichs Kaiser, persönlich, und bewahrt die Souveränität des Fürstentums.

Prunkstück der Ausstellung im Landesmuseum: In Silber und Seide trifft Pauline Frankreichs Monarchen Napoleon Bonaparte im Jahr 1807 © CF

Am Rand des Harzes wird Prinzessin Paulina Christine Wilhelmine von Anhalt-Bernburg geboren, im Februar 1769. Sie erhält Unterricht in Französisch, Latein, Geschichte, Staatswissenschaften, Sie lernt Reiten und Schießen. Bereits als junges Mädchen ist Pauline an den Regierungsgeschäften des Vaters beteiligt. Sie ist Mitte 20, als sie den Erbgrafen zur Lippe heiratet. Pauline wird Mutter von zwei Söhnen. Das dritte Kind, ein Mädchen, stirbt kurz nach der Geburt.

Stephan Prinz zur Lippe erinnert sich an seine Ahnin © CF

Mit Anfang 30 wird Pauline zur Lippe Witwe. Sie besteigt den Thron anstelle ihres minderjährigen Sohnes und nimmt die Regierungsgeschäfte in die Hand. Eine Regentin, standesbewusst und dennoch aufgeklärt.

Der Archäologe Daniel Bérenger am Scheideweg: links die alte Poststraße, rechts die Chausee, die Pauline bauen ließ © CF

Pauline reist viel. Sie lässt Straßen bauen, gründet eine Kinderbewahranstalt, eine Kita für den Nachwuchs von Tagelöhnerinnen und früh verwitweten Vätern.

Lippisches Landesmuseum Detmold: Milena Kempkes (Kunsthistorikerin) kuratiert die Sonderausstellung „Fürstin Pauline. Europäische Akteurin und Lippische Landesmutter“ über Lippes berühmteste Persönlichkeit. © CF

Sie reformiert das Sozialwesen und trifft politische Entscheidungen in einer unruhigen Zeit. Großreiche entstehen, Kleinstaaten verschwinden von der Landkarte. Napoleon Bonaparte mischt Europa auf. Da entscheidet sich Pauline, mit ihm ins Geschäft zu kommen. Sie tritt dem Rheinbund bei, einem Zusammenschluss von mehreren deutschen Kleinstaaten und dem französischen Imperium. Napoleon garantiert Lippes Souveränität. Im Gegenzug liefert Pauline Soldaten für seine Kriege.

Dr. Christine Rühling (Forscherin und Hüterin der „Paulinenbibliothek“ an der Lippischen Landesbibliothek in Detmold)

Nach 12 Jahren Regentschaft räumt sie den Thron für ihren erstgeborenen Sohn. Am 29. Dezember 1820 stirbt Pauline zur Lippe. Sie war „eine“, wie es ihr Zeitgenosse Joseph von Görres ausdrückt, „gescheidte, thätige aber sehr eigenwillige Fürstin.“

Stephan Prinz zur Lippe (Rechtsanwalt, Steuerberater, Schlossherr) © CF

LINKS

Fürstliches Residenzschloss Detmold

Lippisches Landesmuseum Detmold

Paulinenbibliothek in der Lippischen Landesbibliothek Detmold

Naturwissenschaftlicher und Historischer Verein für das Land Lippe

LITERATUR

Dollinger, Petra: Eine Ballenstedterin unterwegs. Bebobachtungen und Begegnungen der Fürstin Pauline zu Lippe-Detmold (Folge 1. IN: Ballenstedter Stadtbote 12/ 2020. S. 15 und 16)

Im ZeitZeichen spricht Petra Dollinger (Historikerin) über Pauline als Staatsfrau, Reisefürstin, Regentin © Privat

Ballenstedter Stadtbote Dezember 2020

Nünnerich-Asmus Verlag & Media
nhv e.V. (Hg)
Naturwissenschaftlicher und Historischer Verein für das Land Lippe (Hg.)

Musical „Pauline“

CD-Vorstellung auf WDR 3 – Mosaik

Titelbild

Fürstin Pauline zur Lippe (Silke Dubilier) mit Napoleon Bonaparte (Adrian Thomser) im Innenhof des Hoftheaters in Detmold © Landestheater Detmold/ Foto: Marc Lontzek

Pauline (Annina Olivia Battaglia) als junge Prinzessin auf dem väterlichen Schloss Ballenstedt (Nordharz) © Landestheater Detmold/ Foto: Marc Lontzek

Fürstin Paulines Leben wird zum Musical. Unter dem Titel Pauline feiert das Lippische Landestheater Detmold eine Ikone des einstigen Kleinstaates Lippe. Jetzt ist das Musical auf CD erschienen.

Pauline (Silke Dubilier) als Fürstin zur Lippe im Fürstlichen Residenzschloss in Detmold © Landestheater Detmold/ Foto: Marc Lontzek

Die Familiensaga der Regentin wird in neun Szenen erzählt, gespielt, gesungen. Musikalisch spannt Komponist Andreas Jören den Bogen von Mozart bis Pop. Schmissige Hits, Balladen und Ensembleszenen treiben das Publikum durch die Vita der Staatschefin und Sozialreformerin.

