Hernando de Soto

1541: Erster Europäer am Mississippi

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Mangrovenwälder prägen die Flussauen des Mississippi © Pixabay/ Foto: ID 1778011

Route der Expedition von Hernando de Soto (Rot) © Herb Roe 2008

FREMDE UFER

Wie Herrenmenschen auf Entdeckungstour gehen

ZeitZeichen am 8. Mai 2021

WDR 5: 9.45 Uhr/ WDR 3: 17.45 Uhr

Sturm über dem Mississippi: Vier Jahre währt die Expedition des Hernando de Soto und markiert den Beginn der Kolonialisation der First Peoples © Pixabay/ Foto: Culich176

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Der Mississippi ist Musicalstar und Romanheld. An seinen Ufern liegen Städte wie Memphis und New Orleans. Teure Villen, Baumwollplantagen, spanische Eichen säumen den Fluss.

Imitierte Mississippiromantik: Lousiana Star ist ein Heckraddampfer, der in Tangermünde gebaut wurde, nach dem Vorbild der Mississippischiffe © Pixabay/  Foto: Thomas B.

Am Mississippi verbringt der Schriftsteller Tennessee Williams seine Kindheit, auf dem Mississippi arbeitet ein älterer Kollege, dessen Künstlername aus der Schifffahrtsprache stammt: Zwei Fadenlängen – Mark Twain. Mark Twain ist Lotse auf mehreren Schaufelraddampfern. Unweit vom Fluss stirbt die Kaiserin des Blues Bessie Smith nach einem Autounfall in einem Krankenhaus für Schwarze.

Sonnenbad: Ein Alligator am Unterlauf des Mississippi © Pixabay/ Foto: JamesDeMers

Mississippi, the Ol‘ Man River, ein Schicksalsstrom. Sein Name erinnert an die Kehrseite der Romantik.

Zwischen Quellgebiet des Mississippi im nördlichen Minnesota (s. Foto) und  Mündung südlich von New Orleans im Golf von Mexiko liegen knapp 4000 Kilometer © Pixabay/ Foto: sborsch

Mississippi bedeutet soviel wie Großer Fluss oder Vater der Gewässer. Der Begriff stammt aus einer der Sprachen der First Peoples, der Ureinwohner_innen im Norden Amerikas. An seinen Ufern leben mehrere Nationen. Der Strom, der nahezu die gesamte heutige USA durchquert, ist eine wichtige Lebensader für die indigenen Völker.

Zitkala-Ša (1876-1938)

Zitkala-Ša ist Musikerin, Schriftstellerin und Aktivistin, eine der großen Intellektuellen, die sich unermüdlich für die Selbstbestimmung der First Peoples eingesetzt hat. Sie selbst wuchs in einem Reservat auf, in einer traditionellen Familie der Yankton-Dakota, der Sioux, wie die Nation in der französischen Kolonialsprache heißt.

Mit acht Jahren kam Zitkala-Ša auf eine der staatlich geförderten Boardingschools, in denen tausende indianische Kinder ein Umerziehungsprogramm durchliefen. In ihren Essays seziert sie das Tun der Eindringlinge wie Hernando de Soto.

© University Press opf South Carolina 2019

Zitkala-Ša erwähnt Prinzessin Cofachiqui, die Herrscherin eines Königreichs, das zu den Mississippi-Kulturen gehörte. 1540 „besucht“ die spanische Expedition die Hauptstadt nahe Camden am Wateree River im heutigen South Carolina, auf der Suche nach Gold und Perlen.

Konquistador Hernando de Soto auf einem Stich aus dem Jahr 1881

Der spanische Konquistador Hernando de Soto schlägt sich durch die Auenlandschaft. Am 8. Mai 1541 erreicht er als erster Europäer seine Ufer. Die gegenüberliegende Seite liegt rund zweieinhalb Kilometer entfernt. De Soto sieht im Mississippi nur eins: ein verdammt breites Hindernis, das es jetzt zu überwinden gilt.

Sumpfzypressen im Mississippidelta, einem ausgedehnten Auengebiet, südlich von Memphis © Pixabay/ Foto: David Mark

De Soto ist ein brutaler Eroberer, der durch Sklavenhandel zu Geld gekommen ist und im Norden Amerikas nach Gold sucht. Seine Expedition zählt eine 700 Mann starken Armee, Missionare, Schuster, Schmiede, Köche, eine Frau.

Tampa Bay: Meeresbucht an der Westküste Floridas © Pixabay/ Foto: EmEssEss
La Florida: Von der Tampa Bay aus zieht der Tross Richtung Norden © Pixabay/ Foto: Michelle Raponi.

In der Tampa Bay geht die Armada vor Anker und errichtet das Basislager. Der Tross zieht durch ein weitläufiges Gebiet. Hügel, Sümpfe, Urwald, Insekten, wilde Tiere.

Ausgewildert: Die ersten Pferde bringen Konquistadoren wie Hernando de Soto nach Nordamerika © Pixabay/ Foto: Francisco Leão

Ihren Proviant führen die Expedionsteilnehmer in Form einer Schweineherde mit sich, Schlachtvieh, das nicht zuletzt vor Stress todbringende Viren verbreitet.

Franzobel: Die Eroberung Amerikas nach wahren Begebenheiten © Zsolnay Verlag. Wien 2021

Die einheimischen Völker werden von der Pandemie schwer getroffen, aber auch von den Soldaten, die plündern und morden. Ganze Kulturen dies- und jenseits ihrer Lebensader verschwinden von der Landkarte.

Alligator im Mississippi © Pixabay/ Foto: JamesDeMers

Am Ende findet Hernando de Soto statt edler Metalle den Tod. Er stirbt an einem Fieber. Seine Leiche wird im Mississippi versenkt, ein Jahr, nachdem er ihn zum ersten Mal sah.

Franzobel vor einer Hernando de Soto-Statue © Privat

Franzobel reiste auf den Spuren des Eroberers und widmet ihm einen Roman nach wahren Begebenheiten.

Die Eroberung Amerikas wirkt wie eine Mischung aus Splatterfilm und Operette at its best, blutrünstig und skurril, mit einem gewissen Gefühl für Hernando de Soto. Etwas befremdlich, dass er die einzige, sorgsam ausgearbeitete Figur ist. Dennoch wird nichts beschönigt.

Heike Bungert © Exzellenzcluster „Religion und Politik“ an der Uni Münster/ Foto: Julia Holtkötter

Heike Bungert ist Professorin für Neuere und Neueste Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Nordamerikanischen Geschichte an der Westfälische Wilhelms-Universität Münster.

WUNDERBARE STIMMEN

Die Zitate aus dem Roman Die Eroberung Amerikas liest Thomas Anzenhofer und Auszüge aus den Essays von Zitkala-Ša interpretiert Barbara Blümel.

Baltic 1

2011: Eröffnung des ersten, kommerziellen Offshore-Windparks vor der deutschen Ostseeküste

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Offshore-Windpark EnBW Baltic 1 © Foto: EnBW/ Matthias Ibeler

2. Mai 2021, WDR 5 – 9.45 Uhr und WDR 3 – 17.45 Uhr

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Montage eines Windrades © Foto: EnBW/ Jens Meier

Sie stehen auf Stahl, ragen knapp 70 Meter aus dem Wasser und drehen schnell durch: die Windräder von Baltic 1. Mit einem Durchmesser von fast 100 Metern fangen die Rotorblätter die steife Brise ein, die über der Ostsee weht. Der Windpark vor der Küste der Halbinsel Fischland – Darß ist die erste kommerzielle Offshore-Anlage Deutschlands, betrieben von der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW)

Inbetriebnahme der EnBW Baltic 1 Hans-Peter Villis (EnBW Chef), Angela Merkel (Bundeskanzlerin), Erwin Sellering (Ministerpräsident) © Foto: EnBW/ Uli Deck

Mit Baltic 1 werde ein neues Kapitel der Energiegewinnung aufgeschlagen, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel, die den Windpark einweiht. 21 Einzelwindräder sind auf riesige Stahlfundamente montiert und mit einer Umspannplattform verbunden. Von dort aus gelangt das kostbare Gut per Seekabel aufs Festland.

50 000 Haushalte werden auf diese Weise mit Strom versorgt.

Onshore Windräder in Westfalen © CF

Offshore-Parks sind kostspielig, aber auf hoher See lässt sich in der gleichen Zeit mehr Energie gewinnen als auf dem Festland.

Fahrt zur Aufbaustation © Foto: EnBW/ Jens Meier

Doch gibt es auch Gegenwind. Für Naturschutz, Tourismus und die Schifffahrt sei Baltic 1 eine Bedrohung, hieß es anfangs. Inzwischen ebbt der Sturm der Entrüstung ab. Nach wie vor besuchen Gäste den beschaulichen Ort am Hafen, in dem die Wartungsschiffe des Windparks vor Anker liegen.

© Quelle: EnBW

Fische leben unbehelligt im Windschatten der Anlage. Baltic 1 gilt als Initial für die Trendwende. 2030 soll die Hälfte des aus Windenergie erzeugten Stroms von Windkraftanlagen im Meer kommen.