Paulines Zofe Fräulein Biedersee (Brigitte Bauma) © Landestheater Detmold/ Foto: Marc Lontzek

Ein Schlossgespenst hält die Faden in der Hand, damit wir uns nicht verlieren, zwischen Geburtsort Ballenstedt, Familien- und Regierungssitz Detmold und Europas machtzentrale Paris. Heute vor 200 Jahren ist Pauline gestorben, im Alter von 51 Jahren. Anlässlich des Todestages entstand das gleichnamige Musical, das im Landestheater Detmold eine coronagerechte Uraufführung feierte.

Im Probenraum des Landestheaters Detmold: Silke Dubilier (Pauline als Regentin/ Sängerin, Schauspielerin) und Andreas Jören (Komponist des Musicals) © CF

Das Audio meiner Miniatur über die Pauline – CD

Die CD kann beim Landestheater Detmold käuflich erworben werden.

Musical-Revue zum 200. Todestag von Pauline Fürstin zur Lippe

Musikalische Leitung: Mathias Mönius

Libretto: Johannes Jordan

Musik: Andreas Jören
Inszenierung: Guta G. N. Rau
Bühne: Nora Johanna Gromer
Kostüme: Maren Steinebel
Dramaturgie: Elisabeth Wirtz / Anna Neudert

Pauline: Silke Dubilier
Fräulein Biedersee: Brigitte Bauma
Josephine/ junge Pauline: Annina Olivia Battaglia
Napoleon/ Heinrich: Adrian Thomser
Fürst Leopold I.: Nando Zickgraf
Friedrich Fürst von Anhalt-Bernburg: Joachim Ruczynski
Kanzler Hoffmann/ Herold: Patrick Hellenbrand

Detmolder Schloss-Spatzen
Premiere: 19. Juni 2020, 19:30 Uhr, Hoftheater

Legendäre Dinner

Zum Verspeisen schön

WDR 5 Scala am 21.12.2020, 14 und 21 Uhr

WDR 3, Resonanzen, 21.12.2020, 18 Uhr

Link zum Audio meiner Dinner-Miniatur

Im Dezember 1972 gibt Marie-Hélène de Rothschild den Surrealist Ball auf Schloss Ferrières. Wenn sich die Herausgeberin des Bandes nur ein Fest aussuchen könnte, dann jene bizarre Party auf dem Landsitz der Rothschilds. © Jonas von der Hude/ Prestel Verlag

Kunst oder Nicht Kunst! Und schon haben wir den Salat. Klar, Kunst! Und zwar Werke, die sich geladene Gäste auf der Zunge zergehen lassen. An den gedeckten Tischen des Schriftstellers Truman Capote, der First Lady Michelle Obama, der englischen Queen.

Anne Petersen (Legendäre Dinner, Leiterin des Magazins Salon) © Foto Sevim Aslam/ Prestel Verlag

20 legendäre Dinner laden ein, auf den Geschmack zu kommen. Anne Petersen, Leiterin des Magazins Salon, präsentiert in einem Band Menüs berühmter Gastgeber_innen.

Amerikas First Gastgeberin: Michelle Obama empfängt mit ihrem Mann Barack, dem 44. Präsidenten der USA, Angela Merkel nebst Gatten zum Staatsdinner (2011) © Shawn Thew-EPA-Shutterstock/ Prestel Verlag)

Leichtfüßig blättert sich die Leserin durch die Dinnerparties der High Society des Westens, erfährt Klatsch und Anekdoten. Das ist es doch, was wir wollen: Pikante Details genüsslich verspeisen.

Die Vorspeise des Hochzeitsessens von Napoleon Bonaparte und Marie Louise: Frühlingsessenz mit Maccaroni © Jonas von der Hude

In Texten erfahren wir Anlässe und Hintergründe zum Ereignis; in den Rezepturen liegt die lässige Aufforderung, es doch mal selbst zu probieren. Am Ende speisen wir wie Grace Kelly bei ihrer Hochzeit oder Thomas Mann bei allen seiner Weihnachtsfeste.

Puderzucker, Eiweiß, ein Schuss Zitrone: Meisterkoch Oli Krampitz streicht die Masse auf ein Blech aus. © CF

Wir haben es gewagt! Falsch, Meisterkoch Oli Krampitz hats getan, ich stand nur daneben. Er bereitete Clair de Lune zu,

Das Baiser trocknet sanft im Ofen, während Oli das Brombeer-Püree herstellt. © CF

Der Nachtisch wurde im August 1969  zubereitet, zu Ehren der Apollo 11 Besatzung. Das Staatsbankett ließ der 37. Präsident der Vereinigten Staaten Richard Nixon servieren. Es war das größte Dinner des Weißen Hauses. 1400 Mal Clair de Lune.

© CF
© CF

Ein Mond aus Vanille-Eis im Brombeersaucen-Universum, geschmückt mit einer Kraterlandschaft auf Baiser.

„Kein einfacher Nachtisch“, sagt Oli Krampitz. „Das Eis darf nicht zerfließen, das Baiser muss knusprig bleiben.“

Meister Oli Krampitz © CF

LITERATUR

Petersen, Anne: Legendäre Dinner. Unvergessliche Rezepte berühmter Gastgeber. Prestel Verlag München, London, New York 2020.

Hochzeitsessen im Buckingham Palace am 27.11.1947: Die Vorspeise, benannt nach dem frisch getrauten Gatten von Queen Elisabeth, Seezunge Mountbatten mit Lauch und Pernod © Antonina Gern/ Prestel Verlag