Windparks lernen schwimmen: Monopiles, Fachwerkstrukturen, Bojen © Quelle: EnBW
Steprather Mühle © CF

Wind als Energieträger nutzen die Menschen seit Jahrtausenden. Sie setzen Segel offshore, überwanden mit Schiffen Distanzen. Sie setzen Segel onshore, nutzen Windmühlen, um Felder zu be- und entwässern oder Korn zu mahlen.

© CF

In Geldern Walbeck steht eine Vorfahrin der aktuellen Windräder, um 1450 erbaut, ein intaktes Prachtexemplar, das ein Verein hütet, pflegt und nach wie vor nutzt.

Willi van Stiphoudt (li) und Ludger Kersten verknoten die Segel (12×2 Meter) an den vier Holzflügeln © CF
Verzahnt: Die Flügel bewegen Wellen und Räder aus Holz © CF
Michael Splett © Screenshot

Via Videokonferenz sprach ich mit Michael Splett, Ingenieur und Geschäftsführer beim EnBW Offshore-Service.

Andreas Reuter vor dem Modell eines Rotorblattes © CF

Andreas Reuter, Professor für Windenergietechnik an der Leibniz Universität in Hannover und Leiter des Fraunhofer Instituts für Windenergiesysteme, besuchte ich im Fraunhofer Institut in Hannover.

Offshore-Windparks der EnBW im Vergleich © Quelle: EnBW

EnBW – Baltic 1

Institut für Windenergiesysteme: Prof. Andreas Reuter

Warten auf den Wind © CF

Steprather Mühle

LITERATUR

Heier, Siegfried: Nutzung der Windenergie © Fraunhofer Verlag

Paläontologie

Wie Fossilien Weltbilder ändern

SWR 2 Matinee, 2. Mai 2021, 9 Uhr

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Fossilien sind Sympathieträger, Erinnerungsstücke, Schmuck. Insekten in Bernsteinen, versteinerte Muscheln, der Abdruck von Seelilien oder Flügel-Fragmenten auf einer Kalkplatte.

Mit High Tech rückt die Paläontologie den Versteinerungen zu Leibe, fährt ihnen förmlich unter die Haut oder dem, was noch übrig ist. Am Ende erhalten Zeiten, Räume, Leben Gestalt, die längst vergangen sind.

Schwäbisches Medusenhaupt: um 1700 gefunden und 1724 erstmals beschrieben. Die Ornamente zeigen Stachelhäuter/ Originalplatte im Geowissenschaftlichen Museum der Universität Göttingen © Photo: GZG

Die Beweise liefern Fossilien. Zum Beispiel geben sie Aufschluss über sogenannte Brückentiere, die zwischen zwei verschiedenen Arten stehen, zum Beispiel zwischen Reptilien und Vögeln. Ein prominentes Exemplar ist der Urvogel Archaeopteryx Lithographica. Das Bindeglied zwischen Raubdinosaurier und Vogel.

Archaeopteryx-Feder: 1860 gefunden und 1861 erstmals beschrieben/ Plattenkalk-Stück im Paläontologischen Museum München © Photo SNSB-BSPG

1860 wird in Solnhofen im Altmühltal eine Feder gefunden; wie mit einem spitzen Stift gezeichnet liegen ihre Umrisse auf dem hell beigen Quader. Ein Jahr später, 1861, folgt der erste Skelettfund des Urvogels. Ein sogenanntes Brückentier zwischen einem Theropoden Dinosaurier und einem Vogel, einem Raubdinosaurier-artigen Fossil mit Federn. Sie sind Zeugen der Evolution.

Mike Reich in München © SNSB

Ich sprach mit Mike Reich, den stellvertretenden Direktor & Hauptkonservator der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie München und Archivar in der Paläontologischen Gesellschaft.

Paläontologische Gesellschaft

Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie

© CF

BUGA 1951

Trümmerblümchen. Erste Blüte der Nachkriegszeit

Anlegen des Wassergartens 1951 © Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft

28. April 2021, WDR 5 und WDR 3, 9.45 Uhr und 17.45 Uhr

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Ältester Teil des Stadtparks: Fontänengarten mit Blick auf den Kuppelsaal © CF

Der Stadtpark in Hannover liegt an einer lauten Straße und einem viel befahrenen Schienenstrang. Der Eingang: unscheinbar, fast mickrig (s. Titelbild). Doch sobald ich durchs Tor bin, offenbart sich ein Kleinod.

Wechselfloor im Fontänengarten © CF

Wie ein Kurpark“, sagt Ronald Clark, der Direktor der Herrenhäuser Gärten. Viele Jahre hatte der Gartendenkmalpfleger sich um Hannovers Stadtpark gekümmert und die Pflanzentage ins Leben gerufen.

Rosengarten © CF

Wir spazieren durch 100 Jahre Gartenkultur, die vor dem Ersten Weltkrieg eine erste Blüte treibt. Mit der Jadega – Jahresschau deutscher Gartenbau folgt die zweite Blüte, 1933, unter Hakenkreuzfahnen.

Ronald Clark lehnt an Affengruppe, Betonguss von Fritz Bernuth © CF

Nach dem Zweiten Weltkrieg: die dritte Blüte. Die Städte liegen in Trümmern, als in Hannover eine Armada von Arbeitern den zerstörten Stadtpark herrichtet.

Maskottchen mit Besucherin bei der BUGA 1951 © Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft

Am 28. April 1951 eröffnet Theodor Heuss, der erste Bundespräsident, die erste Bundesgartenschau, kurz Buga.

Kleiner Park, weiter Blick © CF

Die Buga ist Vorbild, Ideengeberin und Denkmal zugleich. Das Ensemble aus Gebäuden, Kunstwerken und Gartenelementen ist die Urmutter der folgenden Bugas.

Fischreiher, Bronzeplastik von Ruth Meisner

Aller zwei Jahre wird die Gartenschau in einer jeweils anderen Stadt ausgerichtet.

Stilisierte Villa mit Garten und Teich: Das Schweizerhaus © CF

Die Tradition der Gartenschauen reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Gartenkunst gilt nicht mehr länger als ein Privileg des Adels. Das Bürgertum erobert den öffentlichen Raum. Privatgärten öffnen dem interessierten Publikum ihre Pforten.

Rosencafé © CF

Rund 1,6 Millionen Gäste besuchen Stadtpark, im kalten und verregneten Sommer 1951. Die Menschen flanieren zwischen Beeten, Wasserspielen und Skulpturen zeitgenössischer Künstler_innen.

Kniende vor Japanischem Ahorn, Bronzestatue von Georg Kolbe © CF

Seither ist wenig verändert worden. Auch wir flanieren über Sandsteinplatten, durch den Wassergarten, am Rosencafé vorbei, folgen den weiten Sichtachsen und geschwungenen Linien.

Schwung der 1950er: Blick Richtung Wasser- und Rosengarten © CF

Bundesgartenschau – BUGA

Bundesgartenschau 1951 © Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft

Stadtpark Hannover

Herrenhäuser Gärten

© CF

Creative Gaming

Eine Initiative, die mit Spielen spielt

TITELBILD: ESCAPE MY GAME © Creative Gaming

WDR 5, Scala, 16. April 2021, 14 und 21 Uhr

Link zum Podcast

Electric Theater (Play 2020 Creative Game Festival) © Creative Gaming

Ein Game programmieren, Pixelart machen, Regeln missachten, Spiele auf den Kopf stellen, zerlegen, zusammensetzen, aber anders, ganz neu. Die Initiative Creative Gaming zeigt, wie es geht: in Workshops, Vorträgen, Online-Kursen.

Avatar von Gründungsmitglied Christiane Schwinge (v. Mitte/ Minetest-Gruppenbild) © Creative Gaming

Seit 2007 wird gegengebürstet, mit viel Spaß und natürlich Spiel. Do it yourself, Denkanstöße gibt’s gratis dazu.

Avatar von Matthias Löwe in einem Workshop © Creative Gaming
Matthias Löwe (Interaktionsdesigner) © Creative Gaming

Egal, um welche Themen es geht, Queer, Gender, Rassismus, alles wird verhandelt auf verschiedenen Ebenen. Der Blick richtet sich nicht nur aufs Spiel selbst, sondern auf den verborgenen Mechanismus, der mich zum Player macht. Meine Netzkultur befasst sich mit einer Plattform, auf der Wissenschaft, Kunst und Pädagogik Hand in Hand gehen.

Initiative Creative Gaming

Computerschule online

PLAY Creative Gaming Festival

Elektro Theater Batman versus Alien © Creative Gaming

AUDIO DRAMA

© CF

WDR 3 MOSAIK PODCAST – EINE DYSTOPIE IN FÜNF EPISODEN

Episode 1: The Game

Episode 2: The Rules

Episode 3: The Distance

Episode 4: The Last

Episode 5: The Ghost

UND BEI WDR 3, 6.-10. APRIL 2021, JEWEILS 8 UHR

© CF

PLOT

Königswinter, an einem kalten Apriltag im Jahr 2075. GLAMED lässts krachen, der Großhändler, der Glas zu Geld gemacht hatte. 2020/ 2021 setzte er auf Injektionsflaschen, die waren damals gefragt. 50 Jahre später will die Konzernspitze ihrer Führungsetage ein Escape Room-Event schenken. Real Escape Corona ist ein Muss für alle, die das Abenteuer lieben. Doch aus dem heiteren Spiel wird bitterer Ernst.

Ikonostase © Claudia Friedrich

HÖRSPIELTRUPPE

Kerstin Fischer: Erzählerin

Nils Kretschmer: Enrosam Kolk

Dominik Freiberger: Stimme aus dem Off

Richard Hucke: High Blood Adventure – Mitarbeiter

Tuula Simon: Monsa Marwink

Robert Levin: Grosk

Martina Roßi: Candy Lin

Anja Gawlick: Sölve Riana

Andrej Klahn, Labusi, Nicole Strecker, Frank Zirpins: WDR Marsaik-Team                                                             

Buch und Regie: Claudia Friedrich
Sound und Realisation: Alex Hardt © Claudia Friedrich
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Redaktion: Martin Bürkl und Tuula Simon

Special thanks Tamara Tischendorf

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Schöpfungsmythen

Worte, Riesen, Wiedergeburt

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Prof. Marco Frenschkowski (Theologe und Religionswissenschaftler an der Uni Leipzig) © Screenshot CF

Nein, es gibt keine Konkurrenz zwischen Forschung und Mythos, kein Entweder Oder. Hier Urknall, da Schöpfung. Wissenschaftliche Denkbilder und mythische Symbolbilder bedingen einander, können sich wunderbar ergänzen. Die Erzählungen vom Anfang der Welt liefern keine Erkenntnisse mit Hilfe von Versuchsanordnungen, sondern Deutungen mit Hilfe von Symbolen und Metaphern. Im Zentrum steht die Frage nach dem Warum. Warum ist die Welt und warum sind wir in ihr? Eine Miniatur über Erzählungen vom Anfang. Marco Frenschkowski, Professor für Theologie und Religionswissenschaft, zieht durch verschiedene Religionen.

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Dampf Game

Dampfmaschinen-Spiel

WDR 5, Scala, 12.3.2021, 14 und 21 Uhr

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Vorbild für die gleichnamige Spielefigur: Lokführer Klaus Ochs (vorn im Bild) mit Schwergewicht Anna (Baujahr 1940) © LWL-Museum

Das LWL Industriemuseum kleckert nicht, sondern klotzt. Da sind die Zechen in Bochum, Dortmund und Witten, da sind das Schiffshebewerk Henrichenburg im Dortmund-Ems-Kanal, die Glashütte Gernheim an den Ufern der Weser, das Textilwerk Bocholt, die Ziegelei in Lage. Steinkegel, Stahltürme, Ziegelburgen, Hallen, Stollen, Glasöfen.

Avatar des gleichnamigen Erfinders: der griechische Gelehrte Heron von Alexandria © Screenshot/ LWL-Museum

Und jetzt gibt es einen neuen Standort. Der ist im Netz zu finden und wartet darauf, besucht zu werden. Mit einem Spiel schafft das Museums-Team ein Scharnier zwischen digitaler und analoger Industriewelt. Es geht um die Entwicklung der Dampfmaschine. Denn der Dampf verbindet nicht nur die acht LWL-Orte, sondern beschäftigt viele Generationen. Er liefert die nötige Antriebsenergie, nur gewusst, wie! Im Dampfmaschinen-Spiel geht es um Erfindungen, die Wasser und Feuer zu nutzen suchten. Insofern ist das Spiel eine wunderbare Ouvertüre für den Museumsbesuch. Für das LWL-Museums-Team ist es ein Prototyp, aus dem eine Game-Serie entstehen könnte. Ich habe das Spiel gespielt lass jetzt Dampf ab.

Anja Hoffmann (Industriemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe/ Leiterin der Stabsstelle Bildung, Vermittlung, Inklusion) © LWL-Musum

LWL-Industriemuseum

Dampfmaschinen-Spiel

© Screenshot/ LWL-Museum

Klöster

12. März 744: Abt Sturmi (s. Titelbild) gründet Kloster Fulda

Titelbild:

Brunnenfigur (Saint Sturms Fountain) von Sturmi, des ersten Abts von Kloster Fulda © CF

SWR Zeitwort, 12. März 2021, 6.20 Uhr

Link zum SWR Zeitwort über Kloster Fulda

An Stelle des heutigen Doms St. Salvator zu Fulda stand das Kloster, das den Namen des Flusses trägt, den Sturmi für den Bau ausgesucht hatte © CF